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Fakten
Plattformen
PlayStation 4 Pro
Xbox One X
PlayStation 4
Xbox One
PC
Publisher
Bethesda Softworks
Entwickler
Bethesda Softworks
Release
14.11 2018
Genre
Online-Rollenspiel
Typ
Vollversion
Pegi
16
Webseite
Preis
49,99 Euro
Media (16)
Galerie
Just do it (again)
Bethesda hat uns erneut einen Baumodus spendiert, mit wem wir unser eigenes kleines Reich aufbauen dürfen. Das ist dieses Mal tragbar. Uns steht jedoch nur eine recht überschaubare Kuppel zur Verfügung, in der dürfen wir aber schalten und walten wie wir wollen. Eigene Craftingstations, Truhen und Geschütztürme, um unsere Wahlheimat gegen die Fauna zu verteidigen. Klingt ganz nett, aber (es gibt immer ein aber) fühlt sich in der Praxis wesentlich hohler an: Großartige Bauten können wir auf dem begrenzten Platz eh nicht bauen. Schlimmer noch, müssen wir mal umziehen, was praktisch bei jedem neuen Login passiert, müssen wir erstmal alles wieder aufbauen. Zum Glück hat Bethesda einen Bug gelöst, der verhindert hat, dass sich das Spiel unsere Bauten merkt. Jetzt müssen wir eben nurnoch einen neuen passenden Standort finden. Gar nicht so einfach. Denn der Baumodus strotzt noch immer vor Macken, Bugs und nicht nachzuvollziehenden Kollisionsproblemen. Von frei in der Luft schwebenden Ästen, die uns während des Tests beim Bau des zweiten Stocks im Weg waren, ganz zu schweigen. Ist Fallout 76 also einfach ein Fallout 4 mit mehr Bugs und leichten Veränderungen? Nicht doch, schließlich gibt es da ja noch...
Zuallererst fällt uns auf: Eigentlich brauchen wir die gar nicht. Yay, Singeplayer-Fallout gerettet? Naja. Wir brauchen sie deshalb nicht, weil die meisten Gegner lächerlich einfach sind. Benötigen wir mal mehr als zwei Schuss, ist das meist schon etwas besonderes. Andere, stärkere Gegner haben zum Teil so langsame Angriffsanimationen, dass wir sie durch simples Rückwärtslaufen auskontern. Aber dann gibt es da ja noch die Events. Das sind Ereignisse, die für mehrere Spieler gedacht sind. Mal geht es darum, ein großes Monster zu besiegen, mal viele Gegner auszuschalten. Da ist ein anderer Spieler nützlich, aber, immer noch, eigentlich nicht wirklich nötig. Mit genügend Munition machen wir das schon selbst, keine Sorge! Eigentlich hätte sich die Interaktion mit anderen Spielern in unserem Test auch auf das Austauschen von zwei, drei Emotes beschränken können. Gäbe es da nicht den Voicechat, der uns immer wieder daran erinnert, dass da draußen... andere sind. Von wütenden russischen über eindeutig minderjährige deutsche Spieler, wir haben einiges aus den Leben unserer Mitspieler gehört. Textchat für den PC? Fehlanzeige, ebenso wie Push-to-talk. Wie, Bethesda, wie?! Auch eine Aura des gefährlichen PvPs bleibt aus. Damit man einen anderen Spieler sinnvoll erledigen kann, schießt man auf ihn. Wenn er das erwidert, sind wir im PvP-Modus. Wenn ein Spieler also nicht überfallen werden will, wird er es einfach nicht. Wir testen auf dem PC, allerdings darf man sich darauf gefasst machen, dass das gesamte Spiel eigentlich auf die Steuerung mit dem Controler ausgelegt ist. Um es mit den Worten unseres Chefredakteurs Christoph zu sagen: „Wer bitte legt denn 'Zurück' auf Tab?“
Dazu gesellen sich eine Menge Bugs. Wie gesagt, der Baumodus strotzt nur so vor denen, an denen Bethesda fleißig patcht (letztens erst 15GB). Aber auch in der einfach Spielwelt. Gegnermodelle, die zwar auf uns zukommen, aber keine Animationen nutzen. Undichte Stellen in Wänden, durch die plötzlich Feinde laufen. Im Endgame erwartet uns dann eine schlichte Itemspirale. Wir finden die Abschusscodes einer Atomrakete, zünden sie und kreieren so ein Gebiet mit hochleveligen Monstern und besserem Loot. Zugegeben, hier können andere Spieler nützlich sein. Aber wenn wir ehrlich sind, machen wir das gleiche wie im restlichen Spiel, nur mit mehr Strahlenbelastung. Was uns aber am Ende wirklich den Atem verschlagen hat, ist der Ingameshop. Viele Spiele haben den heutzutage, klar. Es geht ja auch nur um Cosmetics, nichts mit Werten! Und natürlich können wir über Achievements und Herausforderungen Währung für den Shop freischalten. Das kostet viel Mühe, erledigt sich aber praktisch nebenbei. Dennoch, eine Lackierung für die Powerrüstung kann im Shop mal gut 1800 Punkte kosten. Das sind umgerechnet 18€. Dafür können wir uns fast Fallout 4 kaufen!
Lars meint: Bethesda, das könnt ihr so viel besser!
“Als es hieß, Bethesda geht mit Fallout den steinigen Weg zum Multiplayer-Titel, waren wir vorsichtig, aber gespannt. Es hätte ja verdammt gut werden können. Nach reichlich Spielstunden wissen wir aber, dass es das nicht ist. An so vielen Fronten sehen wir Probleme! Selbst Bethesda gibt in den Patchnotes zu, dass ihre Engine einfach in die Jahre gekommen ist. Wir erleben so viele Bugs, so viele Rückschläge, so viele Momente, die sich einfach hohl und nichtssagend anfühlen. Haben wir bisher in der Fallout- oder TES-Reihe am Horizont einen coolen Ort gesehen, wollten wir unbedingt dahin! Wir wollten darum kämpfen und wir wollten uns selbst mit dem Loot belohnen! Diesen Besthesda-Moment gibt es hier nicht. Jeder Loot fühlt sich gleich an, unser Entdeckungsdrang wird mit jedem abgegrasten Ort mehr und mehr erstickt. Und irgendwann stoppen wir, mitten im Ödland, und fragen uns, warum wir eigentlich Fallout 76 spielen, wenn wir andere Bethesda-Spiele in unserer Bibliothek haben. Klar, die Entwickler patch und patch und haben auch schon Pläne für die Zukunft veröffentlicht. Und wer weiß, vielleicht wird das Spiel ja noch eine wirkliche Perle. Vermutlich, wenn sie endlich von Spielern erschaffene Mods zulassen, von denen Bethesda-Spiele in den letzten Jahren ja praktisch leben. Im Moment können wir Fallout 76 aber leider absolut nicht empfehlen.
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