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Fakten
Plattformen
Xbox Series S
Xbox Series X
PlayStation 5
PlayStation 4 Pro
Xbox One X
PlayStation 4
Xbox One
PC
Publisher
Techland
Entwickler
Techland
Release
04.02 2022
Genre
Shooter
Typ
Vollversion
Pegi
18
Webseite
Media (9)
Galerie
Die Peacekeeper arbeiten gerne mit Fallen. Dazu gehören Elektrogitter, auf denen wir Zombies und Abtrünnige grillen können, und in einer späteren Stufe kommen Autobomben hinzu, welche ja aus dem ersten Teil bekannt sein dürften. Die Überlebenden hingegen setzen ihren Fokus auf Mobilität! So bekommen wir neue Ziplines oder sogar eine Reanimation durch nahe Überlebende als Belohnung. Im Grunde habe ich erwartet, dass die Peacekeeper verdammt sauer auf mich sind, wenn ich alles an die Überlebenden abtrete und dass ich absofort als Feind Nr.1 angesehen werde. Aber nein, das ist nicht der Fall. Denn im Laufe der Geschichte arbeiten wir trotzdem immer mal wieder mit den Peacekeepern zusammen und das Spiel selber schiebt uns immer mal wieder in die richtige Richtung. Das oberste Ziel ist dabei klar definiert: Mia finden und retten. Auch wenn sich die Story erstmal nicht originell anhört, so hat sie mich doch gefesselt. Erstens wegen Aiden selber, da er als Hauptprotagonist eine ernsthafte und nachvollziehbare Motivation hat. Dann wären da die Entscheidungen in der Geschichte selbst, welche ein paar extrem gute Storytwist garantieren. Zum Dritten: Ein paar wirklich klasse geschriebene Nebencharaktere. Diese haben, genau wie Aiden, sehr gute Motive, so zu handeln, wie sie es tun, und bringen der Geschichte nochmals ein bisschen mehr Tiefgang. Hinzu kommt, dass uns die vielen NPCs, die wir treffen, natürlich auch brauchen. DENN WIR SIND PARKOUR!!!
Zwiegespalten bin ich dann aber leider bei dem Kampfsystem. Dieses ist gefühlt Standardkost. Blocken, ausweichen, zuschlagen. Diese Formel kennt man bereits aus Spielen wie Dark Souls, wo sie allerdings mit knallharten Fights verbunden sind. In Dying Light 2 haben wir es aber nunmal nicht mit riesigen Monstern zu tun, sondern größtenteils mit langsamen und schluffigen Zombies oder mit mindestens genauso dämlichen menschlichen Gegnern. Auch wenn sich der Treffer-Feedback gut anfühlt und die verschiedenen Waffen sehr gute Kampfmoves haben, so leidet vieles doch an der KI. Diese ist nämlich größtenteils einfach nur dumm. Wenn hirntote Zombies in Horden langsam auf mich zukommen: Okay, die sind halt einfach hirntot. Wenn vermeintlich menschliche Gegenspieler aber das gleiche machen, dann sind sie einfach nur dumm. Aber zum Glück gibt es nicht nur die normalen Gegner. Bei den Zombies gibt es, wie in Spielen a la Left 4 Dead, noch Unterarten. Einige sind extrem schnell, andere gleichen den Screamern, welche neue stärkere Zombies rufen und andere sind ein Berg von Zombie mit angewachsener Betonklotzhammerhand. Achso, und nur um das kurz zu erwähnen: Nur, weil man auf ein Dach flüchtet, heißt das noch lange nicht, dass man sicher ist, denn es gibt auch Zombies, die uns recht schnell in der Höhe nachsetzen.
Diese speziellen Zombies tauchen aber nur bei Nacht oder in speziellen Darkzones auf. Die Darkzones sind Bereiche in der Spielwelt, die mit besonders viel und/oder gutem Loot vollgestopft sind. Und da wir gerade die Nacht ansprechen: Dying Light hat einen sehr gut funktionierenden Tag-/Nacht-Zyklus. Am Tage ist vieles einfacher, da nur normale Zombies unterwegs sind und sich so auch Missionen einfacher gestalten. Dafür sind die Darkzones dann aber vollgepackt mit allen möglichen Zombies, da diese sich vor der Sonne verstecken. In der Nacht sind die Missionen dafür härter und die Darkzones einfacher zu infiltrieren. Außerdem bekommen wir in der Nacht Bonus-EP, welche dann im Morgengrauen auf unser Konto gutgeschrieben werden. Sollte man allerdings sterben sind diese pfutsch. Es ist deshalb oftmals ein schmaler Grad zwischen Vor- und Nachteilen der beiden Tageszeiten. Nichtsdestotrotz ist dieses System sehr gut implementiert und eine sinnvolle Mechanik.
