Kioxia Exceria Pro G2 2TB - Test/Review
Mit der Exceria Pro G2 bringt Kioxia die zweite Generation seiner High-End-NVMe-SSD auf den Markt und richtet sich damit an anspruchsvolle Gamer, Content Creator und Enthusiasten, die das Maximum aus einer modernen PCIe-5.0-Plattform herausholen möchten.
Von Christoph Miklos am 24.07.2026 - 03:39 Uhr

Verarbeitung | Technik | Preis


Verarbeitung und Technik


Die Verarbeitungsqualität der Kioxia Exceria Pro G2 2TB hinterlässt einen ausgezeichneten Eindruck. Unser Testmuster war sauber verarbeitet und wies weder optische noch technische Mängel auf. Die M.2-2280-SSD misst 80 x 22 x 2.38 Millimeter und bringt lediglich 7.5 Gramm auf die Waage. Dank des standardisierten Formfaktors lässt sie sich problemlos in aktuelle Desktop-PCs, Notebooks und Spielkonsolen mit entsprechendem M.2-Steckplatz integrieren. Die Kioxia Exceria Pro G2 ist als High-End-SSD für Enthusiasten, Gamer, Content Creator und professionelle Anwender konzipiert und wird in den Kapazitäten 1 TB, 2 TB und 4 TB angeboten. Je nach Speicherausführung unterscheiden sich die Leistungswerte geringfügig. Unser 2-TB-Testmuster erreicht laut Hersteller sequentielle Transferraten von bis zu 14.900 MB/s beim Lesen und 13.400 MB/s beim Schreiben sowie bis zu 2,25 Millionen IOPS (Lesen) und 1,95 Millionen IOPS (Schreiben) bei 4K-Zugriffen.
Bei der Haltbarkeit setzt Kioxia auf eine großzügig dimensionierte TBW-Einstufung (Total Bytes Written): Das 1-TB-Modell ist für 600 TBW, die 2-TB-Version für 1.200 TBW und das Spitzenmodell mit 4 TB für 2.400 TBW ausgelegt. Ergänzt wird dies durch eine fünfjährige Herstellergarantie (oder bis zum Erreichen der jeweiligen TBW-Grenze).
Die kompakte SSD ist einseitig bestückt (Single-Sided Design). Dadurch eignet sie sich nicht nur für Desktop-PCs, sondern auch für Notebooks, Mini-PCs und besonders flache Ultrabooks, bei denen der verfügbare Bauraum begrenzt ist. Das aufgeklebte Label dient dabei gleichzeitig als Heatspreader und unterstützt die passive Wärmeableitung. Auf der Platine arbeitet der moderne Silicon Motion SM2508 mit acht NAND-Kanälen. Der PCIe-5.0-Controller wird im energieeffizienten TSMC-6-nm-Verfahren gefertigt und zählt aktuell zu den sparsamsten Gen5-Controllern am Markt. Unterstützt wird er von 2 GB LPDDR4X-4266-DRAM-Cache, der die Zugriffszeiten optimiert und die Leistung bei anhaltenden Schreibvorgängen stabil hält. Als Flash-Speicher kommt Kioxias BiCS8 3D TLC NAND mit 218 Layern zum Einsatz. Die Kombination aus aktuellem Controller, hochwertigem TLC-NAND und dediziertem DRAM-Cache verspricht nicht nur sehr hohe Transferraten, sondern auch eine konstante Performance bei großen Datenmengen sowie eine hohe Lebensdauer. Der Controller erfüllt die aktuelle NVMe-2.0-Spezifikation und unterstützt alle wichtigen Funktionen moderner SSDs. Dazu zählen unter anderem TRIM zur Optimierung der Schreibvorgänge sowie S.M.A.R.T. zur Überwachung des Laufwerkszustands. Darüber hinaus integriert NVMe 2.0 zahlreiche neue Funktionen wie Key-Value (KV) und Zoned Namespace (ZNS), die insbesondere in professionellen Umgebungen, Rechenzentren und zukünftigen Speicherlösungen Vorteile bieten können. Ergänzt wird das Gesamtpaket durch Firmware-Optimierungen für Microsoft DirectStorage, wodurch zukünftige Spiele Ladezeiten reduzieren und Daten direkt von der SSD an die Grafikkarte übertragen können.
Die Kioxia Exceria Pro G2 2TB überzeugt nicht nur mit einer hohen PCIe-5.0-Performance, sondern auch mit einer vergleichsweise effizienten Leistungsaufnahme. Laut Hersteller liegt der Energiebedarf bei 8,4 Watt unter Last, während im Leerlauf lediglich 50 mW und im Schlafmodus (L1.2 Low-Power-Standby) nur 5 mW benötigt werden.

Preis und Verfügbarkeit


Die Kioxia Exceria Pro G2 2TB ist ab sofort für 345,48 Euro (Stand: 24.07.2026) im Handel erhältlich.

Warum sind M.2-SSDs derzeit so teuer?


Die Preise für M.2-SSDs sind in den vergangenen Monaten spürbar gestiegen. Hauptgrund dafür ist die hohe Nachfrage nach NAND-Flash-Speicher, der nicht nur in SSDs, sondern auch in Smartphones, KI-Servern und Rechenzentren zum Einsatz kommt. Gleichzeitig haben viele Speicherhersteller ihre Produktion in den vergangenen Jahren reduziert, um auf fallende Preise zu reagieren. Dadurch ist das Angebot aktuell knapper als die Nachfrage.
Zusätzlich sorgen moderne PCIe-5.0-SSDs mit leistungsstarken Controllern und schnellerem NAND-Speicher für höhere Produktionskosten. Auch gestiegene Energie-, Logistik- und Entwicklungskosten wirken sich auf die Endpreise aus. Für Käufer bedeutet das: Wer aktuell eine neue SSD benötigt, muss meist deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor ein bis zwei Jahren. Eine kurzfristige Entspannung der Preissituation ist derzeit nicht in Sicht.

(Vorerst) Keine Preis-Bewertung


Aufgrund der aktuell weiterhin sehr hohen Marktpreise von SSDs fließt das Preis-Leistungs-Verhältnis nur eingeschränkt in unsere Bewertung ein. Die Preisentwicklung unterliegt derzeit starken Schwankungen, weshalb eine faire und langfristig aussagekräftige Einschätzung nur bedingt möglich ist.

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