DiRT 4 - Test/Review
Nach dem erfolgreichen DiRT Rally wagt sich Entwickler Codemasters an den nächsten Teil der beliebten DiRT-Serie.
Von Christoph Miklos am 09.06.2017 - 17:00 Uhr

Fakten

Plattformen

PlayStation 4

Xbox One

PC

Publisher

Koch Media

Entwickler

Codemasters

Release

09.06 2017

Genre

Rennspiel

Typ

Vollversion

Pegi

12+

Webseite

Preis

30,39 Euro

Media (16)

So macht Rally Spaß

Nach dem erfolgreichen DiRT Rally wagt sich Entwickler Codemasters an den nächsten Teil der beliebten DiRT-Serie. Warum der vierte Teil für jeden Typ Rennspieler geeignet ist, könnt ihr in unserem Testbericht nachlesen.
Für Einsteiger
Kurz nach dem Spielstart fragt das Programm, welche Art Spieler man ist: „Einsteiger“ oder „Profi“. Als Anfänger (oder wenn man einfach nur Spaß haben möchte) darf man sich über Fahrhilfen wie ABS und Bremsassistenten freuen. Darüber hinaus gibt es eine erweiterte Fahrschule (DiRT-Akademie). Darin gibt nicht mehr nur selbst ablaufende Filmchen, sondern insgesamt 27 spielbare Lektionen, in denen man zum Beispiel lernt, wie man ein Fahrzeug durch Pendelmanöver schnell über einen Parcours lenkt oder manuell startet. Einzig die beliebte Rückspulfunktion aus den Vorgängern fehlt leider. Massig Fahrzeuge und unendlich viele Strecken
In puncto Umfang kann sich das neue DiRT sehen lassen: 50 Rallye- und Offroad-Fahrzeuge sowie theoretisch unendlich viele Rallyekurse dank des neuen "Your-Stage"- Streckengenerators stehen zur Verfügung. Im neuen Streckeneditor kann man mit zwei Reglern die Komplexität und Länge der Piste festlegen. Danach bekommt man eine komplett neue Rennstrecke „ausgespuckt“. Das funktioniert sehr schnell und absolut problemlos, allerdings wirken die Strecken generatorbedingt etwas generisch. Schade zudem: Es gibt lediglich überschaubare fünf Settings (Australien, Spanien, Schweden, USA und Wales) und der Streckengenerator lässt sich ausschließlich für den Kampf gegen die Uhr und nicht für die anderen Renndisziplinen einsetzen. Etwas enttäuschend: Im Vergleich zu DiRT Rally kommt in DiRT 4 lediglich eine neue Rennvariante (Landrush) dazu. Bereits der sechs Jahre alte Vorgänger DiRT 3 hatte mit Gymkhana, Head-to-Head und Trailblazer deutlich mehr zu bieten.

Mein eigener Rennstall

Mach Karriere in DiRT 4
Der Karriere-Modus macht außerordentlich Spaß und das obwohl -mal wieder- die typischen Elemente wie „im Ruf steigen“, „Events abklappern“ und „neue Autos kaufen“ enthalten sind. Ein Großteil der Motivation liegt überraschenderweise abseits der Piste, denn man muss sich um das Rennteam kümmern, Personal wie Chefmechaniker und PR-Manager einstellen und mit gekauften Anlagen und Gebäuden die Grundlagen schaffen, um zum Beispiel bessere Teile in seinen Wagen schrauben zu können. Darüber hinaus stehen Verhandlungen mit Sponsoren und das Lesen von E-Mails an der Tagesordnung. Technik und Spielbarkeit
Obwohl der hauseigene Grafikmotor von Codemasters (EGO-Engine) schon einige Jahre am Buckel hat, kann sich die Optik von DiRT 4 sehen lassen. Die organischen Landschaften punkten durch zahlreiche Details. Zusätzliche Effekte (Regen, Schnee, Sonneneinstrahlung) unterstreichen das hübsche Gesamtbild. Lediglich die pixeligen Zuschauerfiguren trüben den Gesamteindruck etwas. Auch an Verschmutzung der Fahrzeuge und sehenswerte Darstellung von Schäden wurde natürlich gedacht. Eine Cockpit-Ansicht ist ebenfalls mit von der Partie. Der Sound verwöhnt mit ordentlichen Motorengeräuschen und einer passenden Sprachausgabe. Einen großen Pluspunkt bekommt das Rennspiel für die exzellente Spielbarkeit. Selbst mit der Tastatur spielt sich DiRT 4 einwandfrei. Im Idealfall greift man aber natürlich zum Gamepad oder einem Lenkrad (alle gängigen Geräte werden unterstützt). Bei der Gegner-KI haben die Entwickler ebenfalls gute Arbeit geleistet. Diese setzt einen immer wieder unter Druck - macht aber auch Fehler.
Multiplayer
DiRT 4 bietet auch diverse Online-Funktionen wie Ranglisten und Multiplayer-Matches, das Ganze funktioniert über das bewährte Racenet.

