KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Test/Review (+Video)
Wir durften ein Custom-Modell der neuen NVIDIA GeForce RTX 2080 von der Firma KFA2 auf den Prüfstand schicken.
Von Christoph Miklos am 21.10.2018 - 06:06 Uhr

Einleitung & Datenblatt

Einleitung
Wir durften ein Custom-Modell der neuen NVIDIA GeForce RTX 2080 von der Firma KFA2 auf den Prüfstand schicken. Mehr Details zur KFA2 GeForce RTX 2080 OC in unserem ausführlichen Testbericht! Über KFA2
Originally founded in 1994 as Galaxy Microsystems LTD and has grown exponentially in Hong Kong, Southeast Asia, China and Europe. After years of private labeling for many tier one brands in the US, in 2007 Galaxy entered the US etail and channel market. As consumer demand increased, Galaxy entered the retail space in 2009 to help further distribute their aggressively priced high quality cards. To better serve our growing global customer base, Galaxy along with its European brand KFA2 has undergone a overall brand update and refresh on product design in 2014 to form stronger portfolio for the worldwide marketplace.
Datenblatt
• Anschlüsse: 1x HDMI 2.0b, 3x DisplayPort 1.4, 1x USB-C mit DisplayPort 1.4 (VirtualLink) • Chip: TU104-400A-A1 "Turing" • Fertigung: 12nm • Chiptakt: 1515MHz, Boost: 1785MHz • Speicher: 8GB GDDR6, 1750MHz, 256bit, 448GB/s • Shader-Einheiten/TMUs/ROPs: 2944/184/64
• TDP: 215W (NVIDIA) • Externe Stromversorgung: 1x 8-Pin PCIe, 1x 6-Pin PCIe • Kühlung: 2x Axial-Lüfter (90mm) (RGB beleuchtet) • Gesamthöhe: Dual-Slot • Abmessungen: 283x139x41mm • Besonderheiten: Echtzeit-Raytracing (8GRays/s), Raytracing Cores (46), Tensor Cores (368), H.265 encode/decode, NVIDIA G-Sync, NVIDIA VR-Ready, NVIDIA NVLink, NVIDIA 2-Way-SLI (NVLink), HDCP 2.2, Backplate, LED-Beleuchtung (RGB), Boost-Takt übertaktet (+75MHz)
• Schnittstelle: PCIe 3.0 x16 • Rechenleistung: 10510GFLOPS (Single), 328GFLOPS (Double) • DirectX: 12.1 • OpenGL: 4.6 • OpenCL: 2.0 • Vulkan: 1.1.78 • Shader Modell: 6.1 • Herstellergarantie: zwei Jahre (Abwicklung über Händler)
Preis: 750 Euro (Stand: 21.10.2018)
Testplattform
• Prozessor: AMD Ryzen 7 2700X • Arbeitsspeicher: Ballistix Elite DIMM Kit 32GB, DDR4-3000 • Prozessorkühler: Alpenföhn Olymp • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W • Festplatten: 2x OCZ Vector 180 960GB / Samsung SSD SM961 256GB • Gehäuse: Corsair Graphite Series 760T • Laufwerke: Samsung Blu-ray DVD-/RW • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Treiber: GeForce 416.34 (NVIDIA), Radeon Adrenalin Edition 18.9.3 (AMD)

