ASUS ROG Raikiri Pro - Test/Review
Hochwertige Gamepads erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Hersteller ASUS bringt mit dem „ROG Raikiri Pro“ ein Konkurrenzprodukt zum beliebten Microsoft Xbox Elite Wireless Controller und SCUF Instinct Pro auf den Markt.
Von Christoph Miklos am 30.11.2023 - 06:34 Uhr

Fakten

Hersteller

ASUS

Release

Oktober 2023

Produkt

Gamepad

Preis

ab 152,90 Euro

Webseite

Media (12)

Einleitung & Datenblatt


Einleitung


Hochwertige Gamepads erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Hersteller ASUS bringt mit dem „ROG Raikiri Pro“ ein Konkurrenzprodukt zum beliebten Microsoft Xbox Elite Wireless Controller und SCUF Instinct Pro auf den Markt. Was der Controller taugt, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!

Über ASUS ROG


Republic of Gamers (ROG) ist eine ASUS-Submarke, die sich der Entwicklung der weltweit besten Gaming-Hardware und -Software widmet. ROG wurde 2006 gegründet und bietet eine komplette Serie innovativer Produkte, die für Leistung und Qualität bekannt sind, einschließlich Mainboards, Grafikkarten, Laptops, Desktops, Monitore, Audiogeräte, Router und Peripheriegeräte. ROG nimmt an großen internationalen Gaming-Events teil und sponsert diese. ROG-Hardware wurde verwendet, um Hunderte von Overclocking-Rekorden zu setzen, und sie ist nach wie vor die bevorzugte Wahl von Gamern und Enthusiasten auf der ganzen Welt.

Datenblatt


• Größe (B × T × H): 155,0 × 103,0 × 64,0 mm • Gewicht ohne Kabel und Extraknöpfe/leicht kopflastig: 259 g/nein • Standardelemente: 2 Thumbsticks/Trigger/Bumper, D-Pad, 4 Aktions- und 4 Funktionstasten (Oben), 7 Extratasten (Pairing-Knopf/2 Bedientasten für das Display/4 Extratasten M1 bis M4 auf der Unterseite) • Drahtloser Betrieb möglich/Batterien erforderlich? Ja, per 2,4 GHz oder Bluetooth 5.0/nein, interner Akku • Baugleiches Model ohne oder mit Kabel erhältlich? Nein (kabellos ab Werk, Betrieb mit USB-C-auf-USB-A-Ladekabel möglich), Kabelmodell mit weniger Ausstattung verfügbar • Ausstattung für bessere Haptik/Ergonomie: Raue Struktur auf der Unterseite der Griffhörner, gummierte Daumenauflage Thumbsticks, Riffelung an den Tasten M1 bis M4 • Profilspeicher/Profilwahl: Speicher für 4 Profile (Speicherung per Armoury Crate)/Profilwahl mit den Display-Bedientasten • Modulare Elemente: Schiebeschalter für den Wechsel zwischen Vollbereichsmodus (vollständiger Trigger-Weg) und Kurzmodus (kurzer Trigger-Weg) – Step-Trigger-Technik • Alternativ belegbare Tasten (Mapping): 4 frei belegbare Extratasten (Unterseite, Knopf M1 bis M4) • Art der Tastenumbelegung: Mapping der Tasten M1 bis M4 nur mit der Armoury-Crate-Software, Mapping der Standardtasten nicht möglich • Federweg Triggers verstellbar? Ja, zweistufig per Schiebeschalter (Unterseite) und stufenlos per Armoury Crate • Besonderheiten Hardware/Software: Asus Armory Crate Software App mit den Optionen Geräteinfo, Einstellungen (Untermenü: Auslösetaste, Joystick, Tastenzuweisung, Vibration), Beleuchtung, Energie, Firmwareaktualisierung, OLED • Weitere Ausstattung: OLED-Display (1,3 Zoll, Auflösung: 128 × 40, 2 Grauabstufungen, Speicher für 4 Profile (Armoury Crate), abnehmbares USB-C-auf-USB-A-Kabel mit 3,0 m Länge (Verbindungsmodus, Laden Akku), Audioanschluss (3,5 mm Klinke mit Stummschalttaste), eingebauter ESS DAC
Preis: 153 Euro (Stand: 30.11.2023)

Testsystem


• Mainboard: ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI • Prozessor: AMD Ryzen 9 7950X • Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 32GB DDR5-6000 • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 4090 Suprim X 24G • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: Alpenföhn Blitzeis • Netzteil: Seasonic Prime TX-1600 • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PRO SSD 2TB • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 11 Home 64-Bit • Peripherie: Razer Viper Ultimate, Sharkoon PureWriter RGB, EPOS Sennheiser GSP 670 • Monitor: Monitor: LG UltraGear 48GQ900-B • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Sonstiges: Xbox Series X Konsole, diverse Computer- und Videospiele (Genre: Taktik, MMO und Shooter)

Verarbeitung & Technik


Verarbeitung


Unser Testmuster kommt in einem stabilen und farblich bedruckten Karton daher. Im Inneren des Kartons befinden sich neben dem Controller ein drei Meter langes geflochtenes USB-C-auf-USB-A-Kabel und eine Bedienungsanleitung. Der USB-Empfänger ist im Controller verstaut. Das schwarz-graue Gamepad misst 155,0 × 103,0 × 64,0 mm (BxTxH) und bringt mit integriertem Akku 259 Gramm auf die Waage. Der ASUS ROG Raikiri Pro wurde aus robustem Kunststoff gefertigt. Form, Verarbeitung und Oberflächengestaltung sind hochwertig. Das Frontdesign wird durch drei Kanten geteilt. Die rechte Seite des Controllers ist leicht durchscheinend, zudem ist in zwei der drei Kanten die RGB-Beleuchtung integriert. Das Layout des Pads orientiert sich am klassischen Xbox Controller, bietet jedoch vier Extratasten auf der Rückseite und ein 128x40 Pixel großes Display auf der Vorderseite. Der Hersteller bietet zudem nur zwei anstatt drei Trigger-Einstellungen, diese können jedoch softwareseitig weiter angepasst werden. An den weiteren Seiten des Controllers befinden sich die 3.5-mm-Klinkenbuchse und ein Mute-Button sowie der USB-C-Anschluss und zwei Buttons, mit denen das OLED-Display bedient wird. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Sample nicht feststellen.

