Dead Space Remake - Test/Review (+Video)
2008 war ein fantastisches Jahr für sämtliche SiFi-Horror-Fans, denn in diesem Jahr brachte Publisher Electronic Arts Dead Space auf den Markt.
Von Christoph Miklos am 20.02.2023 - 01:51 Uhr

Fakten

Plattformen

Xbox Series S

Xbox Series X

PlayStation 5

PC

Publisher

Electronic Arts

Entwickler

Motive Studios

Release

27.01 2023

Genre

Survival-Horror

Typ

Vollversion

Pegi

18

Webseite

Media (6)

So geht Remake und Horror


2008 war ein fantastisches Jahr für sämtliche SiFi-Horror-Fans, denn in diesem Jahr brachte Publisher Electronic Arts Dead Space auf den Markt. Die großartige Atmosphäre und das (leicht) erfrischende Gameplay sorgten für begeisterte Spieler sowie entzückte Journalisten. Bei der Fortsetzung legten die Entwickler noch eine Schippe drauf, was für zahlreiche Auszeichnungen sorgte. Doch nach Teil 3 war Schluss, was an der geldgierigen DLC-Politik des Publishers und dem zu hohen Actionanteil lag. Mit dem komplett überarbeiteten Remake möchte man nun wieder an alte Erfolge anschließen. Ob das gelungen ist?

Blutige Tool-Time


Für alle Nicht-Kenner eine kurze Zusammenfassung der Story: In Dead Space schlüpft man in die Polygonhaut von Ingenieur Isaac Clarke, der mit seinem Team auf dem riesigen Bergbau-Raumschiff USG Ishimura die Kommunikation wiederherstellen soll. Was nach Routine klingt, entwickelt sich jedoch gleich nach seiner Ankunft zum brutalen Überlebenskampf. Überall treiben sich schrecklich entstellte Kreaturen herum, die sogenannten Nekromorphs. Sie einfach über den Haufen zu schießen, hat keinen Sinn, denn die Biester regenerieren sich rasend schnell. Da hilft nur eins: Die Gliedmaßen abknallen und zum Todesstoß ansetzen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die Viecher sind sehr agil und entsprechend gefährlich. Die mannsgroßen Monster greifen blitzschnell mit ihren messerscharfen Armen an. Daher sollten die ersten Schüsse aus dem Plasmacutter, einer Art Handfeuerwaffe, Richtung Beine gehen. Danach kommen die übrigen Gliedmaßen und schließlich der Kopf an die Reihe. Andere Mutationen verschießen Säure oder krabbeln an der Wand entlang. Da helfen auch keine präzisen Schüsse mehr. Zum Glück hat Isaacs Anzug nützliche Extras eingebaut: Mittels begrenzter Stase-Energie kann man einzelne Kreaturen extrem verlangsamen oder man schleudert ihnen via Kinese Explosionsfässer ins Gesicht. Am Boden liegende Gegner sollte man unbedingt einen Fußstampfer verpassen, da Leichen nützliche Gegenstände wie Munition oder Medipacks fallen lassen. Beides ist im Spiel Mangelware. Die Alternative: Kabinen oder Schränke durchsuchen. Bereits auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad sollte man nur gezielt seine Waffe einsetzen. Im späteren Verlauf der Kampagne kann man mit gefundenen Credits Munition oder Upgrades käuflich erwerben. Sogenannte Knoten erlauben Upgrades in Bereichen wie Feuerkraft und Munitionskapazität, die ebenfalls höchst willkommen sind. Neue Waffen wie Automatikgewehr, Laser oder Flammenwerfer stellen ebenfalls eine große Hilfe dar.

