Action und Anime

Auch dieses Jahr haben wir uns erneut auf dem Messegelände in Köln eingefunden, um die diesjährige Gamescom zu zelebrieren. Ebenfalls haben wir dieses Jahr auch wieder einige Spiele zu sehen bekommen, welche interessante Prämissen oder Mechaniken bereithalten. Im nachfolgenden Artikel möchte ich euch meine persönlichen Highlights der GC 2019 näherbringen.
Grid 2019
Codemasters war dieses Jahr mit Ihrem Reboot der bekannten Grid-Serie am Start. Ein Simulations Racer par excellence, welcher damals bei seinem Original-Release 2008 viele Racing-Fans glücklich machte. Aber auch beim Reboot von 2019 zeigt Codemaster, dass sie Racing-Games immer noch können. Ich durfte den Stadtkurs Havanna am frühen Abend anspielen und war fasziniert, wie gut Codemaster die Atmosphäre der Kubanischen Hauptstadt eingefangen hat. Die vielen Cafes, die alten Gebäude mit ihren Steinsäulen. Es kam ein schönes Feeling auf. Ebenfalls interessant war der Ansatz, dass die KI-Fahrer auf unterschiedliche Fahrstile zurückgreifen, je nachdem, wie hart der Spieler sie beackert. Hier besonders zu erwähnen ist das Nemesis-System, welches dafür sorgt, dass wenn wir der KI richtig auf den Pinsel gehen, sie mit allen erlaubten Mitteln versucht, sich vor uns zu platzieren. Grid 2019 könnte ein sehr interessantes Rennspiel werden und soll am 11. Oktober released werden.

Doom Eternal
He is BACK: Und damit meine ich nicht Arnie, sondern den ehrfurchtsgebietenen Doomguy. Mit ihm sind aber auch die Dämonen aus der Hölle zurück und das bedeutet eine schnelle Schlachtplatte mit verrückten Waffen, brutalen Finishern (dieses Mal in drei verschiedenen Möglichkeiten) und neuen Moves. Wer Doom kennt, weiß, was ihn erwartet. Die Demo spielte sich flott und äußerst flüssig. Das größte Problem war die Tatsache, dass ich Doom Eternal mit dem Controller gespielt habe und dies eher eine Qual für mich war. Sonst zeigte sich der schnelle FPS aber erneut von seiner besten Seite und knüpft nahtlos an das Doom Reboot an. Ab dem 22. November dürfet auch Ihr euch auf die Jagd nach Dämonen begeben.

Code Vein
Das Soulsborne-Spiel von Namco Bandai verbindet einige sehr interessante Setting-Elemente miteinander, welche in der gezeigten Demo sehr griffig sind und die Welt definieren. In einer Anime-Vampire-Apocalypse-Welt werden wir als Vampir, welcher noch seine menschliche Art behalten hat, von einem sehr hohen Schwierigkeitsgrad und äußerst schön designten Gegnern erwartet. Der Schwierigkeitsgrad ist, wie bereits erwähnt, mächtig und verzeiht kaum Fehler. Die Customisation-Optionen für unseren Charakter sind üppig und die Waffen, samt Fertigkeiten, fühlen sich mächtig an. Es wird auch in Code Vein einige große Bosse zum Verkloppen geben, hier geht Code Vein aber einen anderen Weg und erlaubt dem Spieler, das Game direkt im Coop-Modus zu spielen. Die Gegner werden hierdurch zwar stärker, aber gemeinsam sterben und fluchen macht bekanntlich mehr Spaß. Eure Nerven könnt ihr ab dem 27.September in Code Vein stählen.

