Chieftec Scorpion - Test/Review
Speziell für Spieler hat Chieftec den neuen Midi-Tower „Scorpion“ in den Handel gebracht. Das Gehäuse punktet mit den Markt-typischen Features: Elemente aus Glas, leuchtende Lüfter und ein Zwei-Kammern-System.
Von Christoph Miklos am 19.06.2018 - 13:54 Uhr

Fakten

Hersteller

Chieftec

Release

Mai 2018

Produkt

Gehäuse

Preis

89,90 Euro

Webseite

Media (9)

Einleitung & Datenblatt

Einleitung
Speziell für Spieler hat Chieftec den neuen Midi-Tower „Scorpion“ in den Handel gebracht. Das Gehäuse punktet mit den Markt-typischen Features: Elemente aus Glas, leuchtende Lüfter und ein Zwei-Kammern-System. Als Highlight hat der Hersteller aber auch ein farbiges Frontdisplay inklusive Lüftersteuerung springen lassen. Mehr Details in unserem ausführlichen Testbericht! Über Chieftec
Seit über 20 Jahren ist CHIEFTEC eine weltweit anerkannte und renommierte Marke welche durch qualitativ hochwertige Netzteile, Computergehäuse, 19” IPC Gehäuse und Zubehör bekannt geworden ist und sich durch die Herstellung dieser Produkte einen Namen gemacht hat.
Alles aus einer Hand: vom Komponenteneinkauf über eine eigene R&D Abteilung, bis hin zu vollautomatisierten Produktionsstraßen und einer beispielhaften Qualitätskontrolle welche sich in unseren Produktionsstätten in China und Taiwan befinden.
1994 wurde die ARENA ELETCTRONIC GMBH mit dem Ziel gegründet, sowohl die OEM, ODM als auch die Distributionskanäle zu bedienen und repräsentiert seitdem einzig und allein die Marke CHIEFTEC und deren Produkte in Europa, dem mittleren Osten, der CIS-Regionen und Afrika und strebt die weitere Expandierung in aufkommenden Märkten an.
Heute sind in der Europa-Zentrale in Düsseldorf über 20 hoch qualifizierte Mitarbeiter beschäftigt, welche größten Wert darauf legen, gleichermaßen ein kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner für Kunden und Anwender zu sein. Über 3.000m² Lager- und Logistikfläche mit Hunderten von Paletten Stellplätzen, sowie tägliche Direktcontainer, sichern eine permanent hohe Verfügbarkeit der Produkte.

Datenblatt
• Maße: 202,5 x 505 x 436 mm (B x H x T) • Gewicht: 6,9 kg • Material: Stahl, Hartglas, Kunststoff • Farbe: Schwarz • Formfaktor: Mini-ITX, Micro-ATX, ATX • Lüfter insgesamt möglich: 3x 120 mm (Vorderseite) 1x 120 mm (Rückseite) • Davon vorinstalliert: 3x 120 mm (Vorderseite; rote LEDs) • Radiator-Mountings (Verzicht auf Lüfter-Slots): 1x 120/140/240 mm (Vorderseite) 1x 120 mm (Rückseite) • Staubfilter: Boden / Deckel • Laufwerksschächte: 2x 2,5-Zoll 2x 3,5-Zoll (auch für 2,5 Zoll nutzbar) • Netzteil: 1x Standard ATX (optional) • Erweiterungsslots: 7 • I/O-Panel: 2x USB 3.0 1x USB 2.0 1x Lüftersteuerung 1x je Audio In/Out Power-On/Off-Switch Reset-Button 1x Farbdisplay (Vorderseite) 3x Lüftersteuerung (Vorderseite) • Maximale Grafikkartenlänge: 350 mm • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 160 mm • Maximale Länge Netzteil: 220 mm
Preis: 90 Euro (Stand: 19.06.2018)
Testsystem
• Mainboard: ASUS ROG Strix Z270G Gaming • Prozessor: Intel Core i7-7700K @ 4.20 GHz • Grafikkarte: Gigabyte GeForce GTX 1070 Mini ITX • Arbeitsspeicher: Kingston HyperX Fury DIMM Kit 16GB, DDR4-2666 • Prozessorkühler: be quiet! Shadow Rock LP • Netzteil: Seasonic G-Series G-550 550W PCGH-Edition

