Xtrfy H1 - Test/Review
Mit dem „H1“ präsentiert der Hersteller Xtrfy, der vor allem durch seine Kooperation mit dem eSports Team Ninjas in Pyjamas bekannt ist, sein erstes Gaming-Headset.
Von Christoph Miklos am 21.02.2019 - 03:26 Uhr

Fakten

Hersteller

Xtrfy

Release

Mitte 2018

Produkt

Headset

Preis

169,90 Euro

Webseite

Media (10)

Einleitung & Datenblatt

Einleitung
Mit dem „H1“ präsentiert der Hersteller Xtrfy, der vor allem durch seine Kooperation mit dem eSports Team Ninjas in Pyjamas bekannt ist, sein erstes Gaming-Headset. Ob sich die Kooperation ausgezahlt hat, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen! Über Xtrfy
Xtrfy was founded in Sweden, and all of our products are born here too. We design our products from the ground up at our offices in Landskrona to make sure they keep what they promise.
Xtrfy stands for quality. Under pressure. Over time. Or as we like to put it: future included. We dare claiming that our RMA percentage is one of the lowest in the industry. Put us to the test, and you’ll notice the difference.

Datenblatt
• Gewicht: 380 g (mit Kabel) • Farbe: Schwarz • Kopfhörer: Bauweise: geschlossen Lautsprechergröße: 60 mm Frequenzgang: 5 bis 30.000 Hz Impedanz: 35 Ohm • Mikrofon: Bauweise: abnehmbar Frequenzgang: 40 bis 20.000 Hz • Anschluss: 3,5 mm Klinkenstecker (vierpolig, 2x dreipoliger Adapter liegt bei) Reichweite: 1,2 m (2 m Verlängerungskabel liegt bei) • Ohrpolster: Formgedächtnispolymer, PU-Leder (auswechselbar) • Kompatibilität: PC, Mac, PS4, PS4 Pro, Xbox One und One S mit optionalem Adapter
Preis: 170 Euro (Stand: 21.02.2019)
Testplattform
• Mainboard: ASUS ROG Zenith Extreme • Prozessor: AMD Ryzen Threadripper 1950X @ 16x 4,0 GHz • Arbeitsspeicher: Ballistix Elite DIMM Kit 32GB, DDR4-3000 • Grafikkarte: Zotac Gaming GeForce RTX 2080 Ti AMP • Prozessorkühler: Enermax LiqTech TR4 240 • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 • Festplatten: Toshiba OCZ RD400 512GB, M.2 • Gehäuse: be quiet! Dark Base Pro 900 • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit • Monitor: LG Electronics 34UC79G-B • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Sonstiges: diverser Videospiele, Audio- und Video-Files

Verarbeitung & Klang

Verarbeitung
Das schwarz-silberne Xtrfy H1 misst zirka 17x10x20 cm (BxLxH) und wurde aus einem Kunststoff-Metall-Mix gefertigt. Die gesamte Konstruktion ist sehr robust gestaltet und damit selbst im harten eSport-Alltag für eine lange Einsatzdauer ausgelegt. Der belastbare Metallbügel kommt mit einer angenehmen Polsterung daher. Das Mikrofon mit Pop-Filter befindet sich auf der linken Seite und lässt sich bei Bedarf einfach abstecken. Das Eigengewicht von knapp 380 Gramm ist angenehm ausgefallen. Das stoffummantelte Audiokabel misst 1,2 Meter (+2 Meter Y-Splitter-Verlängerungskabel). Insgesamt hinterlässt das Headset einen überaus positiven Eindruck in puncto Verarbeitungsqualität. Klang und Alltagstest
Für die Schallwandlung sind zwei hochwertige 60 mm große Treiber zuständig, die laut Datenblatt den Frequenzbereich von 5 bis 30.000 Hertz abdecken. Der Hersteller bescheinigt dem Kopfhörer eine Impedanz von 35 Ohm und eine Empfindlichkeit von 97 Dezibel. Der Anschluss erfolgt wahlweise per Single-Klinke (ideal für Smart-Devices und Konsolen), Dual-Klinke (PC-Soundkarte) und darüber hinaus liegt im Lieferumfang eine gut klingende USB-Soundkarte bei, die aber keine Surround-Sound-Funktion besitzt. In unserem Alltagstest (Battlefield V, Rainbow Six: Siege, Counter-Strike: Global Offensive, Blu-ray-Filme und Audio-CDs) schlägt sich das Headset sehr gut. Das Stereo-Klangbild wird von klaren Höhen und einem kräftigen Bass dominiert. Auch der Mitteltonbereich kommt ausreichend präzise rüber. Kurz gesagt: Anspruchsvolle Zocker können bedenkenlos zugreifen.

