Harry Potter und der Orden des Phönix (Wii) - Review
Seit Samstag wissen wir es: im neusten und (wahrscheinlich auch) letzten Harry Potter-Band wird der junge Zauberlehrling ster... äh..lest doch einfach selbst ;-). Wir finden uns erstmal zwei Bücher früher bei Teil fünf und dem Orden des Phönix ein. Nachdem der Kollege Miklos das Spiel ja schon auf dem PC in seine Einzelteile zerlegt hat und abschließend folgendes resümierte: „Zauber-haftes Action-Adventure und ein MUSS für jeden Harry Potter Fan!“, sage ich euch im Review für die Wii, was von dem Titel auf Nintendos Konsole zu halten ist.
Von Teja Adams am 23.07.2007 - 22:50 Uhr

Fakten

Plattform

Wii

Publisher

Electronic Arts

Entwickler

Electronic Arts

Release

Ende Juni 2007

Genre

Action-Adventure

Typ

Vollversion

Pegi

12

Webseite

Media (10)

Einleitung

Seit Samstag wissen wir es: im neusten und (wahrscheinlich auch) letzten Harry Potter-Band wird der junge Zauberlehrling ster... äh..lest doch einfach selbst ;-). Wir finden uns erstmal zwei Bücher früher bei Teil fünf und dem Orden des Phönix ein. Nachdem der Kollege Miklos das Spiel ja schon auf dem PC in seine Einzelteile zerlegt hat und abschließend folgendes resümierte: „Zauber-haftes Action-Adventure und ein MUSS für jeden Harry Potter Fan!“, sage ich euch im Review für die Wii, was von dem Titel auf Nintendos Konsole zu halten ist.
„Hex Hex“
Da ist er also wieder, der Harry, ein Paradebeispiel für die crossmediale Vermarktung eines Literaturgeschöpfs. Neben Kaffeetasse, Bettwäsche und Schuhcreme, darf natürlich auch das dazugehörige Multiplattform-Spieleerlebnis nicht fehlen. Während Harry auf dem PC schon zum „alten Eisen“ gehört, feiert er auf der Wii seine Premiere. Genau wie in der PC-Version des Titels startet auch die Wii-Version mit einem kleinen Intro KLAMMER AUF: Harry ist zuhause, als plötzlich zwei üble Zeitgenossen auftauchen. Da er sich nicht anders zu helfen weiß, wendet er in der Welt der Menschen einen Zauberspruch an und erhält dafür von Hogwarts ein Tadel. Und als wäre das noch nicht genug, steht Harry und seinen Freunden noch eine fiese Lehrerin vom Zaubereiministerium gegenüber, die sich weigert den Zauberjünglingen defensive Zauber beizubringen. Da der böse und auch dunkle Lord aber so eine Ausrede sicherlich nicht akzeptieren würde, gründet Harry „Den Orden des Phöenix“ um sich für den Kampf gegen Valdemor vorzubereiten KLAMMER ZU.
Das neuste Harry Potter Abenteuer beginnt mit einem ins Spiel integrierten Tutorial - mittlerweile ist glaube ich bei einem Großteil der Entwickler angekommen, dass das die sinnvollsten und attraktivste Möglichkeit ist, Spielern die Steuerung beizubringen - bei dem ihr allerlei Zaubersprüche sprechen dürft und zu Beginn erst einmal stinkige Klamotten in Koffer oder kaputtes Geschirr in Schränke räumen dürft. Die Wiimote entpuppt sich dabei als die perfekte Verlängerung des Zauberstabs. Während der Kollege Miklos in der PC-Version sicherlich dem Handkrampf nahe mit der Maus über den Schreibtisch jagt, um doch endlich einen „Wingardium Leviosa“-Zauberspruch zu sprechen, schwenken wir auf der Wii bequem die Wiimote und je nachdem, wie wir das machen, lösen wir einen anderen Zauber aus. Perfekt gelöst, aber die Wiimote bietet hier auch einfach die perfekte Vorlage für solche eine Steuerung. Ansonsten bewegt ihr euch per Nunchuck durch die Welt von Hogwarts, die - und das ist neu - in diesem Teil erstmals vollkommen begehbar ist.

