Toller Abschluss

Willkommen zurück in der Welt von Witcher 3 und gleichzeitig: herzlich willkommen zum Finale der Serie. Wir haben hier ja schon einmal über das neue und letzte Addon der Witcher-Reihe geschrieben und euch vorgeschwärmt, wie gut es damals aussah. Nun haben wir einen genauen Blick darauf geworfen. Und? Ist es wirklich so gut?
Märchenhaft schön
Die Antwort ist ja – um euch nicht endlos auf die Folter zu spannen. Wir begeben uns auf die Suche nach einem Monster und werden mit 30 Stunden voll wunderbarer Abenteuer belohnt, die das Urspiel zwar nicht in den Schatten stellen, aber die ganze Geschichte mit viel Humor, Intrigen, Entscheidungen und allgemeinen Neuerungen ja doch ganz gut erweitern. Wir haben euch ja schon vom Housing erzählt, von verbesserten Inventar und Interface, von den neuen Mutagenen, Pflanzen und Monstern. Alles schön und gut und passt wunderbar in die übergroße Welt. Natürlich fragt ihr euch nicht zu Unrecht: was kann das neue Witcher-Addon denn nicht? Und diese Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten, denn wir für unseren Teil mochten das Urspiel ja schon und wenn man ein Grundspiel derart auf seine Fans zugeschnitten verbessert, verdient das eigentlich Lob. Grundsätzlich hätten wir uns mehr Zeit mit alten Bekannten gewünscht – zum Abschluss.

Von Rittern und feinen Damen
Aber gehen wir doch lieber ein wenig ins Detail. In Toussaint gibt es keinen Krieg, daher halten sich auch Armut und Monster auf seltsame Art und Weise im Zaum. Eine richtige Armee hat das Ländchen auch nicht, dafür ziehen aber Ritter, die dem mittelalterlichen Ritterkodex entsprechen, durchs Land und passen auf, dass es auch ja jedem gut geht. Ehre und Tapferkeit werden großgeschrieben und wenn man um ein junges Mädchen werben will, so bringt man ihr halt den Kopf eines Monsters. Kennt man ja. Ritterturniere, Weingüter, feine Adlige und in den Sümpfen, naja, dort lauern dann eben doch die finsteren Gesellen und die Monster. Warum ist das alles so? Nun ja, Toussaint ist eben die große Weinregion der Witcherwelt und will man weiterhin seinen Wein genießen, kann man da halt nicht einmarschieren. Natürlich ist im Endeffekt ja doch nicht alles so wie es scheint, ist ja klar, aber dem ersten Anschein nach, ist das Örtchen grundsätzlich ein perfekter Platz um sich zur Ruhe zu setzen.
Rivia Manor
Apropos zur Ruhe setzen. Kaum kommen wir in unserem Questgebiet an, drückt man uns schon ein altes Weingut aufs Auge. Großgrundbesitzer zu sein, fühlt sich erstaunlich gut an. Mit dem Ding haben wir nun auch genug Platz, um unser Geld aus dem Fenster zu werfen, denn das Ding muss repariert und neu aufgebaut werden, während uns jeder Flügel, den wir reparieren, neue Boni bringt. Natürlich, ja, das System ist nicht innovativ und neu, aber in einem Singleplayer-RPG wie Witcher, war es doch etwas, was bisher ein wenig gefehlt hat. Nebenher könnt ihr dann auch noch eure Ausrüstung weiter upgraden und ganz allgemein besser aussehen.

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