Tragekomfort & Mikrofon

Tragekomfort
Dank der weichen Ohrkissen mit Kunstlederbezug eignet sich das Headset ideal für lange Spielzeiten. Selbst nach mehr als sechs Stunden konnten wir keine Schmerzen an den Ohren feststellen, was wiederum für den hohen Tragekomfort unseres Testmusters spricht. Einen weiteren Pluspunkt bekommt das Headset für den anpassbaren Kopfbügel, der den Komfort zusätzlich unterstreicht. Kleiner Wehrmutstropfen: In der warmen Jahreszeit kann es, aufgrund der Polsterbeschichtung, schnell zu schwitzenden Ohren kommen. Mikrofon
Im Lieferumfang liegen zwei verschiedene Mikrofone bei. Das eSport-Modell besitzt laut Hersteller ein besseres Noise-Cancelling. Die Sprachqualität beider Mikrofone überprüften wir wie immer mit den aktuellen Skype-, Teamspeak- und Discord-Versionen. In sämtlichen VOIP-Programmen wurde unsere Stimme laut, klar und ohne Hintergrundgeräusche durch das Internet übermittelt. Auch im Konsolen-Chat erlaubt sich unser Testmuster keine Patzer. Markante Unterschiede zwischen den beiden Mics konnten wir nicht feststellen. An der praktischen Kabelfernbedienung kann man Game- und Voice-Lautstärke getrennt voneinander regeln und das Mikrofon stummschalten.
Preis und Verfügbarkeit
Das Xtrfy H1 ist ab sofort für knapp 170 Euro (Stand: 21.02.2019) im Handel erhältlich.

Fazit & Wertung

Christoph meint: Gut klingendes und hochwertiges Gaming-Headset!

Das Xtrfy H1 hinterlässt einen positiven Eindruck in unserer Redaktion. Unser Testmuster ist zwar mit knapp 170 Euro kein Schnäppchen, doch dafür bekommt man eine stabile Verarbeitung, einen hohen Tragekomfort und ein sehr gutes Klangbild geboten. Ebenfalls erfreulich: Der üppige Lieferumfang. Als Käufer darf man sich über zwei verschiedene Mikrofone mit guter Sprachqualität, ein langes Verlängerungskabel und eine gut klingende USB-Soundkarte freuen. Schade nur, dass die Soundkarte keine Surround-Sound-Funktion bietet. Lediglich auf die -mittlerweile- gewohnt bunte RGB-Beleuchtung muss verzichtet werden (sofern man diese vermisst…).

90%
Verarbeitung
9
Klang
9
Tragekomfort
9
Mikrofon
9
Anbindung
10
Preis
7
Richtig gut
  • saubere und stabile Verarbeitung
  • angenehmes Gewicht
  • hoher Tragekomfort
  • kräftiger Bass
  • sauberer Mitteltonbereich
  • präzise Höhen
  • USB-Soundkarte und zwei Mikrofone mit Pop-Filter im Lieferumfang enthalten
  • gute Sprachqualität (Mikrofone)
  • langes Kabel (+Splitter-Kabel)
  • auch geeignet für Smart Devices und Konsolen
Verbesserungswürdig
  • USB-Soundkarte nur mit Stereo-Sound
  • recht hoher Preis
  • Ohren fangen schnell zum Schwitzen an
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

Kommentar schreiben