Alle Ergebnisse
Fakten
Plattform
PC
Publisher
SEGA
Entwickler
AMPLITUDE Studios
Release
19.05 2017
Genre
Strategie
Typ
Vollversion
Pegi
16+
Webseite
Preis
23,99 Euro
Media (10)
Spieler des Vorgängers können sich dabei auf altbekannte Völker, aber auch auf neue freuen. So gibt es beispielsweise noch immer das industriestarke Vereinigte Imperium und die forschungsbegeisterten Sophons, dafür hat man sich aber zum Beispiel von den Amöben als spielbare Rasse verabschiedet. Die neuen Rassen fügen sich jedoch gut in das Gesamtbild ein und kommen, wie auch die bereits bekannten Völker, alle mit ihrem eigenen Spielstil daher. Zum Beispiel die religiösen Vodyani, die die Endless als Götter anbeten. Sie besiedeln keine Planeten, sondern ankern mit riesigen Archeschiffen in Systemen um alle verfügbaren Ressourcen dort gleichzeitig zu ernten. Oder die Ent-gleichen, pazifistischen Ungefallenen, die keinen gewöhnlichen Einflussbereich auf der Galaxiekarte haben, sondern ihre Systeme mit einem Rankensystem verbinden um sich auszubreiten. Endless Space 2 bietet uns also bereits beim Auswählen des Volkes die Möglichkeit, uns für einen Spielstil zu entscheiden, egal ob wir mehr auf Industrie, Militär, Forschung oder harmonisches Miteinander bauen wollen.
Trotzdem wartet Endless Space 2 genretypischen mit einer Vielzahl von Optionen auf, die beim ersten Spieldurchlauf schnell übersehen werden können. X4-Neulinge werden sich auf viel Erklärungstext einstellen müssen. Erfahrenere Spieler des Genres können auf einen unaufdringlichen Berater zurückgreifen, der uns hier und da noch ein paar Feinheiten erklärt. Zum Beispiel das neue Senatssystem. Jede Bevölkerungseinheit in unserem Reich hat eine politische Ansicht, die durch unsere Aktionen im Spiel mitbestimmt werden. Führen wir viele Kriege, werden unsere Untertanen militanter, halten wir den Frieden, wachsen die Pazifisten. Alle zwanzig Runden wird dann gewählt und unser Senat aus verschiedenen Parteien neu zusammengesetzt, wodurch sich uns als Herrscher die Möglichkeit bietet, Gesetze zu erlassen die uns Boni bei der Verwaltung des Imperiums geben.
Da wir unser Imperium natürlich nicht alleine durch die Leere des Alls führen können, stehen uns Helden zur Seite. Diese Dust-benutzenden Individuen kommen in vier Klassen daher und können als Flottenadmiräle oder Gouverneure eingesetzt werden. Mit steigendem Level verteilen wir Skillpunkte in drei Kategorien, wovon eine allen Helden zur Verfügung steht, die anderen beiden aber durch Rasse und Klasse bestimmt werden. So angeführt trotzen unsere Flotten (hoffentlich) den Gefahren des Alls. Kämpfe schlagen wir nicht selbst, wir geben lediglich Taktiken vor. Dadurch bestimmen wir Gefechtsboni und Aufstellung unserer Schiffe, je nachdem, wie wir sie ausgerüstet haben. Anschließend lassen wir Gefechte einfach berechnen oder schauen zu, wie unsere Schiffe dem Feind begegnen. Doch Krieg ist natürlich nicht immer die Antwort. Wir stoßen auf zahlreiche kleinere Imperien, die wir mit geschickter Diplomatie assimilieren können, um sie in unser Reich aufzunehmen – wenn unser Volk solche Optionen überhaupt erlaubt.
Dafür punktet man mit einem nicht unbedingt bahnbrechend neuen, aber absolut stimmigem Soundtrack. Manche Erklärungen von Spielfunktionen fallen schlicht zu kurz aus und zwingen uns, in den zahlreichen Erklärungstexten nach den Antworten zu suchen. Auch das Kampfsystem ist ausbaufähig. Die Idee, uns nur die Wahl der Taktik für ein Gefecht zu überlassen, ist nicht schlecht, aber schnell wird das Agieren mit mehreren Flotten unübersichtlich und schwer zu managen, denn die Größe unserer Flotten sind durch Kommandopunkte beschränkt. Ist die Flotte des Feindes in einem System größer, sehen wir recht oft zu, wie er unsere kleineren Flotten einfach zu Sternenstaub zerschießt. Die Diplomatie ist eher flach und bietet uns die üblichen Optionen wie Krieg, Friede, Allianzen und Handelsabkommen. Die Möglichkeit, Mehrspielerparteien per Hotjoin zu betreten und dabei selbst in laufenden Runden einfach die Rolle einer der Botspieler zu übernehmen beschert Endless Space einen sehr dynamischen Mehrspielermodus.
Lars meint: Gute Rundenstrategie!
“Endless Space 2 geht nicht völlig neue Wege. Fans des Vorgängers werden sich schnell wieder einfinden und altbekannte Inhalte im neuen Gewand entdecken. Neulinge des Genres werden vielleicht etwas Schwierigkeiten haben, aber wenn wir ehrlich sind, bietet kein X4-Spiel einen problemlosen Einstieg. Endless Space 2 erfindet das Rad nicht neu, sieht aber gut aus und macht Spaß.
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