Logitech G305 X Superlight - Test/Review
Mit der G305 X Superlight erweitert Logitech G sein Portfolio um eine besonders leichte kabellose Gaming-Maus, die sich gezielt an ambitionierte E-Sportler und kompetitive Spieler richtet.
Von Christoph Miklos am 05.07.2026 - 15:13 Uhr

Verarbeitung | Technik | Software


Verarbeitung


Unser Testmuster kommt in einem stabilen und farblich bedruckten Karton in der Redaktion an. Zum Testzeitpunkt gibt es den Nager mit schwarzer und weißer Beschichtung. Eine lila Farbvariante soll in Kürze in den Handel kommen. Die Maus misst 117.3 x 63.9 x 38.2 Millimeter (L x B x H) und richtet sich damit vor allem an Spieler mit kleinen und mittelgroßen Händen. Mit einem Gewicht von lediglich 61 Gramm inklusive Akku zählt der Nager weiterhin zu den leichtesten High-End-Gaming-Mäusen auf dem Markt und eignet sich hervorragend für schnelle, präzise Bewegungen in kompetitiven Spielen.
Die Verarbeitungsqualität bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau. Das Gehäuse wirkt trotz des geringen Gewichts stabil und verwindungssteif, während die matte Kunststoffoberfläche einen hochwertigen Eindruck hinterlässt und gleichzeitig für einen sicheren Halt sorgt. Knarzgeräusche, ungleichmäßige Spaltmaße oder andere Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen. Zur Eingabe stehen insgesamt sechs Tasten bereit, darunter die beiden Haupttasten, zwei Daumentasten, eine DPI-Taste unter dem Mausrad sowie die Mitteltaste des Mausrads. Sämtliche Tasten lassen sich über die Logitech-G-Software individuell belegen und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das griffige Zwei-Wege-Mausrad arbeitet präzise und bietet einen klar definierten Rasterpunkt beim Scrollen.
Bei den Haupttasten setzt Logitech auf die hauseigenen optisch-mechanischen Lightforce-Switches. Diese kombinieren laut Hersteller die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit optischer Schalter mit dem vertrauten Klickgefühl klassischer mechanischer Switches. Im Inneren kommen galvanische Kontaktpunkte zum Einsatz, die für ein direktes und präzises Auslöseverhalten sorgen. In der Praxis überzeugen die Schalter mit einem knackigen, leichtgängigen Druckpunkt und einem sehr schnellen Ansprechverhalten. Die angegebene Lebensdauer von bis zu 100 Millionen Klicks verspricht zudem eine hohe Langzeitstabilität. Auf der Unterseite sorgen vier PTFE-Gleiter für ausgezeichnete Gleiteigenschaften auf unterschiedlichsten Oberflächen. Ebenfalls dort befinden sich der Ein-/Aus-Schalter der Maus, die Verbindungstaste (2.4-GHz oder Bluetooth) und ein Fach zum Verstauen des USB-Empfängers. Insgesamt hinterlässt die Logitech G305 X Superlight sowohl hinsichtlich Verarbeitung als auch Materialqualität einen nahezu makellosen Eindruck. Zum Lieferumfang gehört ein gummiertes und 1.8 Meter langes USB-C-Kabel. Die Herstellergarantiezeit beträgt zwei Jahre.
Ein erfreuliches Detail findet sich auf der Unterseite der Maus: Das Gehäuse wird über gut zugängliche Schrauben zusammengehalten und ist nicht ausschließlich verklebt. Dadurch lässt sich die Maus bei Bedarf vergleichsweise einfach öffnen, was Reparaturen oder den Austausch einzelner Komponenten deutlich erleichtert.

