Thermaltake Smart SE 730W - Test/Review
Die neue Smart-SE-Netzteil-Serie von Thermaltake wendet sich an den PC-Selbstbauer, der die Kosten nie aus dem Auge verliert und so für sich selbst oder die Kundschaft die richtige Energieeffizienz mit fairer Kalkulation auswählen kann.
Von Christoph Miklos am 30.04.2014 - 03:05 Uhr

Fakten

Hersteller

Thermaltake

Release

Anfang 2013

Produkt

Netzteil

Preis

ab 65,79 Euro

Webseite

Media (12)

Testbericht und Videos

Technik
Die neue SE-Netzteil-Serie von Thermaltake besitzt ein teilmodulares Kabelmanagement und setzt auf einen recht hohen Wirkungsgrad (83%). Darüber hinaus punktet die PSU mit einem sehr effektiven und angenehm leisen 14 cm Lüfter. Die Elektronik des Netzteiles basiert auf einer Standard-Platine mit DC-DC-Spannungsregulation aus dem Hause CWT, die in abgewandelter Form auch von Corsair und Enermax in deren Oberklassemodellen verwendet wird. Die Eingangsfilterung ist vollständig, auch ein passiver Überspannungsschutz (MOV) ist vorhanden. Als Primärkondensator wird ein 105-Grad-Nippon-Chemicon-Modell mit 390 Mikrofarad Kapazität und 400 Volt Spannungsfestigkeit verbaut. Auf der sekundären Seite finden wir Elkos von CapXon und Junfu. Bei der 730-Watt-Version ist die 12-Volt-Leitung für bis zu 57 Ampere ausgelegt (Single-Rail). Diese Leistung reicht locker für jedes Gaming-System aus. Ebenfalls besitzt das Smart SE 730W die ErP Lot 6 EU-Norm. Diese Norm schreibt vor, dass ein Computersystem im Standby-Betrieb und im ausgeschalteten Zustand nicht mehr als 1 Watt verbrauchen darf, ab Januar 2012 liegt die Obergrenze sogar bei 0,5 Watt. Nur Computersysteme, die zukünftig diese Norm erfüllen, werden die CE-Zertifizierung erhalten.
Ausstattung
Über folgende Anschlüsse verfügt das Netzteil:
1x MB 20+4 pin - (610 mm) - fest 1x 4/8-Pin ATX12V – (650 mm) - fest 2x 6+2 pin PCIe - (650 mm) - fest 2x 6+2 pin PCIe - (650 mm) - abnehmbar 6x SATA - (760 mm) - abnehmbar 3x IDE - (640 mm) - abnehmbar 1x Floppy - (101 mm) - abnehmbar
Verarbeitung
Unser Testmuster misst 150x86x200 mm (BxHxT). Das gesamte Netzteil wurde sehr sauber verarbeitet und weist keine Verarbeitungsschwächen auf. Sämtliche Anschlüsse und Kabel glänzen durch eine ordentliche Qualität und hochwertige Materialien. Die Flachbandkabel sehen nicht nur schick aus, sondern tragen auch zu einem aufgeräumten System bei und verbessern den Luftfluss im Gehäuse, was wiederum für geringere Temperaturen sorgt. An der Länge der Kabel gibt es nichts zu kritisieren, da diese ausreichend dimensioniert sind für sämtliche Midi- und Big-Tower. Hersteller Thermaltake gibt drei Jahre Garantie auf das Netzteil.
Preis und Verfügbarkeit
Das Thermaltake Smart SE 730W wandert ab sofort für 67 Euro (Stand: 30.04.2014) über den Ladentisch.
Gamezoom Check Hardware - Tipps zum Netzteilkauf #1 by OCZ
Gamezoom Check Hardware - Tipps zum Netzteilkauf #2 by Corsair
Beim Kauf eines neuen Netzteiles sollte man darauf achten, dass die im System verbauten Komponenten im Idealfall nur 60 bis 70 Prozent (Gaming/Load) der Gesamtleistung der PSU in Anspruch nehmen. Somit ist gewährleistet das 1) der Wirkungsgrad den höchsten Wert erreicht, 2) das Innenleben des Netzteiles nicht zu warm wird und 3) folgegleich der Lüfter auf einer niedrigen Umdrehungszahl läuft (=geringe Lautstärke).
Gamezoom Check Hardware - Tipps zum Netzteilkauf #3 by Seasonic
Im dritten "Tipps zum Netzteilkauf"-Video gehen wir auf das Thema lüfterlose Netzteile ein.
Gamezoom Check Hardware - Tipps zum Netzteilkauf #4 by be quiet!

Im vierten "Tipps zum Netzteilkauf"-Video gehen wir auf die Themen "Single- vs. Multi-Rail" und "Lüfternachsteuerung" ein.
Gamezoom Check Hardware - Tipps zum Netzteilkauf #5 by Corsair

In diesem Video sprechen wir über die Vor- und Nachteile von digitalen Netzteilen und gehen dem Mythos der "japanischen Kondensatoren" nach.

1 Kommentar

Mirage vor 2957 Tagen

Hm, großes Blah, blah nicht viel dahinter. 1) Digitale Netzteile? Ein Schaltnetzteil arbeiter immer digital, da der Leistungsschalter nur Ein oder Aus kennt, sonst könnte dieser die Leistungen im Netzteil nicht übertragen. Das digitalisieren der Schutzschaltungen bringt nicht wirklich einen Vorteil. Der einzige Vorteil der möglich ist, das man den Regelkreis etwas genauer abstimmten kann, hier bleiben aber die Schaltverluste im Leistungschalter trotzdem vorhanden. 2) Ein Elko mit höherer Temperatur bringt definiv was in der Lebensdauer. Ein Elko mit 105° hat bei dieser Temperatur eine theoretische Lebensdauer von 10000Std, bei 10° weniger verdoppelt sich diese. Ein 85° Elko hat bei dieser Temperatur auch die 10000Std, der 105° hat hier schon thoeretisch 40000 Std. mfg Mirage

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