Sony INZONE H9 II - Test/Review
Bereits letztes Jahr im Sommer hat Sony sein neustes Gaming-Headset-Flaggschiff vorgestellt: das Inzone H9 II. Das Audioprodukt setzt auf die hochwertigen Sony WH-1000XM6 Treibereinheiten, eine ANC- sowie Dual-Connection-Technik.
Von Christoph Miklos am 26.01.2026 - 06:32 Uhr

Fakten

Hersteller

Sony

Release

Oktober 2025

Produkt

Headset

Preis

ab 288,90 Euro

Webseite

Media (13)

Verarbeitung & Technik


Verarbeitung & Bedienung


Unser Testmuster kommt, wie vom Hersteller gewohnt, in einem stabilen und farblich bedruckten Karton in unserer Redaktion an. Das Headset mit wahlweise schwarzer oder weißer Beschichtung wurde fast komplett aus ABS-Kunststoff gefertigt und bringt gerade einmal 260 Gramm (inklusive Akku) auf die Waage. Im ersten Moment wirkt das Audioprodukt etwas billig, doch das täuscht: alle Bauteile sind nämlich äußerst stabil und damit selbst im harten eSport-Alltag für eine lange Einsatzdauer ausgelegt. Der Kopfbügel wurde für eine bessere Gewichtsverteilung im Vergleich zur ersten Version redesignt. Ein dünner Stahlrahmen ist in Stoff gehüllt, darunter sitzt ein verstellbares, gepolstertes Kunstlederkissen. Die großen, runden Ohrmuscheln haben eine großzügige Polsterung mit viel Tiefe. Das verwendete Mesh-Gewebe trägt sich angenehm. Die Ohrmuscheln lassen sich komplett in beide Richtungen flach drehen. Zusammenklappen lässt sich der Kopfhörer aber nicht. Das abnehmbare (3.5-mm-Klinkenstecker) und sehr flexible Mikrofon mit Popfilter befindet sich auf der linken Seite. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.

Zum Lieferumfang gehören:
• INZONE H9 II-Headset • USB-C 2.4-GHz Transceiver / Dongle • 1.8m USB-C-Kabel (USB-A auf USB-C) • Abnehmbares Boom-Mikrofon (mit Windschutz) • 1.8m Kopfhörer-/Audiokabel (3.5-mm-Klinke) • weiche Tragetasche / Schutzbeutel • Dokumentation / Bedienungsanleitung / Garantieinfos

Technik


Die Lautsprecher befinden sich in geschlossenen Gehäusen, welche gut isoliert sind, um Außengeräusche in einem hohen Maß zu dämpfen. Als Kopfhörer eingesetzt, bietet dies zugleich den Vorteil, die Umgebung selbst bei lautem Musikgenuss nicht zu belästigen. Das Highlight sind definitiv die verbauten Treibereinheiten: Es handelt sich nämlich hierbei um dieselben 30-mm-Treiber wie die WH-1000XM6-Kopfhörer nutzen. Der Frequenzbereich deckt das menschliche Hörvermögen mit 5 Hz bis 20 kHz ab. Der Hersteller bescheinigt dem Kopfhörer eine Impedanz von 440 Ohm. Unser Testmuster lässt sich auf verschiedene Arten nutzen bzw. verbinden. PC- und Konsolen-Zocker sollten den beiliegenden 2.4-GHz-USB-Dongle nutzen, der für eine komplett latenzfreie Funkverbindung sorgt. Alternativ unterstützt unser Testmuster Bluetooth mit den Standard-Codecs SBC und AAC. Mit Bluetooth 5.3 gibt es LE-Audio für längere Akkulaufzeit und besseren Sound dank LC3-Codec. Hinzu kommen Features wie Multi-Device und Broadcast-Streaming via Auracast. Multipoint fehlt zwar, aber man kann das Headset gleichzeitig via Bluetooth und Funk verbinden. Ebenfalls mit von der Partie ist eine analoge Verbindung mit dem mitgelieferten 3.5-mm-Klinken-Audiokabel. Das ist praktisch für Handheld-Systeme oder den Anschluss am Controller. Laut Hersteller beläuft sich die maximale Akkulaufzeit auf 30 Stunden ohne ANC-Funktion. In unserem Test mit ANC, 2.4-GHz-Funk und mittlerer Lautstärke kamen wir auf eine Laufzeit von knapp 19 Stunden. Das ist OK aber keine Spitzenleistung. Das Headset wird mittels beiliegendem USB-C-Kabel aufgeladen. Eine Vollaufladung nimmt 3.5 Stunden in Anspruch - fünf Minuten Schnellladen reichen für drei Stunden Spielzeit. Das Headset kann während des Ladens weiter genutzt werden. Thema ANC: Das Sony INZONE H9 II hat eine gute ANC-Technik mit im Gepäck. Das System filtert zuverlässig monotone Umgebungsgeräusche wie Lüfter oder Straßenlärm. Tastaturklackern und Stimmen werden gedämpft, aber nicht vollständig unterdrückt, was für ein Wireless-Gaming-Headset absolut in Ordnung ist. Ein weiterer Pluspunkt: Im Stillen ist nur ein leichtes Grundrauschen vernehmbar, die Klangqualität bleibt unverändert und auch das häufig vorkommende Druckgefühl macht sich nicht bemerkbar. Einen vollwertigen Transparenz-Modus bietet das Audiogerät nicht. Immerhin: Es gibt einen Ambient-Modus, der mehr Außengeräusche reinlässt.

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