Fazit & Wertung

Christoph meint: Tolles Rennspiel!

Mit DiRT 4 zeigt Codemasters eindrucksvoll, dass ein Rennspiel nicht zwangsläufig nur für eine Spieler-Fraktion funktionieren muss. Im neusten DiRT-Ableger kommen nämlich Anfänger und Profis gleichermaßen auf ihre Kosten. Neben dem gewohnt guten Handling, wissen auch der ordentliche Umfang und der unterhaltsame Karrieremodus zu gefallen. Auch im technischen Bereich muss sich der Titel nicht hinter der starken Konkurrenz verstecken. Zwei kleine Kritikpunkte gibt es aber: 1) für DiRT 5 wünschen wir uns in Sachen Rennmodi mehr Neues und 2) die Rückspulfunktion (ein tolles Alleinstellungsmerkmal der DiRT-Serie) darf im kommenden Teil ruhig wieder am Start sein.

❤Gamezoom unterstützen und DiRT 4 (PC Steam) günstiger kaufen bei Instant Gaming!❤

80%
Grafik
8
Sound
9
Bedienung
10
Spielspaß
8
Atmosphäre
8
Multiplayer
8
Preis/Umfang
8
Richtig gut
  • schicke Fahrzeugmodelle
  • schöne Details (Regen, Staub)
  • toller Soundtrack
  • satte Motorengeräusche
  • klasse Fahrgefühl (Handling)
  • fühlbares Schadensmodell und Bodenbeläge
  • motivierende Karriere
  • Feinabstimmung für Profis
  • viele Fahrhilfen für Anfänger
  • Rallycross-Lizenz
  • 50 verschiedene Fahrzeuge
  • Streckengenerator
  • drei abwechslungsreiche Renn-Disziplinen
  • solide Gegner-KI
  • Online-Bestenlisten
  • mit sämtlichen Eingabegeräten gut spielbar
  • läuft auch auf älteren PCs butterweich
Verbesserungswürdig
  • maue Texturenqualität
  • pixelige Menschen
  • keine WRC-Lizenz
  • nur fünf Rallye-Settings
  • weniger Abwechslung als im Vorgänger
Anforderungen
• Sony PlayStation 4 Konsole
• Microsoft Xbox One Konsole

PC (MINIMUM):
• Betriebssystem: 64bit Versions of Windows 7, Windows 8, Windows 10
• Prozessor: AMD FX Series or Intel Core i3 Series
• Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
• Grafik: AMD HD5570 or NVIDIA GT440 with 1GB of VRAM (DirectX 11 graphics card required)
• Netzwerk: Breitband-Internetverbindung
• Speicherplatz: 50 GB verfügbarer Speicherplatz
• Soundkarte: DirectX Compatible soundcard
• Zusätzliche Anmerkungen: Supported Graphics Cards: NVIDIA GT 440 or Above, GT 530 or Above, GT 630 or Above, GT 720 or Above, GTX 900 Series, GTX 1000 Series AMD HD 5570 or Above, HD 6570 or Above, HD 7570 or Above, R7 Series, R9 Series, RX Series
Getestet für
PC
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

Kommentar schreiben