Supreme Commander: Forged Alliance (Stand-Alone Add-on / PC) - Review
Das Referenzgame in Sachen Aufbaustrategie Supreme Commander kommt mit einer Standalone Erweiterung neuerlich auf den Prüfstand. Ob der neue Ableger dem Hauptspiel
Von Hannes Obermeier am 31.12.2007 - 06:07 Uhr

Fakten

Plattform

PC

Publisher

THQ

Entwickler

Gas Powered Games

Release

Mitte November 2007

Genre

Strategie

Typ

Vollversion

Pegi

12

Webseite

Media (20)

Einleitung

Das Referenzgame in Sachen Aufbaustrategie Supreme Commander kommt mit einer Standalone Erweiterung neuerlich auf den Prüfstand. Ob der neue Ableger dem Hauptspiel gerecht wird, wird unser Review verraten.
Nur ein Aufguss?
Nein, THQ und Gas Powered Games lassen sich nicht darauf ein, einfach nur ein paar neue Maps oder optische Schmeichelein zu verkaufen. Es wurde eine komplette Story die nahtlos auf die Geschehnisse des Hauptspieles vor knapp 9 Monaten anschließt. Schon bei der ersten Geschichte waren wir beeindruckt was man in Sachen Aufbaustrategie noch verbessern oder verändern konnte. Selbst C&C 3 hatte es da schwer mitzuhalten. Doch im Nachhinein betrachtet kann man sagen, das Supreme Commander nicht von der Optik lebt, sondern von den strategischen Elementen. In der Nahansicht bietet es durchschnittliche Details, doch nützt man den Megazoom (Satellitenansicht) hat man die ganze Map auf einmal im Überblick und Einheiten werden durch farbige leicht zu unterscheidende Icons ersetzt. So hat man immer alles schön im Überblick. Mehr kann man von einem strategisch orientierten Game nicht verlangen. Hinzu kommt noch die unglaublich Anzahl von zu steuernden Einheiten, welche mit max. 1000 pro Rasse spezifiziert wird. Dies kostet im Extremfall natürlich auch Rechenpower, da jeder Schuss separat berechnet wird. Dabei sollen natürlich auch Effekte nicht auf der Strecke bleiben. Tja ohne Dualcore, 2 GB Ram und einer halbwegs originellen Graka wird’s etwas ruckelig ;). Die Zeit zum Aufrüsten oder Neukauf endet wohl nie.
Fortsetzung
Nach dem Sieg der UEF über die Aeon Erleuchteten und die Cybran, schmieden wir nun eine Allianz mit den ehemaligen Feinden. Grund dafür sind die Seraphim, die eine überraschende Großoffensive auf die Erde starten und diese mit einer gewaltigen Streitmacht ins Nirwana bomben. Das Einleitungsvideo dazu geht runter wie Butter. Dann folgen auch schon die ersten Anweisungen für euren Commando ACU. Gleich zu Beginn habt ihr die Möglichkeit eine der 3 genannten Rassen (nicht die Seraphim) zu spielen, wobei sich diese in der Art der Einheiten nur geringfügig unterscheiden. Allerdings gibt es die gewohnt langsame Einführung von Techlevel 1 bis 3 nicht mehr. Man hat jetzt schon zu Beginn die Möglichkeit, die Tech- Fabriken bis Level 3 auszubauen. Dies dürfte Neueinsteigern etwas Stress verursachen, hingegen für Erfahrene ein gelungener Auftritt.
Megazoom
Zoomt man zu Beginn bis zum maximalen Bereich aus, so kann man sich gleich ein Bild davon machen, wie groß die Karte bis zur letzten Mission werden wird. Denn hat man die ersten Aufgaben erledigt, folgt bereits ein neuerlicher Auftrag der auch einen weiteren Teil der verborgenen Karte offenbart. Hat man dies einmal durchschaut, so kann man auch gleich während der ersten Mission vorausplanen, um nicht plötzlich in einer unerwarteten Flut an Angreifern zu ersticken, die von einer vorher nicht möglichen Seite in die Basis eindringen, wo man für keinerlei Abwehr gesorgt hat. Hier hätten die Programmierer den Startplatz der Basis eher zentral wählen sollen, damit man den Schwierigkeitsgrad nicht umgehen kann.
optische Verbesserung der Einheiten
Nicht nur die Optik der Gebäude und der Einheiten wurde verbessert, sondern auch neue hinzugefügt. So zum Beispiel das Reparatur Gebäude das es Flugeinheiten erlaubt, per Tastendruck, sich automatisch zurückzuziehen um aufzutanken und sich nebenbei auch gleich zu reparieren. Da nun Flugeinheiten wesentlich langsamer werden wenn der Treibstoff zur Neige geht, ist dies auch notwendig. Weiters wurde ordentlich am Benutzermenü geschraubt, was eine frei positionierbare und in der Größe veränderbare Minimap mit einbezieht. Weitere Schaltflächen wurden einer Schlankheitskur unterzogen um noch mehr Sicht auf die Karte zu gewähren. Insgesamt gesehen, eine gelungene Aufbesserung der ohnehin schon überzeugenden Optik und Präsentation des Hauptspieles.

