Mehr Magie Eine sehr löbliche Neuerung in Die vergessene Zeit ist das „Magie-Upgrade-System“. Jeder besiegte Feind hinterlässt einen gelben Orb, der wiederum euer
Erfahrungspunktekonto auffüllt. Die Zähler dürft ihr dann in einem entsprechenden Menü gegen Charakter-Verbesserungen eintauschen. So verlängert ihr die Lebensenergieleiste des Prinzen, stockt den Vorrat an Rückspul-Möglichkeiten auf und erweitert das Kampf-Repertoire eures Helden um neue Moves. Noch wichtiger sind aber die Elementarzauber: Feuer verbrennt eure Gegner, Eis lässt den Prinzen frostige Strahlen verschießen, Erde lässt einen Schutzschild erscheinen und Wind fegt sämtliche Gegner vom Bildschirm. Insgesamt sind die RPG-Anleihen einer der Hauptgründe, warum das Spiel langfristig motiviert.
Die Schwächen Mal abgesehen vom schwachen Kampfsystem gibt es noch ein paar weitere Kritikpunkte, die den Spielspaß trüben. Da wäre zunächst einmal die zickige Steuerung. Am meisten genervt hat es uns, dass Sprünge erst nach einer kurzen Verzögerung ausgeführt werden und Kampfanimationen nicht abgebrochen werden können. Was uns beim Schwierigkeitsgrad aufgefallen ist: Der Beginn ist zu simpel,
gegen Ende wird es hingegen teils frustrierend. Viel hängt davon ab, wie clever ihr eure Upgrade-Punkte einsetzt. Der Windzauber ist zum Beispiel in seiner höchsten Ausbaustufe fast schon übermächtig stark. Wer ihn schnell hochlevelt, hat es später deutlich leichter. Last but not least wäre da noch die belanglose sowie „Aha-freie“ Handlung. Auch der Erzbösewicht bleibt blass und wenig bedrohlich. Schade, denn in den bisherigen Teilen der Serie vermochte es Ubisoft weitaus besser, eine märchenhafte, spannende Story zu erzählen.
Neuer Look Das französische Entwicklerteam verzichtete beim neusten Prince of Persia-Teil auf eine Cel Shading-Grafik - stattdessen kam die Graphicengine aus Assassin´s Creed 2 zum Einsatz. Demnach darf man sich über flüssige Animationen, hübsche Effekte und
polygonreiche Figuren freuen. Wenig erfreulich hingegen ist die schwankende Texturenqualität. Auch die Locations hätte man etwas liebevoller gestalten können.
Bei der deutschen Synchronisation hat uns vor allem die Besetzung des Prinzen enttäuscht. Sprecher Michael Che-Koch klingt viel zu alt für den jugendlichen Helden. Warum man hier nicht Dennis Schmidt-Foss aus dem ersten Teil oder David Nathan aus den Fortsetzungen reaktivierte, ist uns schleierhaft. Zumindest bei der restlichen Vertonung hat sich Ubisoft keine Patzer erlaubt. Was auch für die Hintergrundmusik und die Kampfgeräusche gilt.
Kommentar schreiben