The Walking Dead: Survival Instinct - Test/Review
Nach dem mehrfach ausgezeichneten und gelobten The Walking Dead Adventure aus dem Hause Telltale Games, versucht nun auch Publisher Activision sein Glück mit der beliebten Zombie-Franchise - leider ohne Erfolg.
Von Christoph Miklos am 30.03.2013 - 02:57 Uhr

Fakten

Plattformen

Wii U

Xbox 360

PlayStation 3

PC

Publisher

Activision Blizzard

Entwickler

Terminal Reality

Release

22.03 2013

Genre

Shooter

Typ

Vollversion

Pegi

18+

Webseite

Preis

59,90 Euro

Media (10)

Wieder eine Lizenzgurke

Nach dem mehrfach ausgezeichneten und gelobten The Walking Dead Adventure aus dem Hause Telltale Games, versucht nun auch Publisher Activision sein Glück mit der beliebten Zombie-Franchise - leider ohne Erfolg.
Die Dixon-Brüder auf dem Weg nach Atlanta
Im Gegensatz zur Adventure-Serie von Telltale Games basiert Survival Instinct nicht auf dem Comic, sondern auf der AMC-Fernsehserie The Walking Dead. Man schlüpft in die Rolle von Daryl Dixon, der sich mit seinem brutalen Bruder Merle einen Weg durchs zombieverseuchte Georgia bis nach Atlanta bahnen muss. Natürlich nicht zu Fuß, die Strecken zwischen den einzelnen besuchten Orten legen die beiden mit diversen Autos zurück. Steuern dürfen wir die aber nicht, wir geben lediglich das nächste Reiseziel und die Route vor, der Rest geschieht in einer Ladepause. Bevor es mit dem Trip losgeht müssen wir entscheiden, ob wir Highways, Hauptstraßen oder Nebenstraßen nehmen. Wenn wir uns für Autobahnen entscheiden, verbrauchen wir nur wenig Treibstoff, entdecken aber auch nur wenige, zufällig platzierte Orte, an denen wir Munition, Benzin oder Nahrung erbeuten können. Bei den Nebenstraßen läuft es genau andersherum, den Mittelweg stellen die Hauptstraßen dar.
Brüderlich teilen
Eine der großen Stärken von The Walking Dead: Survival Instinct ist das Ressourcen-Management. Auf der Reise treffen wir andere Charaktere, die sich uns anschließen. Vor jeder Mission entscheiden wir, mit welcher Waffe wir sie ausstatten und wonach sie suchen sollen. Hört sich interessant an - ist es aber leider nicht, denn dieses Feature wurde nicht bis zum Ende durchdacht. Das liegt zum einen daran, dass die zahlreichen Charaktere arg „farblos“ rüberkommen. Zum anderen begleiten uns die Figuren nicht in die Missionen, sondern erfüllen ihre Aufträge ungesehen, nur um uns später Benzin, Nahrung oder Munition zu liefern. Einen Koop-Modus gibt es ebenfalls nicht.
Unser PlayTime-Video zu The Walking Dead: Survival Instinct
Ödes Zombie-Meucheln
Das eigentliche Gameplay von The Walking Dead: Survival Instinct, welches wir aus der Ego-Perspektive erleben, beschränkt sich auf das Suchen nach Beute und Töten von Beißern. Ähnlich wie im Konkurrenztitel Dead Island greifen wir meist zu Nahkampfwaffen, um uns der Untoten zu erwehren. Der Griff zur Schusswaffe sollte gut überlegt sein, denn die zahlreichen Zombies haben ein verdammt gutes Gehör. Daher sollte man lieber um größere Gruppen herumschleichen. Wenn uns die Beißer dann aber doch mal umkreisen, müssen wir in einem Handgemenge um Leben und Tod ringen, indem wir auf ihren Kopf zielen und ihnen dann per Knopfdruck ein Messer in den Kopf rammen. Um das zu verhindern, können wir Flaschen und Leuchtkörper werfen, um Zombie-Gruppen abzulenken.
Nebenaufgaben
Abseits der Story-Missionen können wir auch gelegentliche Nebenaufgaben von Überlebenden annehmen. Zum Beispiel belohnt uns ein Hilfssheriff für die Wiederbringung seiner Mütze mit ein paar zusätzliche Schrotflinten-Hülsen. Apropos Waffen: Im Laufe der knapp acht Stunden langen Kampagne finden wir verschiedene Schießprügel. Mit von der Partie sind Pistolen, Revolver, Gewehre, Granaten und die für Daryl typische Armbrust, mit der wir auch im Distanzkampf lautlos vorgehen können.
Technik
Das Grafikgerüst wirkt auf sämtlichen Plattformen extrem altbacken. Matschige Texturen, zahlreiche Clippingfehler, arg steife Animationen und detailarme Figuren katapultieren einen direkt zurück ins Jahr 2004. Zumindest die Original Sprecher und das coole The Walking Dead Theme sorgen für etwas Atmosphäre.
An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass auch die deutsche USK-Fassung komplett ungeschnitten in den Handel gekommen ist.

Fazit und Wertung

Christoph meint: Lieber die DVD-Box zur TV-Serie kaufen!

Bereits auf der letztjährigen gamescom, wo wir das Spiel zum ersten Mal gesehen haben, hinterließ The Walking Dead: Survival Instinct einen faden Beigeschmack - vor allem wenn man davor das großartige und stimmungsvolle Adventure gezockt hat. Entwicklerteam Terminal Reality hat zwar ein paar gute Ideen (Ressourcen-Management, die beiden Dixon-Brüder), jedoch wurden diese einfach nicht konsequent genug umgesetzt. Das Endresultat: Das gesamte Spiel macht den Eindruck, als hätte man es ein Jahr zu früh auf den Markt gebracht.

40%
Grafik
3
Sound
7
Bedienung
8
Spielspaß
3
Atmosphäre
3
Preis/Umfang
3
Richtig gut
  • Original Sprecher aus der Serie
  • The Walking Dead Theme
  • typische Walking-Dead-Settings
Verbesserungswürdig
  • extrem schlechte Grafik
  • steife Animationen
  • schlechtes Trefferfeedback
  • potthässliche Zufalls-Locations
  • müde Story
  • viele Spielelemente nicht zu Ende gedacht
  • kein Koop-Modus
Anforderungen
• Sony PlayStation 3 Konsole
• Microsoft Xbox 360 Konsole

• OS: Windows XP, Vista, 7 und 8
• Processor: Intel Core 2 Duo E4400 @ 2.00 GHz oder AMD Athlon 64 X2 4000+ @ 2.0 GHz
• Memory: 2 GB RAM
• Graphics: AMD Radeon HD 4670 512MB or Nvidia Geforce 8800 GT 512MB or better
• DirectX: 9.0c
• Hard Drive: 9 GB HD space
• Sound: DirectX 9.0C or later
• Other Requirements: Broadband Internet connection
• Additional: Internet connection is for Steam only. No online MP
Getestet für
PC
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

1 Kommentar

Denis Becker vor 4585 Tagen

Also ich habe es mir für die xbox 360 gekauft habe noch nicht lange gespielt aber finde trotzdem das spiel hatt seinen reiz denn so erfährt mann was in der serie nicht war nähmlich was mit den beiden dixon brüder passiert ist.

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