Toller Sound trifft auf Spielspaß

fetter Sound
Bei der Akustik hat sich nicht viel getan, die Sprecher wurden wieder gekonnt deutsch synchronisiert und sind nach wie vor künstlich animiert. Hier bietet C&C 3 wesentlich mehr Optik, was aber dem Spielverlauf keinerlei Einbussen beschert. Im Gegenteil, der zeitaufwendige Aufbau einer Basis sowie die vorgegebenen Aufgaben blieben erhalten. Die Lautstärke ändert sich passend je nach Zoomlevel, so wird man bei stark ausgezoomter Ansicht nicht vom allgemein herrschenden Kriegslärm erschlagen. Auch der wechselnde musikalische Part hats wieder in sich, was man sich bei vielen anderen Spielen auch wünschen würde, aber leider viel zu oft vernachlässigt wird.
Langzeitspielspaß
„Supreme Commander - Forged Allianz“ bietet wieder gewaltige Schlachtszenarios am laufenden Band. Kaum hat man die ersten Missionen erledigt folgen auch schon die nächsten, die Kartengröße wächst um das Doppelte, und das ganze noch einmal. Speichern ist angesagt und sollte auch öfters gemacht werden, da man nie sicher sein kann, wie es nach erledigter Mission weitergeht. Langzeitmotivation wird jedenfalls garantiert. Hat man mal den ersten Schritt getan und seine Basis ordentlich ausgebaut, ist man für alle Eventualitäten gerüstet. Es gilt auch wieder die Mix-regel. Es reicht nicht von einer starken Einheit einfach eine Menge zu produzieren und dann anzugreifen, denn die KI weis was sie zu tun hat. Kommt man mit fetten Bodentruppen, reagiert sie mit vielen Lufteinheiten und umgekehrt. Also ordentlich mischen und taktisch überlegt angreifen. Hier sind auch die fahrenden Schildeinheiten immer von Vorteil. Weiters merkt sich die KI auch wo man Verteidigungsanlagen aufgestellt hat, und versucht diese so gut wie möglich zu umgehen. Kommt man mit einer gewaltigen Streitmacht an einen Geländeengpass, so kann man einfach per Mausklick die Formation ändern um ein besseres Vorankommen zu ermöglichen, ohne dabei verwundbarer zu sein. Das überragende Wegepunktmenü für Techniker und Kampfeinheiten wurde unverändert beibehalten, hier gibt es ohnehin kaum etwas zu verbessern. Für Fans des Genres kann es wohl kaum ein besserer Zeitpunkt für das Release sein als der Winter mit seinen langen kalten Nächten ;)
Bugs dürfen nicht fehlen
Auch bei dieser Erweiterung waren einige kleinere Bugs zu beobachten. So bleiben manche Einheiten nach vorangegangenem Unterstützungsbefehl einfach im Gelände stehen, sobald man die zu unterstützende Einheit einem anderen Ziel zugewiesen hat. Andersrum wurde der Bug behoben, wo sich manche Einheiten einfach um die Zielroute gedrückt haben, wenn man eine große Armee durch einen Gebirgspass gezwängt hat und ein Vorankommen nur sehr langsam möglich war.
Multiplayer
Wieder bis zu acht Spieler auf einer Mammutmap und 1000 Einheiten pro Teilnehmer können gewählt werden. Ressourcenknappheit bekommt man nur dann, wenn man nicht aufpasst und rechtzeitig für ausreichend Energie und Masseumwandler sorgt. Wie auch schon beim Vorgänger ist man nicht auf Bodenressourcen angewiesen, man erzeugt sie selbst. Aufgrund der massiven Berechnungen bei derart großen Karten, wo sich 8 Spieler tummeln, wird das System bewusst ausgebremst um Ruckler zu vermeiden. Einheiten brauchen im Ernstfall dann wesentlich länger um von Punkt A nach Punkt B zu gelangen, was wiederum mehr Zeit für taktische Überlegungen ermöglicht. Anmerkung: wer nicht im Besitz vom Hauptspiel ist, kann bei Multiplayerschlachten nur die neue Rasse Seraphim spielen.

