Einleitung
Hersteller Coolermaster ist derzeit auf einem "schicke Gehäuse-Trip", denn kurz nach der Veröffentlichung des „Mystique 631“ präsentiert der „Kühlerspezialist“ das „Mystique 632“ Gehäuse.
Zu den gröbsten Neuerungen zählen eine neue Optik, ein rutschfesterer Stand und einige Änderungen beim Innenaufbau des Cases.
Alle technischen Daten zum Gehäuse findet ihr in unserem Datenblatt!
Test
Verarbeitung
Insgesamt gesehen ist das neue Coolermaster Gehäuse sehr solide verarbeitet worden.
Nach Mängeln sucht man zwar vergebens, aber aufgrund der sehr dünnen Seitenwände hat das Case so gut wie keine „Eigenlärmdämmung“.
Dafür besitzt unser Testmuster sehr rutschfeste Plastiknoppen an der Unterseite und diese sorgen für einen sehr stabilen Stand.
Größe
Der Innenraum des Mystique 632 bietet genügend Platz für zahlreiche Hardwarekomponenten.
In Zahlen ausgedrückt: vier Festplatten, vier Laufwerke und 2x 3.5" Laufwerke können verbaut werden.
Trotz allem muss man beachten, dass es sich beim CM-Case „nur“ um einen Midi-Tower handelt und Leute mit Quad-SLI-Grafikkarten sollten eher den Kauf eines Big-Towers in Betracht ziehen.
Montage
Mainboard:
Aufgrund des fehlenden Mainboardschlitten lässt sich das Motherboard nicht so schnell ein/ausbauen, wie beim Stacker 830 Gehäuse – diese Feature wird vor allem Viel-Bastler abgehen.
Festplatten:
Die HDDs lassen sich bequem mittels Schienensystem an dem seitlichen Festplattenkäfig montieren.
Laufwerke:
DVD-Brenner und Co. lassen sich, wie die Festplatten, mittels Klippschienen sehr flott ein- bzw. ausbauen.
Netzteil:
Mittels vier Schrauben lässt sich unser Testnetzteil, wie bei jedem anderen Gehäuse, montieren.
Kühlung
Das neue Coolermaster Gehäuse hat zwei leise 120mm vorinstalliert und besitzt an der Seite eine sogenannte „Blowhole“, diese bringt zwar nur wenig, aber komplett unnötig ist sie nicht.
Bei unserem Testsystem reichten die zwei Fans locker aus, um alle Komponenten mit frischer und vor allem kühlender Luft zu versorgen.
Für ein Quad-SLI-System wird diese Belüftung aber nur bedingt ausreichen.
Wir empfehlen dann doch lieber den Griff zu einem Big-Tower mit mehr Lüftermontagemöglichkeiten.
Ausstattung
An der Rückseite befindet sich eine gummierte Bohrung für einen möglichen Schlauch einer Wasserkühlung – sehr praktisch!
Ansonsten bietet das Gehäuse noch etliche Frontanschlüsse (2x USB 2.0, 1x MIC, 1x Speaker und 1x IEEE1394a) und an der Frontpartie ist ein Staubfilter eingebaut (lässt sich sehr leicht entfernen und reinigen).
Design
Egal wie viele „Pro’s“ und „Contra’s“ wir bis jetzt genannten haben, in Sachen Optik ist das neue Mystique 632 Gehäuse ein wahrer Eyecatcher auf jeder LAN.
Die Edeloptik, im Zusammenspiel mit den feinen Rundungen und dem leuchtenden Schriftzug an der Front, spricht einfach für sich.
Modder empfehlen wir das Modell mit Seitenfenster!
Gewicht
Das Coolermaster Gehäuse hat ein netto Eigengewicht von ca. 6,3 Kilogramm und ist damit wesentlich leichter als viele Konkurrenzprodukte.
Preis/Leistung
129,90 Euro (Preis laut www.caseking.de) sind zwar sehr viel Geld, aber wer höchste Ansprüche bei Optik und Verarbeitung hat, der wird an diesem Case nicht vorbeikommen.
Auszeichnung/en
Auszeichnung/en

Vielen Dank an unseren Partnershop Caseking.de für das Testmuster!!!
Wertung
„Sehr schickes Gehäuse mit zahlreichen Features, aber auch kleinen Mankos!
“
Das neue Mystique-Gehäuse von Cooler Master überzeugt –mal wieder- durch seine hübsche Optik, der leichten Installation der Laufwerke und Festplatten, sowie die vielen praktischen Features.
Der Innenaufbau des Gehäuses ist sehr logisch und strukturiert und bietet viel Platz für zahlreiche Hardwarekomponenten, doch Vorsicht: ein Quad-SLI-System würden wir in diesem Case nicht empfehlen, da nur Platz für zwei 120mm Lüfter ist und das nur bedingt für solche hitzige Komponenten reicht.
Die seitliche „Blowhowle“ hätte man sich sparen können, genauso wie die wackelige Steckkartenbefestigung.
Einen Mainboardschlitten hätte man dafür dem 130€ teuren Case ruhig spendieren können, doch dafür gibt es eine Öffnung für den Schlauch einer mögliche Wasserkühlung und der Staubfilter an der Frontpartie ist ebenfalls ein positives „Gimmick“.
Ansonsten sind uns noch das geringe Gewicht und der extrem rutschfeste Stand des neuen Cooler Master Gehäuse positiv aufgefallen.
Richtig gut
- Design
- solide Verarbeitung
- leichte Montage der Laufwerke und Festplatten
- geringes Gewicht
- Seitentür lässt sich leicht abnehmen
- Löcher für eine Wasserkühlung (Schlauch)
- Staubfilter (Front-Lüfter)
- Anleitung
- Beschriftung
- rutschfester Stand
Verbesserungswürdig
- nur zwei Lüfter
- dünne Seitenwände
- Blowhole nur bedingt brauchbar
- Preis
- kein Mainboardschlitten
- Steckkartenbefestigung
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.
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