Die Karte im Detail

Verarbeitung und Technik
Die schwarze KFA2 GeForce RTX 2080 OC mit Plexiglas an der Oberseite setzt auf eine Dual-Slot-Bauweise und misst 283x139x41mm. Als Grafikchip kommt der TU104 (Turning) zum Einsatz, der im 12-nm-Verfahren von TSMC gefertigt wird. Die GPU ist 545 mm² groß und besitzt 13,6 Milliarden Transistoren. Es kommen insgesamt 2.944 Shader-Einheiten zum Einsatz. Für Textur- und Rasteroperationen hat die GPU 192 Textureinheiten und 64 Rasterendstufen. Der schnelle GDDR6-Speicher bietet Platz für acht Gigabyte Daten - das ist auch für aktuelle Spiele in 4K genug. Unser Testmuster taktet mit 1.515 MHz (GPU-Basistakt) bzw. 1.785 MHz (GPU-Mindest-Boosttakt). Der Grafikspeicher taktet mit 1.750 MHz.
Die hauseigene Kühlung erfolgt über einen Kühlkörper aus Aluminium, der von mehreren Kupfer-Heatpipes und zwei temperaturgesteuerten Axial-Lüftern (2x 90mm) unterstützt wird. Auf einen semipassiven Betrieb verzichtet der Hersteller. Strom wird über einen sechs- und einen achtpoligen PCIe-Stromstecker zugeführt. Als optisches Highlight dient die anpassbare RGB-Beleuchtung (Lüfter und Schriftzug). Für eine Bildübertragung von 4K-/Ultra-HD-Auflösungen bei 60 Hertz stehen insgesamt drei DisplayPort-1.4- und ein HDMI-2.0b-Anschluss bereit, wobei Letzterer über HDCP 2.2 verfügt und somit verschlüsselte Signale senden und empfangen kann (4K-Blu-Rays / 4K-Streams). Ein USB-C mit DisplayPort 1.4 (VirtualLink) ist ebenfalls vorhanden.
Puncto Verarbeitungsqualität gibt es an unserem Testmuster nichts zu bemängeln.
Raytracing
Das Highlight der neuen RTX-Grafikkarten ist die Funktion, Raytracing in Echtzeit zu berechnen. Zur Erklärung: Die Technologie bietet im Grunde eine realistische Simulation von Licht und damit einhergehend Schatten und Reflexionen. Da derzeit kein Spiel diese Technologie unterstützt, können wir keine Aussagen über Qualität und Performance von Raytracing in Spielen treffen.
DLSS
Ein weiteres Feature der RTX-Grafikkarten ist der Support von DLSS (Deep Learning Super Sampling). NVIDIA nutzt die eigene Cloud-Hardware in Form des SATURN-V-Supercomputers, um auf mehreren hundert oder gar tausenden Tesla V100 das Training der Deep-Learning-Netzwerke vorzunehmen. Ein sogenannter Temporal Stable Convolutional Autoencoder berechnet dazu 500 Milliarden FP16-Operationen pro Sekunde und erstellt 64 Samples, die als Basis einer idealen Darstellung herangezogen werden können. Das Deep-Learning-Netzwerk wird also in der Cloud trainiert und nicht jedes Spiel muss für die Anwendung von DLSS auch explizit trainiert werden. Ist das Netzwerk auf einige Spiele trainiert worden, kann der Algorithmus auch auf anderen Spielen angewendet werden. Das Inferencing findet dann auf der Turing-Hardware im Gaming-Rechner statt und wird durch die Tensor Cores unterstützt. Die dazu notwendigen Daten werden per GeForce Experience an den Rechner übertragen und sind nur wenige Megabyte groß. Allerdings würde damit auch die Installation der GeForce Experience zusätzlich zum Treiber notwendig und zudem verlangt dieser nach einem Login und kann nicht mehr einfach so betrieben werden.
Ansel RTX
Zusammen mit den neuen Karten der GeForce-RTX-20-Serie wird es auch neue Funktionen innerhalb der GeForce Experience bzw. der Ansel-Funktion geben. Diese fasst NVIDIA unter dem Begriff Ansel RTX zusammen. Unter anderem wird es Ray Tracing Captures, bzw. Ansel RT, also Screenshots mit der Unterstützung von Ray Tracing, geben
GPU Boost 4.0
Neu bei Turing: GPU-Boost 4.0. Bei der neuen Version gibt es anstatt eines zwei Temperature Targets. Wird das erste TT (83/84 °C) auf Turing mit GPU-Boost 4.0 erreicht, taktet die GPU nicht auf den Basis-, sondern den Boost-Takt herunter. Erst wenn das zweite TT erreicht wird, liegt der Basis-Takt an.
Preis und Verfügbarkeit
Die KFA2 GeForce RTX 2080 OC ab sofort für knapp 750 Euro (Stand: 21.10.2018) über den Ladentisch.

Testvideo


Rise of the Tomb Raider

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Rise of the Tomb Raider
max. Details - AA - Pure Hair On - mehr ist besser
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
175 FPS
GeForce GTX 1080 Ti
175 FPS
GeForce GTX 1080
135 FPS
Radeon RX Vega 64
133 FPS

Battlefield 1

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Battlefield 1
max. Details - AA - mehr ist besser
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
198 FPS
GeForce GTX 1080 Ti
163 FPS
Radeon RX Vega 64
151 FPS
GeForce GTX 1080
145 FPS

Deus Ex: MD

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Deus Ex: Mankind Divided
max. Details - AA - mehr ist besser
GeForce GTX 1080 Ti
121 FPS
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
116 FPS
GeForce GTX 1080
108 FPS
Radeon RX Vega 64
103 FPS

