Raving Rabbids: Alive & Kicking - Test/Review
Nachschub für Liebhaber der nervigen Rabbids ist da.
Von Hannes Obermeier am 22.11.2011 - 02:14 Uhr

Fakten

Plattform

Xbox 360

Publisher

Ubisoft

Entwickler

Ubisoft

Release

03.11 2011

Genre

Partyspiel

Typ

Vollversion

Pegi

7+

Webseite

Media (20)

Rabbids meet Kinect

Nachschub für Liebhaber der nervigen Rabbids ist da. Ubisoft hat speziell für die Kinect-Steuerung und Xbox 360 eine Minigamesammlung mit Partyflair herausgebracht. Wir treten und schlagen bis wir schwitzen…
Hau den Rabbid
Wenn man das Game noch nicht kennt hat man anfangs sogar Hemmungen auf die niedlichen Nager mit übergroßen Zähnen zu treten. Doch je mehr man sich damit beschäftigt, umso kleiner werden die Gewissenbisse. Das Spiel lebt davon, die Hasen bei jeder Gelegenheit zu treten, zu schlagen oder ihnen einfach eines auszuwischen. Nebenbei misst man sich noch mit seinen Freunden in vielen Wettbewerben. Eine Story fehlt mal gänzlich. Doch die ist auch gar nicht notwendig, denn „Raving Rabbids Alive and Kicking“ besteht aus einer Ansammlung von 30 unterschiedlichen Minigames. Die Arten der Spiele sind überraschend abwechslungsreich, wenn auch nicht alle berauschend wirken. Manchmal wünscht man sich etwas mehr Spiellänge, und manchmal dürfte es auch ruhig etwas kürzer sein. Als Rabbid-Arielle einer überfluteten Straße entlang zu schwimmen und dabei mit rudernden Armen die Geschwindigkeit steuern, sowie aus dem Wasser springen oder unter einem Hindernis hindurchtauchen, kostet schon ordentlich Saft, denn die Strecke ist alles andere als kurz. Bei einem Rätselspiel hingegen, dabei wird z.B. ein Würfel gezeigt, und im Anschluss muss man aus vier unterschiedlichen aufgelegten Würfelflächen erkennen, welche Fläche zum vorher gezeigten Würfel passt. Wer glaubt es zu wissen, der hebt die Hand und muss auch dann die richtige Antwort präsentieren. Dann darf man sich wiederum als Guitarhero versuchen und gleichzeitig gegen einen anderen Spieler antreten. Dabei zählt zur richtigen Zeit, der richtige Griff auf der Gitarre. Sehr witzig, Posing am Strand. Gegen einen anderen Spieler werden diverse Posen von Bodybuildern nachgeahmt. Wer zuerst die richtige Pose eingenommen hat macht Punkte. Unglaublich wie sich mancher dabei anstellt. Weniger witzig, Soße von Spagetti weglecken, oder Kaugummi-Bungee Jumper-Rabbids den Kaugummi durchtrennen, kurz bevor sie wieder nach oben schnellen. Wer am längsten wartet hat gewonnen, doch schnellen beide wieder hoch, entscheidet ein Zufallsgenerator wer den Punkt bekommt. Alleine kann man das Spiel fast vergessen, da es nur kurzzeitig Spaß macht. Doch wie auch bei vielen anderen Kinect-Titeln steht hier der Partyspaß im Vordergrund, und der passt.
Beim Partymodus wird von jedem Teilnehmer zu Beginn ein Foto aufgenommen sowie eine Sprechprobe aufgezeichnet, dann geht es los. Per Zufall werden immer zwei Teilnehmer ausgewählt, in dem auf der entsprechenden Spielerseite das Bild zum Spieler gezeigt wird, der antreten muss. Dann wird gespielt. Wer den Zweikampf verliert, dem wird ein Teil seines Lebensbalkens abgezogen und zusätzlich muss er auch noch eine Strafe abbüßen die vor dem Wettkampf angezeigt wird, wie z.B. „klatsche ab aber ohne Hände“, oder „lasse dich 5 Sekunden lange kitzeln“, etc. Wer sich dennoch alleine betätigen möchte, der darf sich mitten im Wohnzimmer mit einem großen Rabbid prügeln, oder besser gesagt, er darf einen verhauen. Mit Backpfeifen oder mit Tritten wird der Rabbid quer durchs Zimmer befördert, und auch wenn es sich brutal anhört, der freche Bursche beschwert sich nie, im Gegenteil, er lacht auch noch frech wenn man mal daneben langt.
Da bleibt kein Shirt trocken
Dank des hohen Bewegungsablaufes bei diversen Minigames, kann man sich sicher sein, im Anschluss duschen zu müssen. Die Genauigkeit der Kinect-Positionsabfrage variiert. Meistens ist sie sehr genau, hat aber in unregelmäßigen Abständen auch Schwächeanfälle. So hat sie z.B. Probleme beim „Posing am Strand“, wo sie auch langsame Körperdrehungen nicht richtig verarbeitet. Ansonsten eine reife Leistung.
Witzige Optik
Teilweise präsentiert sich das Game in einer simplen, witzigen Comic-Optik und teilweise auch dreidimensional. Viel Aufwand haben die Spieldesigner da zwar nicht getrieben, aber für den Unterhaltungswert reicht es allemal.
Wenig Ton dafür mehr Krach
Klatschen vom Feinsten. Also wenn etwas bestechend echt wirkt, dann wenn es Ohrfeigen oder Schläge gibt. Ansonsten hat man wenig Wert auf authentische Akustik oder ansprechende Musik gelegt. Doch wie schon oben erwähnt stört dies keinesfalls den Funfaktor. Das Gebrabbel der Rabbids ist nach wie vor witzig und nervend zugleich.

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