Technik


Der neue ASUS ROG Controller bietet eine Tri-Mode-Konnektivität und lässt sich sowohl kabellos als auch kabelgebunden mit dem PC verbinden. Die kabellose Verbindung erfolgt wahlweise via Bluetooth 5.0 (geringe Latenz) oder mit dem beiliegenden USB-Empfänger über 2.4-GHz-Funk mit niedriger Latenz, die kabelgebundene Verbindung erfolgt über USB-C. Die Verbindung mit den aktuellen Xbox-Konsolen Series X/S sowie der Xbox One ist dagegen ausschließlich kabelgebunden möglich. Die Laufzeit des Akkus beläuft sich auf knapp 48 Stunden ohne Beleuchtung und Vibration. Mit den genannten Funktionen sind noch zirka 22 Stunden Spielzeit möglich. Der Akku wird mittels beilegendem USB-C-Kabel aufgeladen.

Software & Praxis


Software


Nur am PC und mittels der hauseigenen Armoury Crate-App können die zahlreichen Einstellungen am ASUS ROG Raikiri Pro vorgenommen werden. In der übersichtlichen Software findet man folgende Menüpunkte:
• Geräteinfo • Einstellungen • Beleuchtung • Energie • Firmwareaktualisierung • OLED In den Einstellungen können die Trigger, Joysticks und Vibration angepasst werden. Weiter lassen sich hier den vier zusätzlichen Tasten Funktionen zuweisen. Bei der Beleuchtung stehen sieben Modi und eigene Effekte zur Auswahl. Weiters kann man auch die Helligkeit, Geschwindigkeit und Richtung der Beleuchtung anpassen oder diese ganz deaktivieren. Im Menübereich „OLED“ können optische Anpassungen und eigene Animationen sowie Texte eingestellt werden. Die Einstellungen können in bis zu vier Profilen gespeichert werden. Durch eine anschließende Synchronisierung werden sie in den Onboard-Speicher übertragen und stehen nun auch an der Konsole zur Verfügung.

Alltagstest


In unserem Alltagstest konnte das ASUS ROG Gamepad auf der ganzen Linie überzeugen. Der Controller liegt sehr gut in der Hand und die programmierbaren Sondertasten laden zum Experimentieren ein. Das hybride Steuerkreuz, die Buttons, Bumper und Trigger begeistern mit angenehmen Druckpunkten und einer geringen Lautstärke. Auch der Widerstand der Trigger ist sehr knackig und bietet keinen (nervigen) Spielraum. Die konkaven Thumbsticks fühlen sich hochwertig an, sind an den Rändern gummiert und ermöglichen eine präzise Steuerung. Einziger Wehrmutstropfen: Kein Element am Pad ist austauschbar.

Preis und Verfügbarkeit


Der ASUS ROG Raikiri Pro Controller ist ab sofort im Handel erhältlich. Der Verkaufspreis beträgt knapp 153 Euro (Stand: 30.11.2023).

Fazit & Wertung

Christoph meint: Tolles Gamepad mit ein paar wenigen Kompromissen!

Das neuste ASUS ROG Gamepad weiß zu gefallen. Für knapp 153 Euro bekommt man eine wertige Verarbeitung, ein gutes Handling, vier Sondertasten und ein praktisches OLED-Display geboten. Auch die Tri-Mode-Konnektivität, lange Akkulaufzeit und anpassbare RGB-Beleuchtung sprechen für unser Testmuster. Darüber hinaus lassen sich in der übersichtlichen Software zahlreiche Einstellungen bzw. Feinjustierungen vornehmen, welche sich in den Onboard-Speicher ablegen lassen. Was einem potenziellen Käufer aber bewusst sein muss: Das Gamepad entfaltet sein volles Potenzial erst in Kombination mit einem PC, es gibt keine austauschbaren Elemente und an der Xbox-Konsole herrscht Kabelpflicht. Kann man über diese Nachteile hinwegsehen, bekommt man einen tollen High-End-Controller für sein Geld geboten.

93%
Verarbeitung
10
Technik
9
Ausstattung
9
Handling
9
Treiber
9
Preis
8
Richtig gut
  • sehr gute Verarbeitungsqualität
  • angenehmes Gewicht
  • tolles Handling
  • präzise Joysticks und Digi-Kreuz
  • sämtliche Tasten sind leise und haben einen angenehmen Druckpunkt
  • Reaktion der Trigger und Sticks in der Software einstellbar
  • eingebauter ESS DAC (Klinkenanschluss)
  • 3 Verbindungsmodi (2.4-GHz Funk latenzfrei)
  • ordentliche Akkulaufzeit
  • vier gut erreichbare Sondertasten
  • praktisches OLED-Display
  • umfangreiche Software und zahlreiche Einstellungen
  • sehr langes USB-C-Kabel
  • Onboard-Speicher (4 Profile)
  • anpassbare RGB-Beleuchtung
Verbesserungswürdig
  • keine austauschbaren Elemente
  • an der Xbox-Konsole nur mit Kabel nutzbar
  • für das volle Potenzial wird ein PC+Software benötigt
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN <3), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne alte Star Trek Serien.

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