beyerdynamic Custom Game Gaming Headset - Test/Review (+Video)
Der bekannte Audio-Experte beyerdynamic hat sein Sortiment um das neue „Custom Game“ erweitert.
Von Christoph Miklos am 15.03.2017 - 19:26 Uhr

Fakten

Hersteller

beyerdynamic

Release

März 2017

Produkt

Headset

Preis

ab 199 Euro

Webseite

Media (9)

Einleitung und Datenblatt

Einleitung
Der bekannte Audio-Experte beyerdynamic hat sein Sortiment um das neue „Custom Game“ erweitert. Wir haben das High-End Gaming-Headset auf den Prüfstand gestellt. Über beyerdynamic
Firmengründer Eugen Beyer legte den Grundstein für die Entwicklung von beyerdynamic zum internationalen Audiospezialisten. Er präsentierte 1937 den ersten dynamischen Kopfhörer (DT 48) im Markt und brachte kurz darauf das erste dynamische Mikrofon (M 19) zur Serienreife. Nach dem Tod Eugen Beyers übernahm sein Sohn Fred 1959 das Unternehmen und setzte die Innovationskraft in der nächsten Familiengeneration fort. Seine Entscheidung, in das Konferenztechnikgeschäft einzusteigen und den Ausbau der Vertriebsaktivitäten weltweit zu forcieren, sichert bis heute wichtige Standbeine des Unternehmens. Seit 2003 leitet Dipl.-Ing. Wolfgang Luckhardt als Alleingeschäftsführer das Unternehmen.
Datenblatt
• Bauart: Kopfhörer (Over-Ear) • Bauform: Kopfbügel • Prinzip: geschlossen • Mikrofon: Mikrofonarm • Schnittstelle: 3.5mm, 2x 3.5mm, 6.35mm • Frequenzbereich: 5Hz-35kHz • Impedanz: 16Ω • Empfindlichkeit: 96dB • Kabel: 1.2m, einseitig, austauschbar, Kabelverlängerung (1.2m) • Gewicht: 282g • Farbe: schwarz • Besonderheiten: Lautstärkeregler
Testplattform
• Mainboard: ASUS ROG Strix X99 Gaming • Prozessor: Intel Core i7-5960X Extreme Edition @ 8x 4.0 GHz • Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LPX DIMM Kit 32GB, DDR4-2800 • Grafikkarte: 2x EVGA GeForce GTX 1080 SC Gaming ACX 3.0 • Prozessorkühler: Alpenföhn Olymp • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W • Soundkarte: Creative Sound Blaster Z • Festplatten: 2x OCZ Vector 180 960GB • Gehäuse: Corsair Graphite Series 760T • Laufwerke: Samsung Blu-ray DVD-/RW • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit • Monitor: ASUS MG279Q • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Sonstiges: diverse Computerspiele, Audio-CDs und DVD-Filme

