Alle Ergebnisse
Fakten
Plattform
PC
Publisher
Deep Silver
Entwickler
Owlcat Games
Release
25.09 2018
Genre
Rollenspiel
Typ
Vollversion
Pegi
12
Webseite
Preis
ab 39,99 Euro
Media (10)
Das Recht zu herrschen
Dann geht es auch schon um das Überleben! Wollen wir zum Beispiel einen Gegner treffen, würfeln wir mit einem zwanzigseitigen Würfel, addieren Boni, die sich aus unseren Werten ergeben darauf und hoffen, über den Schwierigkeitsgrad des Gegners zu gelangen. Das alles macht Pathfinder in den pausierbaren automatisch für uns, wir geben lediglich die Befehle. So reisen wir von Punkt zu Punkt auf der Weltkarte durch unser zukünftiges Land.
Manchmal unterstützen wir als Landesherr auch die Bemühungen unserer Getreuen. Das ist bitter nötig, denn wir sollten immer ein Auge darauf haben, dass die Werte unserer neuen Heimat oben bleiben. Werte wie Kultur, Loyalität und Stabilität – fällt einer dieser Werte dann doch einmal auf 0, ist das Spiel ebenso vorbei wie wenn unsere Spielfigur im Kampf über den Jordan geschickt wird. Außerdem planen wir die Städte, die in unserem Reich gegründet werden. Jedes Gebäude bietet uns andere Vorteile und kann andere Gebäude verstärken. Eine Taverne neben einer Brauerei läuft einfach viel besser als ohne die Brauerei!
Begleitet wird das von einer rein englischen Synchronisation, die allerdings nur in manchen Story-Gesprächen vorkommt. Optisch bleibt Kingmaker klar hinter Genrekollegen wie Divinity: Original Sin 2 zurück, muss sich aber keinesfalls verstecken. Auch der passende Soundtrack macht einiges her. Dafür verstecken sich hier und da noch einige technischen Macken, denen wir im Test begegnet sind. Ungewöhnlich lange Ladezeiten zum Beispiel, oder enginebedingte Abstürze. Die Entwickler sind fleißig am Patchen, doch auch da lauern Gefahren. Manche Spieler beschweren sich über korrumpierte Spieldateien nach dem ein oder anderen Patch. Ganz ohne Macken ist Pathfinder: Kingmaker also noch nicht, trotzdem steckt hier spürbare Liebe der Entwickler und lange Spielzeit dahinter!
Lars meint: Technische Probleme, gutes Roleplaying – ein Diamond in the rough!
“Wenn man selbst Hand an Pathfinder: Kingmaker legt, kommen einem viele der Steambewertungen seltsam vor. Dort wird es als „unspielbar“ und „voller Bugs“ beschrieben. Bestätigen können wir das nicht. Klar, wie geschrieben gibt es noch einige technischen Fehler und die ein oder andere unpolierte Stelle. Das ändert allerdings nichts daran, dass Owlcat Games ein verdammt schickes Rollenspiel abliefert. Es fühlt sich stellenweise wirklich mehr wie eine P&P-Session an, statt wie ein PC-Spiel. Das Genre erfindet sich nicht neu, wird aber mit der Verwaltung des eigenen Reichs angenehm erweitert. Mit Liebe zum Detail und gut geschrieben Quests, Charakteren und Dialogen wird Kingmaker nicht nur eingesessene P&P-Veteranen fesseln. Außerdem: Wenn ihr das Kingmaker-Abenteuer bereits als P&P gespielt habt, dürft ihr euch auf zahlreiche sinnvolle Änderungen zum Originalscript freuen. Langweilig wird es also nicht! Wer sich allerdings nicht mit Bugs herumärgern will, sollte vielleicht noch ein, zwei Patches abwarten.
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