Far Cry 5

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Far Cry 5
max. Details - AA - mehr ist besser
GeForce GTX 1080 Ti
121 FPS
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
120 FPS
GeForce GTX 1080
112 FPS
Radeon RX Vega 64
108 FPS

Ghost Recon: Wildlands

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Ghost Recon: Wildlands
max. Details - AA - mehr ist besser
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
115 FPS
GeForce GTX 1080 Ti
114 FPS
GeForce GTX 1080
95 FPS
Radeon RX Vega 64
83 FPS

Destiny 2

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Destiny 2
max. Details - AA - mehr ist besser
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
158 FPS
GeForce GTX 1080 Ti
157 FPS
GeForce GTX 1080
128 FPS
Radeon RX Vega 64
109 FPS

CoD: Black Ops 4

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Call of Duty: Black Ops 4
max. Details - AA - mehr ist besser
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
135 FPS
GeForce GTX 1080 Ti
134 FPS
Radeon RX Vega 64
108 FPS
GeForce GTX 1080
105 FPS

AC: Origins

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Assassins Creed: Origins
max. Details - AA - mehr ist besser
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
105 FPS
GeForce GTX 1080 Ti
100 FPS
GeForce GTX 1080
85 FPS
Radeon RX Vega 64
80 FPS

Final Fantasy XV

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Final Fantasy XV
max. Details - AA - mehr ist besser
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
120 FPS
GeForce GTX 1080 Ti
118 FPS
GeForce GTX 1080
90 FPS
Radeon RX Vega 64
83 FPS

Lautstärke

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Lautstärke
Entfernung: ca. 1 Meter - Lautstärke: < 0,01 Atmen in 30 cm Entfernung / 0,1 Rauschende Blätter / 0,3 Flüstern / 0,5 Der eigene Atem / 1 Ruhige Wohnstraße / 2 Unterhaltung / 4 Klappernde Tastatur - weniger ist besser
GeForce GTX 1080 Ti
0.31 Sone
GeForce GTX 1080
0.29 Sone
Radeon RX Vega 64
0.27 Sone
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
0.23 Sone

Temperaturen

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Temperaturen
Temperaturen an GPU - weniger ist besser
GeForce GTX 1080
33 °C
GeForce GTX 1080 Ti
32 °C
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
31 °C
Radeon RX Vega 64
31 °C

Leistungsaufnahme

KFA2 GeForce RTX 2080 OC - Leistungsaufnahme
gesamte System ohne Monitor (gerundete Werte) - weniger ist besser
Radeon RX Vega 64
183 Watt
GeForce GTX 1080 Ti
156 Watt
GeForce GTX 1080
132 Watt
KFA2 GeForce RTX 2080 OC
101 Watt

Fazit & Wertung

Christoph meint: Sehr flotte High-End-Grafikkarte!

KFA2 liefert mit der GeForce RTX 2080 OC eine sehr schnelle und dazu recht leise Grafikkarte für Spieler ab. Dank neuer Turing-GPU bekommt man eine enorm hohe Leistung geboten - und das bei einer „humanen“ Leistungsaufnahme. Neben der beeindrucken Leistung, endlich sind moderne Spiele mit 4K-Auflösung und mehr als 60 FPS spielbar, wissen auch Verarbeitungsqualität und Design zu gefallen. Einen großen Pluspunkt gibt es auch für das durchdachte Kühlkonzept. Darüber hinaus ist der Preis von unter 750 Euro sehr attraktiv für eine GeForce RTX 2080 Custom-Karte. Kurz gesagt: Anspruchsvolle Zocker können bedenkenlos zugreifen!

90%
Leistung
9
Technik
10
Kühlung
9
Verbrauch
9
Verarbeitung
9
Ausstattung
9
Overclocking
8
Preis
8
Richtig gut
  • saubere und hochwertige Verarbeitung
  • sehr flott (4K mit fast immer 60 FPS möglich)
  • 8 Gigabyte Grafikspeicher
  • Anschlussmöglichkeiten
  • Raytracing, DLSS
  • effektive und recht leise Kühlung
  • anpassbare RGB-Beleuchtung
  • ordentliches Werks-OC (GPU)
  • fairer Preis für eine Custom-Karte
Verbesserungswürdig
  • keine Semipassiv-Kühlung
  • Lüfter unter Load leicht hörbar
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN <3), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne alte Star Trek Serien.

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