Verarbeitung & Design

Äußere Erscheinungsbild
Unser Testmuster kommt in einem schlichten aber gut gepolsterten Karton bei uns in der Redaktion an. Das Chieftec Scorpion misst 202,5 x 505 x 436 mm (B x H x T) und bringt knapp sieben Kilogramm auf die Waage. Das Grundgerüst wurde aus Stahl, die Front sowie die linke Seite sind aus Hartglas und der Rest aus Kunststoff gefertigt. Das schwarze Gehäuse mit rot leuchtenden Lüftern setzt auf einen modernen Look. Hinter der abnehmbaren Glasfront hat Chieftec drei 120-mm-Lüfter (max. 1.500 U/min., zirka 25 dB(A)) mit roter LED-Beleuchtung verbaut. Frischluft wird über die seitlichen Schlitze bezogen. Einen Frontstaubfilter gibt es nicht. Auf eine Tür, Schalldämmung und Front-Laufwerksschächte hat der Hersteller ebenfalls verzichtet. Die Seitenteile werden mittels Schrauben befestigt, wobei das linke Element aus Glas hergestellt wurde.
Vier gummierte Standfüße sorgen für eine gute Vibrationsentkopplung. Zwei herausziehbare Meshgitter befinden sich am Gehäuseboden und sollen das Netzteil vor Staub schützen. Ein weiterer Staubfilter befindet sich auf dem Gehäusedeckel. Dieser kann einfach entfernt werden.
Am Deckel befindet sich das I/O-Panel mit zwei USB-3.0-Ports, einem USB-2.0-Port, HD-Audioanschlüssen sowie je einem Power- & Reset-Button. Das Highlight unseres Testmusters: Ein farbiges digitales Display hinter dem getönten Hartglas zeigt Temperatur, Lüftergeschwindigkeit und Uhrzeit an. Darunter befinden sich drei Schalter, mit denen die drei vorinstallierten Lüfter geregelt werden können. Darüber hinaus ist das Gehäuse mit einem Temperatursensor ausgestattet, der zwei der Lüfter temperaturabhängig regelt. Der Lieferumfang ist Standardkost: ein Schraubenset, ein paar Kabelbinder, ein Speaker und eine ausführliche Bedienungsanleitung sind im Karton enthalten.
Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.

Innenraum & Kühlung

Innenraum
Der schwarz lackierte Innenraum setzt auf einen abgetrennten Netzteil-Bereich: das ATX-Netzteil wird am Boden montiert. Eine Entkopplung gibt es nicht. Die Montage von zwei 3,5“-Festplatten ist im vorderen Bereich des Netzteiltunnels möglich. Diese können zwar werkzeuglos, jedoch nicht entkoppelt werden. Alternativ lassen sich auch zwei 2,5“-Laufwerke mittels Schrauben montieren. In den beiden Montagerahmen, welche oberhalb des Netzteiltunnels an der Rückseite des Mainboardschlittens angebracht wurden, kann man jeweils eine weitere 2,5“-Festplatte verbauen. Erfreulicherweise gibt es keine scharfen Kanten, es besteht also keine Verletzungsgefahr. Ansonsten bietet das Gehäuse ausreichend Platz im Innenraum für bis zu 16 cm hohe CPU-Kühler, acht Erweiterungskarten, Mainboards bis zum ATX-Format und Netzteile bis zu einer Länge von 22 cm. Die maximale Grafikkarten-Länge beträgt ordentliche 35 cm.
Die Montage der Erweiterungskarten erfolgt mit den bewährten Rändelschrauben, die einen Schraubenzieher meist überflüssig machen. Der Mainboardtray besitzt eine große Aussparung auf Höhe der CPU, so dass eine Kühlerinstallation mit Backplate auch im eingebauten Zustand möglich wird. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Kabeldurchführungen (mit Gummischoner) zum rückwärtigen Verstauen der Verbindungskabel. An der Rückseite kann ein optionaler 120-mm-Lüfter verbaut werden. Öffnungen für die Schläuche einer externen Wasserkühlung sind vorhanden.
Kühlung
Im Werkszustand bietet das neue Chieftec Scorpion drei vorinstallierte 120-mm-Lüfter (3x Front), die für eine gute Kühlleistung und recht niedrige Lautstärke sorgen. Für eine optimale Kühlung sollte man aber unbedingt auch einen 120-mm-Hecklüfter montieren.
Radiator-Mountings (Verzicht auf Lüfter-Slots):
1x 120/140/240 mm (Vorderseite) 1x 120 mm (Rückseite)
Preis und Verfügbarkeit
Das Chieftec Scorpion ist ab sofort im Handel erhältlich. Der Preis beträgt knapp 90 Euro (Stand: 19.06.2018).

