Luigis Mansion 3 - Test/Review
Schon seit über 30 Jahren steht Luigi im Schatten seines großen Bruders Mario. Doch Anfang 2001 hat sich das Blatt gewendet, wie Luigi seinen ersten Auftritt in „Luigi's Mansion“ auf dem Game Cube hatte.
Von Christoph Miklos am 09.11.2019 - 07:07 Uhr

Fakten

Plattformen

Switch Lite

Switch

Publisher

Nintendo

Entwickler

Nintendo

Release

31.10.2019

Genre

Adventure

Typ

Vollversion

Pegi

3

Webseite

Media (15)

Beste Geisterjäger

Schon seit über 30 Jahren steht Luigi im Schatten seines großen Bruders Mario. Doch Anfang 2001 hat sich das Blatt gewendet, wie Luigi seinen ersten Auftritt in „Luigi's Mansion“ auf dem Game Cube hatte. Das Spiel war ein voller Erfolg und daher folgte ein paar Jahre später der Nachfolger für Nintendo 3DS. Der dritte Teil der Reihe kombiniert nun die beliebtesten Elemente der Serie in einem Produkt. Ab sofort kann man unterwegs oder zu Hause, allein oder mit Freunden auf Geisterjagd gehen.
Perfekt kombiniert
Die Geschichte von Luigi's Mansion 3 ist schnell erzählt: Luigi, Mario und seine Freunde wurden von Sarah Schreck in ein schickes Luxushotel eingeladen, um dort nach all den Auseinandersetzungen mit Bowser ein wenig durchzuschnaufen. Was allerdings niemand der Gäste weiß: Sarah Schreck und ihre Angestellten führen nichts Gutes im Schilde. Schon in der ersten Nacht passiert es: Mario, Prinzessin Peach und die Toads werden entführt und in Bilder gebannt. Und wer darf wieder für Recht und Ordnung sorgen? Richtig, Luigi! Doch er macht das nicht allein. In den ersten Minuten trifft man nämlich auf Professor I. Gidd, der euch nicht nur mit allerlei Equipment, sondern auch schlauen Kommentaren durch das Abenteuer hilft. In den zahlreichen Stockwerken trifft man immer wieder auf Geister, die man in gewohnter LM-Manier einfängt: Kurz mit der Taschenlampe blenden und dann mit dem Schreckweg F-LU einfach aufsaugen. Es funktioniert ein bisschen so wie in Angelspielen. Doch mit dem dritten Teil hat Luigi einige neue Dinge gelernt. Man kann nämlich, während man die Gespenster einsaugt, die körperlosen Wesen wild in der Gegend umherschleudern und zusätzlich nicht nur andere Geister verletzen, sondern gleich das Mobiliar des Hotels zerlegen. Darüber hinaus beherrscht Luigi eine Stampfattacke sowie die Fähigkeit, Pömpel zu verschießen, die wiederum mit dem Schreckweg F-LU mittels einer Leine wieder eingesaugt werden können. Das Highlight ist aber „Fluigi“, bei dem es sich um ein glibberiges Ebenbild von Marios Bruder handelt. Grundsätzlich verfügt diese Gestalt über die gleichen Fähigkeiten, reagiert aber auf Wasser und andere äußere Einflüsse mit Auflösungserscheinungen. Dafür ist sie gegen manche Gefahren immun, was in einem interessanten Wechselspiel zwischen den beiden Figuren resultiert. Die im zweiten Teil eingeführte Düsterlampe, die verborgene Dinge enthüllt, ist ebenfalls mit von der Partie.
Alle diese neuen und alten Features wurden wunderbar in das Gameplay von Luigi's Mansion 3 eingebaut. So muss man mit Fluigi immer wieder Schalterrätsel lösen, und mit dem Pömpel lassen sich die Schilder von Gegnern entfernen.
Horrorhotel
Beim Leveldesign haben die Entwickler von Nintendo ganze Arbeit geleistet. Jede Etage im Hotel, insgesamt gibt es 15 Stockwerke und zwei Untergeschosse, kann als eigenständige Welt mit allerlei Geheimnissen betrachtet werden. Vom Fitness-Center und einer alten Burg über ein ganzes Filmstudio bis hin zu einer Pyramide findet man alles, was das Herz begehrt. Je weiter man das Hotel erforscht, umso mehr muss man die einzelnen Fähigkeiten von Luigi miteinander kombinieren. Der Schwierigkeitsgrad schwankt zwischen „kinderleicht“ und „da muss ich ein bisschen nachdenken“.
Multiplayer
In Luigi's Mansion 3 darf nicht nur allein und im Koop gegruselt werden, neben der Kampagne stehen auch diverse separate Mehrspielermodi zur Verfügung. Kooperativ darf man im Spiel sowieso jederzeit ran, wenn auch nur lokal - Fluigi macht's möglich. Aber auch abseits der Kampagne wartet der Gruseltrip mit Mehrspieleroptionen auf. Ebenfalls nur lokal verfügbar, also mit anderen Teilnehmern im selben Raum, ist der sogenannte Polterpark. Hinter diesem Namen verstecken sich drei kompetitive Minispiele für bis zu acht Teilnehmer. In denen gilt es, Geister für Punkte einzusaugen, mit Kanonenkugeln auf Zielscheiben zu feuern und mithilfe eines Schwimmreifens in einem Pool Münzen einzusammeln und Minen auszuweichen. Nett, aber belanglos. Deutlich interessanter ist der Wirrwarrturm. Hier trifft man in verschiedenen Stockwerken des titelgebenden Turms aufeinander und muss diverse Aufgaben lösen. Dann gilt es etwa, Geister zu fangen oder Toads zu retten. Grafik
In der knapp 20 Stunden langen Kampagne bekommt man eine sehr hübsche Grafik geboten. Der Stil ist gelungenen, die Texturqualität überzeugt und die Animationen sind flüssig und liebevoll gemacht. Auch die Akustik weiß zu gefallen - auch wenn es, Mario-typisch, keine echte Sprachausgabe gibt.
Luigi's Mansion 3 ist ab sofort für 44,95 Euro im Handel erhältlich.

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