Antec Signature 2200W - Test/Review
Kurz vor Ende 2025 hat uns Hersteller Antec ein ganz besonderes Netzteil zukommen lassen: das Signature 2200W, welches problemlos zwei NVIDIA GeForce RTX 5090 Grafikkarten versorgen kann.
Von Christoph Miklos am 09.01.2026 - 13:42 Uhr

Technik & Ausstattung


Technik


Das Antec Signature 2200W besitzt ein (voll)modulares Kabelmanagement und setzt auf einen sehr hohen Wirkungsgrad (durchschnittlich 94 Prozent laut Hersteller). Darüber hinaus punktet die PSU mit einem effektiven sowie leisen 135-mm-Lüfter mit Zero-RPM-Funktion. Unser Testmuster ist quasi ein umbenanntes „Prime PX-2200 ATX 3“ vom OEM Seasonic. Entsprechend kann sich auch die Technik sehen lassen: Da wäre zum Beispiel die verbesserte Spannungsregulierung namens Micro Tolerance Load Regulation (kurz: MTLR), die bei den Hauptspannungen eine Schwankungsbreite von weniger als 0.5 Prozent garantiert. Sehr niedriges Ripple Noise (unter 20 mV) ist ebenfalls am Start. Die Schaltung entspricht einem DC-DC Design mit LLC-Resonanzwandlung und Active Clamp Technologie. Auf der Primärseite befinden sich drei hochwertige Nippon Chemi Con 105C-Kondensatoren mit je 420 V und 820 µF Kapazität, was insgesamt beeindruckende 2460 µF ergibt. Die Filterkondensatoren stammen von den beiden japanischen Spitzenherstellern Nippon Chemi Con und Rubycon. Die Verarbeitungs- und Lötqualität ist durchweg hervorragend. Mehrere große Kühlkörper gewährleisten eine optimale Kühlung der gesamten Platine. Bei der 2.200-Watt-Version ist die 12-Volt-Leitung für bis zu 183.3 Ampere ausgelegt (Single-Rail). Diese Leistung reicht locker für jedes moderne Multi-GPU-System aus. Ebenfalls besitzt das Netzteil die ErP Lot 6 EU-Norm. Diese Norm schreibt vor, dass ein Computersystem im Standby-Betrieb und im ausgeschalteten Zustand nicht mehr als 1 Watt verbrauchen darf, seit Januar 2012 liegt die Obergrenze sogar bei 0.5 Watt. Nur Computersysteme, die zukünftig diese Norm erfüllen, werden die CE-Zertifizierung erhalten.

ATX 3.0


ATX 3.0 ist ein neuer Standard für PC-Netzteile, welcher maßgebliche Spezifikationen wie Anschlüsse, Schutzschaltungen und Spannungstoleranzen regelt. Dabei gilt es, Intels neuen ATX-Standard nicht mit dem bekannten und gleichnamigen Formfaktor für Netzteile, Gehäuse und Mainboards zu verwechseln.
Die wichtigsten Aspekte an ATX 3.0:
• jedes ATX-3.0-Netzteil kann, muss aber keinen 12VHPWR-Anschluss besitzen • ATX-3.0-Netzteile benötigen eine erhöhte Toleranz gegenüber hohen Leistungsspitzen (Ab 450 Watt 150 % der Nennleistung, mit 12VHPWR-Anschluss 200 %) • mehr Effizienz im Niedriglastbereich (60 % Effizienz werden für 10 W oder 2 % der Leistung notwendig) • eine schnellere Übermittlung des Einschaltsignals • Cybenetics als neuer Zertifizierungsstandard neben 80 PLUS Neuerungen von ATX 3.1:
• ATX 3.1 schreibt Herstellern jetzt die Nutzung des überarbeiteten Grafikkartensteckers 12V-2×6 vor

Schutzschaltungen


Schutzschaltungen Vorhanden Getestet/Bestanden
ÜBERSPANNUNGSSCHUTZ (OVP) Ja Ja/Ja
UNTERSPANNUNGSSCHUTZ (UVP) Ja Ja/Ja
KURZSCHLUSSSCHUTZ (SCP) Ja Ja/Ja
ÜBERSTROMSCHUTZ (OCP) Ja Ja/Ja
ÜBERLASTSCHUTZ (OLP) Ja Ja/Ja
ÜBERHITZUNGSSCHUTZ (OTP) Ja Ja/Ja

Ausstattung


Über folgende Anschlüsse verfügt das Netzteil: Sämtliche Kabelstränge sind abnehmbar. Im Lieferumfang enthalten sind: Montageschrauben, mehrere Kabelbinder, Kabelkämme, Kabeltasche, Kaltstromkabel und Benutzerhandbuch.

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