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Inhalt
Fakten
Hersteller
Sony
Release
Oktober 2025
Produkt
Headset
Preis
ab 288,90 Euro
Webseite
Media (13)
Der Kopfbügel wurde für eine bessere Gewichtsverteilung im Vergleich zur ersten Version redesignt. Ein dünner Stahlrahmen ist in Stoff gehüllt, darunter sitzt ein verstellbares, gepolstertes Kunstlederkissen. Die großen, runden Ohrmuscheln haben eine großzügige Polsterung mit viel Tiefe. Das verwendete Mesh-Gewebe trägt sich angenehm. Die Ohrmuscheln lassen sich komplett in beide Richtungen flach drehen. Zusammenklappen lässt sich der Kopfhörer aber nicht.
Das abnehmbare (3.5-mm-Klinkenstecker) und sehr flexible Mikrofon mit Popfilter befindet sich auf der linken Seite. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.
Unser Testmuster lässt sich auf verschiedene Arten nutzen bzw. verbinden. PC- und Konsolen-Zocker sollten den beiliegenden 2.4-GHz-USB-Dongle nutzen, der für eine komplett latenzfreie Funkverbindung sorgt. Alternativ unterstützt unser Testmuster Bluetooth mit den Standard-Codecs SBC und AAC. Mit Bluetooth 5.3 gibt es LE-Audio für längere Akkulaufzeit und besseren Sound dank LC3-Codec. Hinzu kommen Features wie Multi-Device und Broadcast-Streaming via Auracast. Multipoint fehlt zwar, aber man kann das Headset gleichzeitig via Bluetooth und Funk verbinden. Ebenfalls mit von der Partie ist eine analoge Verbindung mit dem mitgelieferten 3.5-mm-Klinken-Audiokabel. Das ist praktisch für Handheld-Systeme oder den Anschluss am Controller.
Laut Hersteller beläuft sich die maximale Akkulaufzeit auf 30 Stunden ohne ANC-Funktion. In unserem Test mit ANC, 2.4-GHz-Funk und mittlerer Lautstärke kamen wir auf eine Laufzeit von knapp 19 Stunden. Das ist OK aber keine Spitzenleistung. Das Headset wird mittels beiliegendem USB-C-Kabel aufgeladen. Eine Vollaufladung nimmt 3.5 Stunden in Anspruch - fünf Minuten Schnellladen reichen für drei Stunden Spielzeit. Das Headset kann während des Ladens weiter genutzt werden.
Thema ANC: Das Sony INZONE H9 II hat eine gute ANC-Technik mit im Gepäck. Das System filtert zuverlässig monotone Umgebungsgeräusche wie Lüfter oder Straßenlärm. Tastaturklackern und Stimmen werden gedämpft, aber nicht vollständig unterdrückt, was für ein Wireless-Gaming-Headset absolut in Ordnung ist. Ein weiterer Pluspunkt: Im Stillen ist nur ein leichtes Grundrauschen vernehmbar, die Klangqualität bleibt unverändert und auch das häufig vorkommende Druckgefühl macht sich nicht bemerkbar. Einen vollwertigen Transparenz-Modus bietet das Audiogerät nicht. Immerhin: Es gibt einen Ambient-Modus, der mehr Außengeräusche reinlässt.
Die Bedienung ist einfach und erfolgt direkt am Headset. Rechts finden sich die Game-/Chat-Balance, der Power-Button und eine Bluetooth-Pairing-Taste. Links gib es einen Schalter zum Wechseln zwischen aktivem Noise Cancelling (ANC), Ambient-Sound-Modus und normalem Modus. Dazu ein Lautstärke-Rad, USB-C-Ladebuchse und Mikrofonanschluss. Das Mikrofon ist, wie bereits erwähnt, abnehmbar, ein großer Stummschaltknopf sitzt oben auf der linken Ohrmuschel.
Noch mehr Funktionen gibt es per Smartphone-App und/oder Desktop-Software. Im „Inzone Hub“ findet man sehr übersichtlich sämtliche Anpassungsmöglichkeiten: Equalizer, Noise Canceling und Mikrofoneinstellungen. Bei den EQ-Presets sind einige FPS-spezifische vorhanden. Ein Custom-EQ mit 10-Band-Slidern ist ebenfalls am Start. Das H9 II ist mit der Sony Sound Connect App auf Mobilgeräten kompatibel. Sie hat dieselben Funktionen wie der Inzone Hub am PC, aber der Hauptvorteil: EQ-Presets lassen sich im Headset selbst speichern. So kann man die EQ-Einstellungen zum Beispiel auch an den Konsolen nutzen.
Der ausgewogene Anpressdruck macht da Audioprodukt auch für Brillenträger interessant. Ebenfalls erfreulich: Dank des Mesh-Gewebes bekommen die Ohren frische Luft.
Logitech G Astro A20 X
Christoph meint: Angesichts von knapp 300 Euro richtet sich das INZONE H9 II klar an anspruchsvolle Gamer, die Wert auf Komfort, gute Abschirmung und präzise In-Game-Akustik legen. Wer ein vielseitiges Allround-Headset für Musik und Multimedia sucht, findet bessere Alternativen – als hochwertiges Wireless-Gaming-Headset gehört das Sony INZONE H9 II jedoch zur oberen Liga!
“Das Sony INZONE H9 II positioniert sich klar als Premium-Wireless-Gaming-Headset mit starkem Fokus auf kompetitives Spielen. Sony überzeugt mit einer sehr hochwertigen Verarbeitung, hohem Tragekomfort auch bei langen Sessions und einer durchdachten Bedienung direkt am Headset wie auch über die Software. Besonders positiv fallen die bekannten WH-1000XM6-Treiber auf, die für klare Höhen, präzise Ortung im Spiel und einen kräftigen, kontrollierten Bass sorgen. Gerade in Shootern spielt das H9 II seine Stärken aus und liefert ein souveränes, auf Gaming optimiertes Klangbild.
Ebenfalls auf hohem Niveau bewegen sich die Funktechnik mit latenzfreiem 2.4-GHz-Dongle, die Dual-Connection-Option sowie das für ein Gaming-Headset sehr gut umgesetzte Active Noise Cancelling. Das ANC filtert störende Dauergeräusche effektiv, ohne den Klang negativ zu beeinflussen oder ein unangenehmes Druckgefühl zu erzeugen. Die Software-Anbindung mit speicherbaren EQ-Profilen ist praxisnah gelöst und macht das Headset auch an Konsolen flexibel einsetzbar. Abgerundet wird der starke Gesamteindruck durch ein überzeugendes Mikrofon mit klarer, verständlicher Sprachübertragung.
Kritikpunkte bleiben dennoch: Die Akkulaufzeit mit aktiviertem ANC ist lediglich durchschnittlich, im Mitteltonbereich fehlt es dem Klang an Feinschliff für Musik- und Filmgenuss, und ein vollwertiger Transparenz-Modus wäre bei diesem Preis wünschenswert.
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