Ab in die Schule

Die große Schule
Das heißt ihr könnt wirklich jede Ecke von Hogwarts auskundschaften. Was den Fan tierisch freuen dürfte, nervt den Teilzeit-Harry-Potter-Fan nach einiger Zeit etwas (so ging es mir zumindest). Denn es gilt schon einige Orte in Hogwarts zu besuchen. Zwar gibt es die „Karte des Herumtreibers“, die euch stets eine mehr oder weniger gute Übersicht bietet, aber trotzdem nervt das Herumlaufen nach einiger Zeit. Gut gemacht dagegen: kleine Fußspuren zeigen euch stets die Richtung zum nächsten Ziel. Während eures gesamten Streifzugs durch das Spiel sammelt ihr fortwährend Bonuspunkte, die ihr später in einem speziellen Bonus-Raum gegen Boni eintauschen könnt.
Die Spielstory selbst gibt euch - passend zum freien Erkunden - sehr viel Freiheiten. Und hier zitiere ich gerne einmal den Kollegen Miklos: „Die Vorgängerteile liefen allesamt extrem linear ab und ließen kaum Platz für Minispiele oder andere Lösungswege. Zwar folgt man im neusten Harry Potter Teil auch einer sehr geradlinigen Handlung, doch zwischendurch darf man die Zauberschule auf Geheimnisse untersuchen. Man kann sich komplett frei in Hogwarts bewegen und dabei wird man immer wieder Neues entdecken. Während der einzelnen Missionen werden euch immer wieder Videosequenzen in Ingame-Grafik abgespielt. Leider gibt es zwischenzeitlich ständig Handlungslücken und diese sorgen für etwas Verwirrung. In diesem Punkt hätten wir uns etwas mehr vom erfahrenen EA-Team erwartet, denn immerhin bietet der neuste Harry Potter Teil genug Storylinie.“
Um kurz einmal auf die Zwischensequenzen zurückzukommen: die sind wirklich sehr schön ge-macht, gehen nahtlos in die Ingame-Grafik über und überhaupt sucht man Ladevorgänge bei dem Titel vergebens, was gerade beim freien Begehen von Hogwarts einen schlanken Fuß macht.
Schöner zaubern
Harry Potter sieht auf der Wii wirklich gut aus. Da gibt es eine schöne und oft auch sehr detailreiche Umgebungsgrafik und gerade die Zaubersprüche sind schön gemacht. Ein Kompliment muss ich an dieser Stelle auch noch den Entwicklern für das Hauptmenu aussprechen: das sieht wirklich gut aus und lässt das Spiel wie aus einem Guss erscheinen. - Mehr davon. Hören lassen kann sich übrigens auch der Spiel-Ton. Von zauberhafter Musik bis hin zu vielen Originalstimmen ist alles dabei.

Wertung

„Gelungen!“ - so kann man Harry Potters Debut auf der Wii bezeichnen. Auch wenn der Titel wahrscheinlich eher Fans der Bücher und Filme sowie ein jüngeres Publikum ansprechen wird, ist er doch ein professionelles Produkt. Von der gut gemachten Wii-Steuerung bis hin zu Grafik scheinen die Entwickler nicht viel falsch gemacht zu haben. Wenn ich mir auch manchmal etwas kürzere Laufwege gewünscht hätte, Harry Potter und der Orden des Phönix ist nicht nur Hardcore-Potterianern zu empfehlen.

70%
Grafik
8
Sound
8
Bedienung
8
Spielspaß
7
Atmosphäre
8
Multiplayer
8
Richtig gut
  • gute Steuerung
  • gelungene Präsentation
  • viele Mini-Spiele
  • Hogwarts komplett begehbar
Verbesserungswürdig
  • lange Laufwege
Anforderungen
Getestet für
-Nintendo Wii Konsole
Teja Adams Teja Adams

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