Mad Catz F.R.E.Q. 9 - Test/Review
Das F.R.E.Q. 9, ein kabelloses Multiplattform-Gaming-Headset, repräsentiert die aktuelle Audio-Speerspitze von Mad Catz.
Von Christoph Miklos am 05.07.2015 - 21:47 Uhr

Fakten

Hersteller

Mad Catz

Release

Anfang 2015

Produkt

Headset

Preis

299 Euro

Webseite

Media (11)

Testbericht

Verarbeitung
Das neue Mad Catz Headset setzt auf einen futuristischen Look. Die gesamte Konstruktion ist sehr robust gestaltet und damit selbst im harten eSport-Alltag für eine lange Einsatzdauer ausgelegt. Der Kunststoffbügel ist massiv und mit einer angenehmen Polsterung versehen. Die Kopfhörer werden von verstellbaren Trägern gehalten. Das integrierte Mikrofon befindet sich auf der linken Seite. Das Gewicht beträgt knapp 320 Gramm. Insgesamt hinterlässt das Headset einen mehr als positiven Eindruck in puncto Verarbeitungsqualität. Im Lieferumfang enthalten: ein schicker und praktischer Headset-Ständer.
Technik und Klang
Die Lautsprecher sind gut isoliert, um Außengeräusche in einem recht hohen Maß zu dämpfen. Als Kopfhörer eingesetzt, bietet dies zugleich den Vorteil, auch die Umgebung selbst bei lautem Musikgenuss nicht zu belästigen. Für die Wiedergabe sorgen hochwertige Neodym-Magnete mit 50mm Durchmesser. Der Frequenzbereich deckt das menschliche Hörvermögen mit 20 Hz bis 20 KHz ab (Mikrofon 50 Hz bis 16 KHz). Die Impedanz beträgt 32 Ohm.
Das F.R.E.Q. 9 Wireless Surround Headset ist kompatibel mit PlayStation 4, Xbox One (Xbox One Adapter separat erhältlich), Xbox 360, PC, Mac, Android, iOS, Windows Phone, Mad Catz M.O.J.O., Amazon Fire TV und anderen Smart Devices. Der Anschluss erfolgt wahlweise direkt per Bluetooth 4.0 (Reichweite: 10 Meter) oder Klinkenkabel (Single-Klinke 3,5mm). Ebenfalls mit von der Partie ist eine AptX-Unterstützung: Zur Erklärung: AptX verbessert die Zeitsteuerung des Bluetooth-Signals, sodass Zeitverzögerungsprobleme stark reduziert werden und die Qualität der Originalaudiodatei erhalten bleibt.
Allerdings gibt es bei der PlayStation 3 und dem PC gewisse Einschränkungen. Da der Controller der PS3 über keinen Audioausgang verfügt, lässt sich zwar der Ton übertragen, allerdings ist der Sprach-Chat darüber nicht möglich. Das Gleiche gilt leider auch für den PC. Verfügt der PC nicht über Bluetooth, dann kann auch hier wieder die kleine Kontrollbox zum Einsatz kommen, hier erfolgt der Anschluss über Klinke und USB. Auch hier bleibt das Mikrofon leider stumm.
Das Headset nutzt eine wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie mit über 20 Stunden Akkulaufzeit je Ladung und lässt sich in einer flachen Reisehülle verstauen. Geladen wird das Audioprodukt per Micro-USB-Kabel. Fortschrittlich: Mit der hauseigenen Mad Catz A.P.P. (für iOS und Android) kann man den Batteriestatus überwachen und Audio-Einstellungen vornehmen.
In unserem Alltagstest (Battlefield: Hardline, Evolve, Heroes of the Storm, Counter-Strike: Global Offensive, Blu-ray-Filme und Audio-CDs) schlägt sich das Headset gut. Klare Höhen sind kein Problem für unser Testmuster. Auch bei hoher Lautstärke konnten wir keine Verzerrungen wahrnehmen. Ebenfalls erfreulich: Der dynamische Bass. Lediglich der Mitteltonbereich könnte etwas ausgeprägter sein. Die mitgelieferte Audio-Box setzt auf die AM3Ds Zirene Surround Sound. Dank dieser Technologie kann man Ingame Gegner deutlicher präziser lokalisieren.
Tragekomfort
Dank der angenehmen Ohrkissen eignet sich das Headset ideal für lange Spielzeiten. Selbst nach mehr als sechs Stunden konnten wir keine Schmerzen an den Ohren feststellen, was wiederum für den hohen Tragekomfort unseres Testmusters spricht. Einen weiteren Pluspunkt bekommt das F.R.E.Q. 9 für den verstellbaren Kopfbügel, der den Komfort zusätzlich unterstreicht. Kleiner Wehrmutstropfen: Aufgrund der Kunstlederbeschichtung fangen die Ohren nach ein paar Stunden zum Schwitzen an. Darüber hinaus verfügt das Headset über einen hohen Anpressdruck, was vor allem Brillenträger als unangenehm empfinden können.
Sprachqualität und D-ANC
Die Sprachqualität des Mikrofons überprüften wir wie immer mit den aktuellen Skype-, Teamspeak- und Ventrilo-Versionen. In sämtlichen VOIP-Programmen wurde unsere Stimme ohne Verzerrungen oder nervige Hintergrundgeräusche durch das Internet übermittelt.
Unser Testmuster unterstützt D-ANC (Digital Active Noise Cancellation). Mit Hilfe dieser Geräuschunterdrückung will Mad Catz unerwünschte Hintergrundgeräusche auf ein Minimum reduzieren, um Spiele, Musik oder Filme in vollem Umfang zu genießen. Sehr gern gesehen ist dieses Feature auch bei Fluggästen, um die lauten Turbinen auszublenden.
Es wird aber noch interessanter: Die Binauralüberwachung lässt sich bei aktivierter Geräuschunterdrückung hinzu schalten, um doch wieder einen Teil der Umgebungsgeräusche einzublenden. Hierfür sitzt an jeder Ohrmuschel ein Mikrofon, das die nähere Umgebung überwacht. Vor allem Stimmen von außen und auch die eigene sollen dadurch klarer zu hören sein. Auf diese Weise soll sich der Headset-Träger normal mit jemandem unterhalten können, ohne unbeabsichtigt zu schreien. Einen weiteren positiven Nebeneffekt soll diese Technik auch noch haben: Sie soll das oft vernommene Druckgefühl unterbinden, das bei einer aktiven Geräuschunterdrückung häufig entsteht.
Preis und Verfügbarkeit
Das Mad Catz F.R.E.Q. 9 ist ab sofort im Handel erhältlich. Der Preis beträgt 260 Euro (Stand: 05.07.2015).

3 Kommentare

d vor 3706 Tagen

Wie ist es im Vergleich zum Logitech G930?

Christoph Miklos vor 3706 Tagen

Hallo "D", der Tragekomfort ist beim Logitech G930 definitiv besser. Dafür besitzt das FREQ 9 die bessere Technik/Audioqualität.

d vor 3703 Tagen

alles klar, danke für die rasche Antwort :-)

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