Unser Testvideo zum Dead Space Remake



Dichte Atmosphäre


Für das Remake setzte das Entwicklerteam auf die hauseigene Frostbite-Engine, welche einen fantastischen Eindruck hinterlässt. Sämtliche Locations wie zum Beispiel Hangar, Krankenstation, Maschinenraum oder Abbaubereich haben einen ganz individuellen Look. Darüber hinaus sorgt der neue Grafikmotor für sehr schicke Charaktere und großartige Animationen. Massig Details wie herumliegende Kisten, verstreute Dokumente, schmutziges Geschirr oder getragene Uniformen erinnern daran, dass auf der Ishimura einst geforscht und gearbeitet wurde. Das Spiel aus Licht und Schatten ist auch 2023 ein echtes Highlight. Für noch mehr schicke Effekte sorgt die Implementierung von Raytracing. Akustisch ist Dead Space eine Wucht. Vor allem mit Kopfhörern und 3D-Sound zehrt der Überlebenskampf an den Nerven. Ständig hört man Schreie und Geräusche aus dem Hintergrund. Gleichzeitig kratzt, knarzt und keucht es ganz in Nähe von Isaac. Zusammen mit vielen Veränderungen im Detail, sei es die Steuerung oder die Umgestaltung eines Posters an der Wand, fühlt sich Dead Space gleichsam frisch und vertraut an. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass Studio Motive dem Remake neue Inhalte wie beispielsweise zusätzliche Wegrouten spendiert hat.
Das Dead Space Remake ist seit dem 27.01.2023 für 59,95 Euro erhältlich.

Fazit & Wertung

Christoph meint: So muss ein Remake sein!

Obwohl das Spielejahr 2023 noch sehr jung ist, kann ich schon jetzt sagen bzw. schreiben: Das Dead Space Remake gehört zu einem meiner/der Highlights! Publisher EA hat Entwicklerteam Motive ausreichend Zeit (und wahrscheinlich auch Geld) für ein großartiges Remake gegeben. Dead Space war 2008 ein wahrer Resident-Evil-Killer - das sieht 15 Jahre später nicht anders aus. Nicht nur im technischen Aspekt ist die Neuauflage gelungen, sondern auch die zahlreichen Detailverbesserungen bei Gameplay und Steuerung wissen zu gefallen. Dank der Modernisierung ist Dead Space (1) noch gruseliger, intensiver und spannender. Für Fans ist das Remake daher ein Pflichtkauf und auch Liebhaber des Genres können bedenkenlos zugreifen.

93%
Grafik
9
Sound
10
Bedienung
9
Spielspaß
9
Atmosphäre
10
Preis/Umfang
8
Richtig gut
  • tolle Animationen
  • fantastisches Licht- und Schattenspiel
  • exzellente Soundkulisse
  • sehr gute Synchronsprecher
  • abwechslungsreiches Waffen- und Gegnerarsenal
  • sinnvolle Gameplay-Neuerungen
  • taktische Zerstückelung als Kernelement
  • elegant integrierte Anzeigen
  • 1A Mix aus Action, Horror und Erkundung
  • fünf Schwierigkeitsgrade
  • zahlreiche Komfortverbesserungen
  • recht spannende Story
  • 12 Stunden Spielzeit
  • 3 optionale Nebenmissionen
  • New Game Plus-Modus mit alternativem Ende
  • Teil 2 enthalten
Verbesserungswürdig
  • teils repetitive Aufgaben
  • die letzten 2-3 Stunden sind etwas schwächer als der Rest des Spiels
Anforderungen
PC MINDESTANFORDERUNGEN:
• Setzt 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem voraus
• Betriebssystem: Window 10 64-bit +
• Prozessor: Ryzen 5 2600x, Core i5 8600
• Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
• Grafik: AMD RX 5700, GTX 1070
• DirectX: Version 12
• Netzwerk: Breitband-Internetverbindung
• Speicherplatz: 50 GB verfügbarer Speicherplatz
• Zusätzliche Anmerkungen: 50GB SATA SSD

• Microsoft Xbox Series X|S Konsole
• Sony PlayStation 5 Konsole
Getestet für
PC
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN <3), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne alte Star Trek Serien.

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