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Fakten
Plattform
PC
Publisher
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Release
18.09 2018
Genre
Adventure
Typ
Vollversion
Pegi
16
Webseite
Preis
24,90 Euro
Media (13)
Schritt um Schritt, Glitch um Glitch
Außerdem finden wir ab und an Videologs. Das sind dann kurze Ausschnitte des Familienlebens oder Videotagebücher, allerdings als Live Action-Filmchen umgesetzt. So weit, so stimmig. Wir bemerkten im Test allerdings rasch, dass wir mit zu viel Erwartung an Transference herangegangen sind. Kaum finden wir ein Datum in der Spielwelt, versuchen wir es uns zu merken. Vielleicht wird das für ein Rätsel nochmal wichtig! Wird es nicht. Namen, Zahlen, Infos, alles was wir potenziell gebrauchen könnten, braucht Transference einfach nicht von uns. Und wenn wir dann doch einmal etwas wissen müssen, wird es uns so simpel ins Gesicht gedrückt, dass wir gar nicht umhinkommen, es im richtigen Moment zu wissen. Mit einem minimalistischen Set an Möglichkeiten versuchen wir also Ordnung in eine Welt voller dunkler Glitches und Unordnung zu bringen. Warum genau ist das nicht einfach ein Walkingsimulator?
Optisch stellen Ubisoft und SpectreVision keine neuen Rekorde auf, die Mischung aus Live Action Clips und solider Grafik sorgt jedoch keinesfalls für einen schlechten Eindruck. Wir würden euch gerne ein paar Einzelheiten zu den wirklich gut inszenierten Hintergrundgeschichten der Familienmitglieder erzählen, denn durch die Objekte und Videologs erlangen wir zum Teil extrem fein gestaltete Einblicke in deren Welt. Alles auf Deutsch, wenn wir das wollen, mit exzellenten Sprechern synchronisiert! Aber dadurch kommen wir zu einem anderen Problem von Transference: Der Spielzeit. Nach 2 ½ Stunden kann alles schon vorbei sein. Jedes bisschen Information, dass wir euch jetzt also geben würden, würde von dieser geringen Dauer nochmal fünf Minuten des Entdeckens abziehen. Nimmt man dazu noch das recht eindimensionale, sich nicht entwickelnde Gameplay dazu, sind 25 Euro ein sehr steiler Preis für Transference. Wer eine VR-Brille besitzt, kann sich der Wohnung der Familie Hayes auch in der virtuellen Realität stellen, ein Muss ist dies jedoch nicht. Außerdem ist uns in der überschaubaren Spielzeit auch nur ein Bug begegnet! Das ist doch auch irgendwie was.
Lars meint: Ehrgeizig, aber weiter hinter anderen Horrortiteln zurück!
“Es ist schwierig auszumachen, für wen Transference eigentlich gemacht ist. Fans des gepflegten Gruselns werden hier nur müde Gähnen, dank der klischeehaften Palette an Schockmomenten. Vielleicht ja für Neulinge auf dem Parkett des Horrors? Die ergrauten Effekte sind weitaus weniger angsteinflößend als man es von Genrekollegen wie Amnesia oder SOMA kennt. Zumindest ohne die VR-Brille! Mit wird Transference, natürlich, ein Stück intensiver, hängt aber dennoch zurück. Elijah Wood sagte in einem Interview, dass Transference kein Film in der Form eines Videospiel sein soll, trotzdem kommt es so ziemlich als genau das daher. Die absolut gelungene Inszenierung der Hintergrundgeschichte wird somit vom flachen Gameplay und ausgelutschten Effekten wieder runtergezogen.
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