Testbericht

Verarbeitung
Unser Testmuster kommt in einem schlichten aber äußerst stabilen Karton bei uns in der Redaktion an. Bereits die Gestaltung des Custom Game zeigt die enge Verwandtschaft zu den Hi-Fi Kopfhörern, womit das Design gleichermaßen edel und funktionell ausfällt. Das Headset bietet eine überragende Verarbeitungsqualität mit stabilen Metallträgern, einem weiten Verstellbereich, großen Ohrmuscheln und vor allem eine sehr bequeme Kunstlederpolsterung. Die gesamte Konstruktion ist sehr robust gestaltet und damit selbst im harten eSport-Alltag für eine lange Einsatzdauer ausgelegt. Das Mikrofon ist fix mit dem Audiokabel verbunden und wird am linken Kopfhörer angesteckt. Der relativ dünne Kunststoffarm zeigt sich sehr flexibel und lässt sich gut justieren, sodass das Mikrofon korrekt eingestellt werden kann. Das Gewicht von knapp 300 Gramm spiegelt die hochwertige Verarbeitungsqualität des Headsets wieder. Das 1,2+1,2 Meter lange Audiokabel bietet ausreichend Spielraum. Am Kabel findet man eine kompakte Lautstärkeregelung. Insgesamt hinterlässt das beyerdynamic Custom Game einen mehr als positiven Eindruck in puncto Qualitätsgüte. Klang
Der Anschluss des Headsets erfolgt wahlweise über eine Single- oder Doppel-3.5-mm-Klinke (Smartphone, Tablet oder PC). Die Lautsprecher befinden sich in geschlossenen Gehäusen, welche gut isoliert sind, um Außengeräusche in einem hohen Maß zu dämpfen. Als Kopfhörer eingesetzt, bietet dies zugleich den Vorteil, auch die Umgebung selbst bei lautem Musikgenuss nicht zu belästigen. Für die Wiedergabe sorgen hochwertige Neodym-Magnete mit 53-mm-Durchmesser. Der Frequenzbereich deckt das menschliche Hörvermögen mit 5 Hz bis 35 KHz ab. Die Impedanz beträgt 16 Ohm. In unserem Alltagstest (Battlefield 1, Counter-Strike: Global Offensive, Overwatch, Blu-ray-Filme und Audio-CDs) schlägt sich das Headset sehr gut. Das Klangbild fällt überaus authentisch (man könnte auch „realistisch“ schreiben) aus. Hohe Tonlagen sowie mittlere Tonlagen werden klar wiedergegeben - der dynamische Bass ist knackig aber zu keinem Zeitpunkt übertrieben „hart“. Praktisch: per Vierstufenregler an den beiden Kopfhörern kann man die Bassintensität anpassen (von sehr wenig bis sehr kraftvoll).
Tragekomfort
Dank der angenehmen Ohrkissen eignet sich unser Testmuster ideal für lange Spielzeiten. Selbst nach mehr als sechs Stunden konnten wir keine Schmerzen an den Ohren feststellen, was wiederum für den hohen Tragekomfort unseres Testmusters spricht. Der hohe Anpressdruck sorgt dafür, dass das Headset auch bei schnellen Kopfbewegungen bombenfest sitzt. Einen weiteren Pluspunkt bekommt das Headset für den verstellbaren Kopfbügel, der den Komfort zusätzlich unterstreicht. Sprachqualität
Die Sprachqualität des Mikrofons überprüften wir wie immer mit den aktuellen Skype-, Teamspeak- und Ventrilo-Versionen. In sämtlichen VOIP-Programmen wurde unsere Stimme ohne Verzerrungen oder nervige Hintergrundgeräusche durch das Internet übermittelt.
Preis und Verfügbarkeit
Das beyerdynamic Custom Game ist an sofort für knapp 200 Euro (Stand: 15.03.2017) im Handel erhältlich.

Testvideo


Fazit und Wertung

Christoph meint: Klare Kaufempfehlung der Redaktion!

Hersteller beyerdynamic liefert mit dem neuen Custom Game ein klasse Headset für Gamer ab. Für knapp 200 Euro bietet das Custom Game eine exzellente Verarbeitungsqualität, einen hohe Tragekomfort und lässt puncto Soundqualität kaum Raum für Kritik. Auch das sehr gute Mikrofon und das ausreichend lange Audiokabel sprechen für den Kauf unseres Testmusters. beyerdynamic hat sich beim Custom Game keine gravierenden Patzer erlaubt. Somit können wir bedenkenlos eine Kaufempfehlung für das hochwertige Headset aussprechen.

90%
Verarbeitung
10
Klang
10
Tragekomfort
9
Mikrofon
9
Anbindung
9
Preis
8
Richtig gut
  • top Verarbeitung
  • klare Höhen und Mitten
  • kräftiger und dynamischer Bass (anpassbar)
  • Seitenteile anpassbar
  • angenehmes Gewicht
  • hoher Tragekomfort
  • flexibles Mikrofon
  • Sprachqualität
  • ausreichend langes Audiokabel
Verbesserungswürdig
  • Kunstleder sorgt für schwitzende Ohren
  • Mikrofon mit dem Audiokabel verbunden
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN <3), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne alte Star Trek Serien.

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