Technik


Für die Sensorik setzt Logitech bei der G305 X Superlight auf den hauseigenen Hero-44K-Sensor. Die maximale Auflösung liegt bei beeindruckenden 44.000 DPI, während sich der DPI-Wert in der Logitech-G-HUB-Software präzise in 50-DPI-Schritten anpassen lässt. Damit eignet sich die Maus sowohl für Low-Sense-Spieler als auch für Nutzer, die besonders hohe Empfindlichkeiten bevorzugen. Auch bei den technischen Leistungsdaten zeigt sich der Sensor von seiner besten Seite. Logitech gibt eine maximale Tracking-Geschwindigkeit von 678 IPS (Inches per Second) sowie eine Beschleunigung von bis zu 40 G an.
Unser Testmuster bietet drei verschiedene Verbindungsmöglichkeiten und lässt dem Nutzer damit die Wahl zwischen maximaler Performance und hoher Flexibilität. Neben dem kabelgebundenen Betrieb über das abnehmbare USB-C-Kabel stehen eine latenzarme Lightspeed-2.4-GHz-Funkverbindung sowie Bluetooth für Notebooks oder mobile Geräte zur Verfügung. Im Alltag überzeugt die Lightspeed-Verbindung mit einer stabilen und verzögerungsfreien Übertragung. Während unseres Testzeitraums kam es weder zu Verbindungsabbrüchen noch zu spürbaren Aussetzern oder Eingabeverzögerungen. Bluetooth eignet sich hingegen vor allem für den mobilen Einsatz oder produktive Anwendungen, da die Abfragerate hier mit 133 Hz deutlich niedriger ausfällt. Der integrierte 480-mAh-Akku liefert eine überzeugende Ausdauer. Je nach gewählter Verbindungsart, Polling-Rate und aktivierter RGB-Beleuchtung sind mehrere Tage bis hin zu mehreren Wochen Nutzung ohne Nachladen realistisch. Geladen wird komfortabel über den USB-C-Anschluss, wobei die Maus auch während des Ladevorgangs uneingeschränkt weiter genutzt werden kann.
Wer das Maximum aus der G305 X Superlight herausholen möchte, kann optional den PRO Wireless-Empfänger erwerben. Dieser ermöglicht eine Abfragerate von bis zu 8.000 Hz über die 2.4-GHz-Verbindung und reduziert die Eingabelatenz nochmals. Für die meisten Spieler stellt bereits die standardmäßige 1.000-Hz-Abfragerate eine mehr als ausreichende Performance dar. Ambitionierte E-Sport-Spieler mit einem leistungsstarken System profitieren jedoch von der höheren Polling-Rate, sofern sie Wert auf eine möglichst geringe Eingabeverzögerung legen. Zu beachten ist allerdings, dass höhere Abfrageraten sowohl die CPU-Auslastung als auch den Energieverbrauch erhöhen und die Akkulaufzeit entsprechend verkürzen.

Software


Die Konfiguration der Logitech G305 X Superlight erfolgt über die kostenlose Software Logitech G HUB. Die übersichtlich gestaltete Anwendung bietet zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten und richtet sich sowohl an Gelegenheitsspieler als auch an ambitionierte E-Sportler. Bereits auf der Startseite erhält der Nutzer einen schnellen Überblick über den Akkustand, die aktuelle DPI-Einstellung sowie die aktive Polling-Rate. Sämtliche Tasten der Maus können frei belegt und mit individuellen Funktionen, Makros, Tastenkombinationen oder Multimedia-Befehlen versehen werden. Darüber hinaus lassen sich anwendungsspezifische Profile erstellen, die automatisch beim Start eines Spiels oder Programms aktiviert werden. Im Bereich der Sensoreinstellungen kann die DPI-Auflösung präzise in 50-DPI-Schritten angepasst werden. Mehrere DPI-Stufen lassen sich definieren und bequem während des Betriebs abrufen. Zusätzlich können die Polling-Rate, die Lift-off-Distance sowie weitere Sensorparameter individuell konfiguriert werden.
Ebenfalls vorhanden ist ein integrierter Makro-Editor, mit dem sich komplexe Befehlsfolgen erstellen und einzelnen Tasten zuweisen lassen. Die Erstellung erfolgt intuitiv und dürfte auch weniger erfahrenen Nutzern keine größeren Schwierigkeiten bereiten. Praktisch ist zudem die Möglichkeit, sämtliche Einstellungen in mehreren Profilen zu speichern und diese bei Bedarf auf den integrierten Onboard-Speicher der Maus zu übertragen. Dadurch bleiben die bevorzugten Einstellungen auch ohne installierte Software erhalten.
Der Nager wurde automatisch unter Windows 10/11 erkannt.

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