Aber auch die Open World muss einmal angesprochen werden. Diese ist nämlich fabelhaft designt und bietet einige unterschiedliche Areale. Natürlich ist die Open World speziell auf die Parkour-Mechanik ausgelegt, aber gerade das macht sie so interessant. Die verschiedenen Gebäude, die berennbaren Areale, aber auch die Interaktionsmöglichkeiten. Zwischendurch findet man immer mal wieder Gruppen von Leuten, welche es sich vor einer Bühne oder einem Lagerfeuer bequem gemacht haben. Hier kann man, wenn man möchte, einige Hintergrundinfos zur Apokalypse und zu den Geschehnissen in Villedor erzählt bekommen. Aber auch die anderen Menschen bieten immer wieder Kommunikation und erzählen im Vorbeilaufen von den Problemen dieser Welt. Es fügt sich fast alles zu einem sehr starken Gesamtbild zusammen. Aber auch nur fast.
Aber auch andere Systeme in Dying Light 2 haben die Hirnfunktion eines Zombies. Da wäre als erstes das Crafting-System. Dieses ist in meinen Augen sehr oberflächlich eingebaut. Bis auf Waffenmods und ein paar Utensilien, wie Dietriche oder Molotovcocktails, gab es kaum Sachen, welche ich gebaut habe. Die Waffenmods bieten leider auch die einzige Möglichkeit, um euren Lieblingswaffen wieder etwas Haltbarkeit zukommen zu lassen. Heißt: Liebt ihr eine Waffe, dann nutzt sie erst gar nicht, da die Lebenszeit selbiger sehr schnell endet. Auch die Kleidungsstücke, die während der Story und in Vorräten gefunden werden können, sind zwar nett, aber haben keinen sehr großen Einfluss auf die Stats unseres Charakters. Gefühlt kommt es am ehesten auf die Stärkewerte der Waffen an und wie wir uns in Kämpfen verhalten. Hier hätte es noch einige merkliche Verbesserungen gebraucht, um das Crafting und Wertesystem vernünftig zu implementieren.
Kommen wir aber noch kurz auf die Technik zu sprechen: Positiv ist auch noch die audiovisuelle Umsetzung zu erwähnen. Zwar hat Techland das Spiel grafisch nicht auf absoluten Realismus getrimmt, aber die Animationen der NPCs sehen trotzdem nicht schlecht aus. Noch besser gefallen mir die Bewegungen, die Aiden während des Parkours an den Tag legt. Das Abrollen nach Sprüngen von hohen Dächern und auch das Geschwindigkeitsgefühl während dieser Momente ist einfach nur klasse. Die Mimik und Gestik wirken in den Zwischensequenzen dafür leider etwas ungesteuert. Das wahre Monster offenbart sich dann aber erst in der Open World in Kombination mit Raytracing. Hier fallen durch die Global Ilumination wirklich wunderbare Licht-Schatten Verhältnisse auf, die das Spiel nochmal wesentlich hübscher wirken lassen. Das ganze kommt nur leider mit ziemlichen FPS-Einbußen daher und kann auch eigentlich nur mit RTX-Karten wirklich noch genossen werden; dann auch nur bei eingeschaltetem DLSS oder AMD seitens FSR. Audiotechnisch ist die Umsetzung ebenfalls stark. Insgesamt haben die Parkoureinlagen ordentlich Wumms und die Kämpfe trotz ihrer Eintönigkeit ordentlich Kraft.
Timm meint: Nicht das erhoffte Meisterwerk, aber mit zusätzlichem Content und Verbesserungen nicht zu unterschätzen!
“Ach ja, Techland, erst wird Dying Light 2 2018 mit viel Tamtam angekündigt, nur um dann irgendwie im Nirvana zu verschwinden… Und um dann wieder aufzutauchen und mit vollmundigen Entwickler-Äußerungen wie “500 Stunden Spielzeit” angekündigt zu werden. Was Techland aber im Gegensatz zu vielen anderen Titeln, die eine Ewigkeit in der Entwicklungshölle verbracht haben (damit meine ich zum Beispiel Shen Mue 3 oder Duke Nukem Forever), geschafft hat, ist ein doch respektables Spielerlebnis. Die Parkoureinlagen heben sich zwar ganz massiv mit ihrer Leichtigkeit und extrem guten Umsetzung vom Rest ab, aber die Story spielt auch auf hohem Niveau und die audiovisuelle Umsetzung passt einfach extrem gut. Auf der anderen Seite krankt Dying Light 2 an einigen essenziellen Schwächen. Da wäre zum Beispiel das Ausnutzen der eigentlich sehr gut durchdachten Open World. Immer wieder gleiche Zufallsevents werden nach der Zeit einfach irgendwann langweilig. Auch die grenzdebile KI bei den menschlichen Antagonisten in Kämpfen ist sehr störend, weil dadurch einfach das Kampfsystem nicht wirklich ausgereizt wird. Hier hätte ansonsten die Kombination aus Kampf und Parkour wirklich interessant sein können. Und naja, das Crafting und Wertesystem ist fast schon irrelevant. Am schlimmsten empfinde ich aber, dass die Entscheidungen, welche wir treffen, nicht wirkliche Konsequenzen haben, so wie angekündigt. Hier hätte ich mir gewünscht, dass wir bei unklugen Entscheidungen auch Wege versperren können. Aber insgesamt ist Dying Light 2 ein Spiel, welches ich euch ans Herz legen kann. Das Gesamtbild ist nämlich stimmig und hat mir einige Stunden an Spaß bereitet. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich ein Abstecher nach Villedor immer mal wieder lohnen wird.
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