Dragon Ball Z: Kakarot
Ein Spiel, welches ich gar nicht so auf dem Schirm hatte, da wir ja die Freezer-Saga schon in so vielen anderen Dragon Ball-Spielen durchgekaut haben. Aber Dragon Ball Z: Kakarot geht einen anderen Weg und macht aus dem sonst nur als Beat’em Up bekannten Spiel ein RPG mit offener Spielwelt. Ihr könnt mit eurem Sohn Son Gohan durch die Wälder wandern, fischen, grillen und Nebenmissionen erledigen. Ihr erhaltet XP für abgeschlossene Aufgaben und seid so in der Lage, euren Charakter zu leveln und zu verstärken. Das Kampfsystem ist an die Dragon Ball Xenoverse-Teile angelehnt und ging sehr flüssig von der Hand. Eine weitere Besonderheit: Wir dürfen als Spieler auch die komplette Cell-Saga erleben. Da ich in der Demo nur den Kampf gegen Cell spielen durfte, kann ich zu Ladezeiten und der offenen Spielwelt nicht so viel sagen, aber das Präsentationsvideo machte Lust auf mehr. Endlich raus aus dem Dauergekloppe und rein in ein Dragon Ball mit RPG-Charakter. Dragon Ball Z: Kakarot hat das Potenzial, ein Geheimtipp zu werden.
Final Fantasy 7 Remake und warum jede Angst verflogen ist
Ich hatte die Möglichkeit, auf der Gamescom 2019 ein Hands On von Final Fantasy 7 zu spielen. Ein Remake, welches aufgrund der geplanten Episoden, aber auch aufgrund des Kampfsystems, einige Fragen aufgeworfen hat. Zu den Episoden kann ich nichts neues erzählen, aber die Angst vor dem erneuerten Kampfsystem ist komplett verflogen und hat mein Hypebarometer auf ein neues Höchstmaß ansteigen lassen.
Ich durfte den Anfang des Spiels durchlaufen. Mit sehr geschmeidigen Zwischensequenzen, welche komplett vertont wurden. Sowohl die englischen, als auch deutschen Sprecher liefern hier Arbeit auf hohem Niveau ab. Die Grafik ist ebenso stark. Cloud, Barrett und die Gegner, auf die wir treffen, sahen nie besser und geschmeidiger aus. Alles verläuft aus einem Guss. Keine sichtbaren Ladezeiten oder sonstiger Filler störten den Spielfluss. Barretts Charakter (harter Kerl mit einiger Kampferfahrung) und auch Cloud werden endlich audiovisuell hervorragend gezeigt.
Aber kommen wir jetzt zu dem, wo vorher keiner genau wusste, was uns erwartet: Die Kämpfe. Und hierfür gibt es im Grunde nur eine Aussage zu tätigen: Absolute Klasse. Das Durchlaufen der Areale geht fließend in den Kampf gegen Gegner über. Wir steuern zwar nur einen Charakter gleichzeitig, können aber jederzeit mit den Digipad-Knöpfen “Hoch” und “Runter” zwischen Cloud und Barrett wechseln. Haben wir Cloud unter Kontrolle, übernimmt in der Zwischenzeit die KI die Kontrolle über Barrett. Und dies ist auch dringend notwendig. Dies liegt daran, da es auch im Remake das ATB-System gibt. Allerdings wird das ATB System anders genutzt. Damals noch selbstaufladend und mit der Entscheidung, wann der Charakter am Zug ist, laden wir den ATB-Balken in zwei Segmenten auf. Dies passiert durch Angriffe, welche wir mit der Viereck-Taste ausführen. Es ist also ein semi-aktives Kampfsystem. Haben wir den ATB-Balken gefüllt, können wir über X ein Menü aufrufen, in dem wir Zauber oder Techniken nutzten können. Heißt: Wir verbrauchen zusätzlich zum ATB- Segment Mana. Hier wird genaues Planen und taktisches Ressourcenmanagment notwendig, welches die Gefechte nicht in eine Schlachtplatte verkommen lassen. Weiterhin gibt es den bekannten Staggerred-Zustand. Haben wir genug Damage am Gegner verursacht, bekommt er diesen Zustand und erhält doppelten Schaden. Dies ist besonders interessant mit starken magischen Attacken, aber noch mehr mit den guten alten Limitbreaks. Diese wurden übrigens nicht von der KI ausgeführt, sondern müssen vom Spieler aktiviert werden.
Imposant war auch der Bossfight gegen den Wachskorpion. Dieser war in mehrere Abschnitte unterteilt und sehr imposant und großartig designt. Für die stärkste Attacke des Wachskorpions war es möglich, Trümmerteile als Schutz zu nehmen.
Ich werde aber nicht mehr über den Kampf verraten. Das Remake von FF7 war optisch opulent, kampftechnisch herausragend und gut überlegt designt und hat mir jegliche Angst genommen. Wie vorhergesagt, ist mein Hypebarometer bei FF7 auf ein ganz neues Niveau gesprungen und ich kann es kaum noch abwarten bis März nächsten Jahres, wenn wir die Story von Cloud, Aerith, Tifa und Co. erneut erleben dürfen.
Marvels Avengers
Ja, auch die Avengers kommen in meiner Liste vor. Nach dem ersten Trailer kam viel Unmut auf, da die Charaktere eher an die Comics angelehnt sind und alles oberflächlich aussah. Nach dem Hands On muss ich aber sagen, dass ich bei Marvels Avengers, aus dem Hause Crystal Dynamics, ein gutes Gefühl habe. Das Kampfsystem ist gut durchdacht und auch etwas tiefgreifender als angenommen. Die Story ist eine komplett neu geschriebene Geschichte, welche bisher auch nicht in den Comics vorkam und es gibt einen Coop-Modus für bis zu vier Spielern. Während Thor mit seinem Hammer Mjölnir die Gegner verprügelt hat, setzte Iron Man eher auf seine Technik und der Hulk auf seine brutale Kraft. Jeder der gespielten Helden hat sich sehr unterschiedlich angefühlt, aber doch genauso wie in den Filmen oder den Comics.

Dies ist nur eine Auswahl an Spielen, welche zu meinen Highlights gehören. FIFA 20 hat mit dem Volta-Modus noch etwas neues in Petto, was sogar nicht sportbegeisterten Fans Spaß machen kann. eFootball Pes 2020 hat mit Andres Iniesta jemanden zu der Entwicklung dazu geholt, um das Verhalten der besten Spieler der Welt noch besser in das Spiel integrieren zu können. Außerdem hat die Indie-Szene noch einige heiße Eisen im Feuer, welche noch sehr viel Potenzial besitzen. Death Stranding zeigte neue Szenen und verwirrte die Besucher noch mehr, um sie im gleichen Atemzug weiter zu hypen.
Die Gamescom war auch dieses Jahr wieder an sich ein Highlight und ich freue mich auf das Jahr 2020.

Kommentar schreiben