Temperaturen

Chieftec Scorpion - Temperaturen
Last-Temperaturen von CPU und GPU - nur Werkslüfter - weniger ist besser
Chieftec Gaming Cube CI-01B-OP
75 °C
In Win 101C
75 °C
Thermaltake Core G21
71 °C
Corsair Crystal Series 280X RGB
71 °C
In Win 301
70 °C
Inter-Tech M-908 Infinity Mirror
70 °C
Corsair Carbide Series SPEC-04 TG
69 °C
Chieftec Scorpion
68 °C
Antec Cube Razer Edition
68 °C
Antec P110 Luce
67 °C
Fractal Design Meshify C
67 °C
Corsair Carbide Series SPEC-OMEGA
65 °C
Corsair Carbide Series 275R
63 °C
Corsair Carbide Series SPEC-OMEGA RGB
63 °C
Enermax GraceMesh
62 °C
Fractal Design Define Mini C TG
62 °C
Raijintek Zofos Evo
62 °C
be quiet! Dark Base 700
61 °C
Sharkoon TG5
58 °C
Cooler Master MasterBox Lite 5 RGB
58 °C

Lautstärke

Chieftec Scorpion - Lautstärke
Entfernung: ca. 1 m - nur Werkslüfter - Lautstärke: < 0,01 Atmen in 30 cm Entfernung / 0,1 Rauschende Blätter / 0,3 Flüstern / 0,5 Der eigene Atem / 1 Ruhige Wohnstraße / 2 Unterhaltung - weniger ist besser
Enermax GraceMesh
0.23 Sone
Chieftec Scorpion
0.22 Sone
Antec Cube Razer Edition
0.22 Sone
Sharkoon TG5
0.22 Sone
Fractal Design Define Mini C TG
0.22 Sone
Cooler Master MasterBox Lite 5 RGB
0.22 Sone
Inter-Tech M-908 Infinity Mirror
0.22 Sone
Corsair Carbide Series 275R
0.22 Sone
Thermaltake Core G21
0.20 Sone
Corsair Carbide Series SPEC-04 TG
0.20 Sone
Corsair Carbide Series SPEC-OMEGA
0.20 Sone
Fractal Design Meshify C
0.20 Sone
Corsair Carbide Series SPEC-OMEGA RGB
0.20 Sone
Corsair Crystal Series 280X RGB
0.20 Sone
Antec P110 Luce
0.19 Sone
be quiet! Dark Base 700
0.19 Sone
Raijintek Zofos Evo
0.19 Sone
Chieftec Gaming Cube CI-01B-OP
0 Sone
In Win 301
0 Sone
In Win 101C
0 Sone

Fazit & Wertung

Christoph meint: Schickes und gut ausgestattetes Gehäuse zum überschaubaren Preis!

Chieftec liefert mit dem neuen Scorpion einen guten Midi-Tower zum fairen Preis ab. Die rot beleuchteten LED-Lüfter in Kombination mit den Glaselementen (Front, linke Seitenteil) sorgen für eine tolle Optik. Auch bei der Verarbeitungsqualität und Ausstattung (üppiges I/O-Panel, farbiges Display inkl. Lüfterregelung, drei vormontierte Lüfter, Staubfilter) muss sich Chieftec nicht hinter der starken Konkurrenz verstecken. Der durchdachte Innenraum und die recht einfache Montage von Laufwerken sprechen ebenfalls für das knapp 90 Euro „teure“ Gehäuse. Lediglich beim Kühlkonzept und bei der Entkopplung ist Luft nach oben.

80%
Verarbeitung
9
Platzangebot
8
Montage
8
Kühlung
8
Lautstärke
8
Ausstattung
9
Optik
9
Preis
8
Richtig gut
  • saubere Verarbeitung
  • cooles Design (inkl. Echtglas-Elemente und LED-Lüfter)
  • Platzangebot
  • drei recht leise Lüfter vorinstalliert
  • durchdachter Innenraum (Zwei-Kammern-System)
  • gutes Kabelmanagement
  • üppiges I/O-Panel
  • Farbdisplay inkl. Lüftersteuerung
  • Staubfilter
  • fairer Preis
Verbesserungswürdig
  • Hecklüfter muss verbaut werden (Kühlleistung)
  • keine Entkopplung für Netzteil und Laufwerke
  • kein Front-Staubfilter
  • Boden-Staubfilter nur Meshgitter
  • keine Montagemöglichkeit für Deckel-Lüfter (oder Deckel-Radiatoren)
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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