Video&Auszeichnung/en

Video

Auszeichnung/en

Wertung

@Alle Strategie Fans: wer schon den Vorgänger kennt, kommt um die Erweiterung nicht herum!

„Supreme Commander“ erschien vor knapp 9 Monaten und konnte in allen Belangen überzeugen -> Referenz Titel. Die aktuelle Erweiterung „Forged Allianz“ dazu, ist ein Stand Alone Game mit einer lückenlosen Fortsetzung der Story. THQ und Gas Powered Games haben aber nicht nur einen simplen Aufguss produziert, sondern an der Technik und Optik gefeilt um ein weiteres Highlight unter das Strategen-Volk zu mischen. Die gelungene Story, neue Einheiten, weitere unglaublich riesige Karten und der massive Multiplayerpart, bescheren der Erweiterung ebenfalls einen Erfolg, der hauptsächlich durch die hohen Hardwareansprüche getrübt wird. Auf jeden Fall Passend zur Jahreszeit für alle Fans des Genres.

80%
Grafik
8
Sound
8
Bedienung
9
Spielspaß
8
Atmosphäre
9
Multiplayer
9
Preis/Umfang
8
Richtig gut
  • gelungene Story
  • besser Grafik als beim Vorgänger
  • toller Sound
  • riesige Maps
  • Megazoom
  • viele Stunden Spielspaß
  • überzeugender Multiplayerpart
  • neue Einheiten
  • passendes Preisniveau
Verbesserungswürdig
  • sehr hardwarehungrig
  • kleinere Bugs
  • schwierig für Einsteiger
Anforderungen
Getestet für

Minimum-Anforderungen:

Prozessor: 1,8 GHz

Arbeitsspeicher: 512 MB-Ram

Grafikkarte: 128 MB-Ram Grafikkarte

Festplatte: 8,0 GB

Betriebssystem: Windows XP/Vista

Sound: Soundkarte

Sonstiges: Maus, Tastatur, Gamepad, DVD-Laufwerk und ISDN-Verbindung oder schneller


Testsystem:

• Mainboard: Asus P5N32-E SLI | Sockel: 775 |Bios: 1205

• Prozessor: Intel Core 2 Extreme QX6700, 4 x 2,66GHz@3,20 GHz

• Wärmeleitpaste: Arctic Cooling MX-2

• Arbeitsspeicher: Super Talent 6144 MB PC2-6400U CL5

• Grafikkarte: SLI 2x Point of View GeForce 8800 Ultra

• Monitor: HP w2207h

• CPU-Cooling: Xigmatek HDT-S963

• Netzteil: be quiet! P6-PRO 1000 Watt Dark Power

• Sound: Creative SoundBlaster X-Fi Fatal1ty FPS + Teufel Theater LT 2+R Set 3

• Festplatten: 2x Seagate Barracuda 320 GB (7.200 RPM; 16 MB Cache) Raid 0

• Gehäuse: Gigabyte 3D Full Tower Mars

• Gehäuseventilation: Front: 1x 120 mm; Rear: 2x 120 mm; HDD: 2x 80 mm;

• Laufwerke: Plextor DVD-Dual Layer Writer und LG DVD-Rom

• Betriebssystem: Windows Vista Ultimate 64bit

• Eingabegeräte: Logitech UltraX Media Keyboard und Razer Lachesis

• Software/Testgeräte: Memtest86, Futuremark 06, Speedfan, Everest Ultimate 2007, db-Meter, Multimeter, Kama Thermo

• Zimmertemperatur: ca. 21°C
Hannes Obermeier Hannes Obermeier

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