Alle Ergebnisse
Fakten
Plattform
PC
Publisher
Obsidian Entertainment
Entwickler
Obsidian Entertainment
Release
08.05 2018
Genre
Rollenspiel
Typ
Vollversion
Pegi
16
Webseite
Preis
45,99 Euro
Media (14)
Denn noch immer spielen wir den Wächter von Caed Nua, jenen mit Göttern und Seelen kommunizierenden Burgherren, den wir bereits einmal durch ein Abenteuer geleitet haben. Aber keine Sorge, wir streifen nicht erneut durch den Dyrwald. Alles beginnt an einem ganz normalen Tag, den wir auf unserer Burg verbringen, als plötzlich die Erde zu beben beginnt. Der riesige Koloss aus Adra, einem magischen Material, der unter unserer Festung im Erdreich schlummert, beginnt sich träge zu bewegen. Chaos entbrennt, Leute sterben und unsere Heimat wird vollkommen vernichtet. Wir sind davon nicht ausgenommen – sondern sterben. Und vielleicht wäre es das auch schon gewesen, hätten wir nicht so eine besondere Rolle in vergangenen Ereignissen gespielt.
Statt schlicht im Jenseits zu verschwinden, sitzen wir unversehens Berath, dem Gott des Todes in Form einer schwarz gerüsteten Ritterin, gegenüber. Sie erklärt uns, dass niemand anderes als der tote Gott Eorthas von der riesigen Statue Besitz ergriffen hat! Doch nicht einmal die Götter wissen, wie es dazu gekommen ist oder was Eorthas mit seiner neu gewonnenen Existenz anstellen will. Also schicken sie einen fähigen Informanten hinaus in die Welt: Uns! Nach unserem Erwachen hängen wir auch schon an den Fersen des gigantischen Gottes, dessen Schritte ihn zielstrebig über das Meer tragen, zu einer verstreuten Ansammlung hunderter Inseln, die auch schon so genug Probleme mit Piraten, Handelsgesellschaften und unerklärlichen Ereignissen hat. Willkommen im Todesfeuer-Archipel!
Apropos Schiff: Das rüsten wir aus, wie einen Charakter in einem klassischen RPG. Von verschiedenen Segeln und Kanonen über den Namen bis hin zu den richtigen Einsatzstellen für unsere in Häfen angeworbenen Matrosen, alles liegt in unserer Hand. Außerdem müssen wir Vorräte managen, damit uns nicht mitten im Nirgendwo Nahrung und Kanonenkugeln ausgehen! Lassen wir das Meer einmal hinter uns und erkunden die Inseln des Archipels, macht Pillars of Eternity II da weiter, wo der erste Teil aufgehört hat. Zunächst erstellen wir unseren Charakter, wobei uns die gleichen Klassen wie im Vorgänger zur Verfügung stehen. Mit einer Gruppe von fünf Helden lösen wir dann Probleme für Reisende und Einheimische, streifen durch finstere Dungeons und erschlagen Monster an allen Ecken und Enden. Mit der Erfahrung, die wir dabei erhalten, erreichen wir höhere Charakterstufen, die Zugang zu neuen Fähigkeiten und Werteverbesserungen gewähren. Außerdem fällt immer mal wieder neue Ausrüstung für unsere Gruppe ab, damit der nächste Kampf noch eine Ecke leichter fällt.
Diese werden übrigens in Echtzeit abgehandelt, können aber jederzeit pausiert werden, um das weitere Vorgehen zu planen oder zu entscheiden, welcher Charakter welchen Skill anwendet. Wollen wir nicht alles selber steuern, legen wir für unsere Gefährten ein AI-Verhalten fest. Da sich nicht alles um den Kampf dreht, manövrieren wir auch durch andere Encounter. Dabei fallen oft Skillchecks an. Haben wir den erforderlichen Schwellenwert in einer bestimmten Disziplin erreicht, bestehen wir. Sind wir nicht gut genug, kann es immerhin noch Teilerfolge geben. Pillars of Eternity II greift also wieder deutlich das Feeling gängiger P&P-Systeme auf.
Da unsere Taten Konsequenzen haben, sammeln wir nebenher noch Ruf bei den verschiedenen Fraktionen des Todesfeuer-Archipels. Unterstützen wir eine der Handelsgesellschaften und deren Interessen? Stehen wir auf der Seite der unteren Kasten? Oder werfen wir uns mit Leib und Seele in das Leben als Freibeuter? All das entscheidet, wie die Leute auf uns reagieren. Vielleicht will zum Beispiel ein Priester nicht mit uns reden, weil er gehört hat, dass wir die ganze Zeit mit den Verbrecherbossen der Slums abhängen. Es gibt also immer etwas zu tun, wobei es erfreulich ist, dass Pillars of Eternity II nicht ständig in Extreme verfällt. Nur weil wir eine Quest auf eine bestimmte Art und Weise lösen, heißt das nicht, dass nicht auch die andere Seite ihren Nutzen daraus ziehen kann.
Lars meint: Segel setzen! Deadfire am Horizont!
“Zugegeben, Obsidian sind nicht die ersten Entwickler, die ihre Spielereihe mit Kanonen und Karibikflair aufmotzen. Aber sie machen es eben verdammt gut. Wir haben so viel zu entdecken, einen ganzen Laderaum an gut erzählten Quests und die passende, liebevoll erstellte Optik dazu. Tatsächlich haben wir uns mehr als einmal gefragt, wo all die Stunden hin sind, wenn wir voll im Questrausch waren. Das tröstet uns dann auch über die kleinen Schnitzer in der deutschen Textversion hinweg. Veteranen dürfen sich also auf altgewohnte Pillars of Eternity-Qualität freuen. Neulinge der Reihe werden es etwas holpriger haben, aber das nimmt dem Spiel nichts von seinem Charme. Und wer jetzt noch nicht interessiert ist, dem sei gesagt: Ein Ausrüstungsslot unseres Charakters ist für Haustiere wie Hunde und Katzen reserviert!
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