Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
Xbox Series S
Xbox Series X
PlayStation 5
PC
Publisher
SEGA
Entwickler
Relic Entertainment
Release
23.02 2023
Genre
Strategie
Typ
Vollversion
Pegi
16
Webseite
Media (15)
Galerie
Zwei Kampagnen führen uns durch Company of Heroes 3, in alter Serien-Manier jeweils auf Seite der Achse und der Alliierten. Als Alliierte landen wir an den südlichen Küsten Italiens, nachdem die Wehrmacht im Grunde bereits die militärische Verwaltung Italiens übernommen hat. Zwischen pittoresken Kleinstädten und felsigen Hängen ringen wir mit den Deutschen um jeden Zentimeter, mit dem Ziel immer vor unseren Augen: Die ewige Stadt, Rom, die es zu erobern gilt. Zwischen uns und der italienischen Hauptstadt stehen allerdings einige Armeen, Verteidigungsstellungen, Städte, Häfen, Flugfelder und allerlei andere militärische Hindernisse. Die Kampagne findet auf einer übergreifenden Strategiekarte statt, auf der ihr Armeen durch die Gegend bewegt und eure eigenen Gefechte wählt.
Die zweite Kampagne ist wesentlich geradliniger: Mission um Mission kämpfen wir uns als deutsche Wehrmacht durch Afrika, unter dem Befehl des Wüstenfuchses. Zwischen den Missionen haben wir immer wieder kurze Cutscenes, in denen das Leid der Einwohner in den Kriegsgebieten thematisiert wird. Vor allem Panzergefechte markieren diese zweite Kampagne, in der wir mit den Briten kämpfen.
Sonst ist es wieder ein Zusammenspiel vieler Truppen. Panzer sind mit den Gewehren unserer Infanterie nicht zu knacken, da muss schon Sprengstoff wie Anti-Panzer-Granaten oder Panzerfäuste her. Oder unsere eigenen Panzer! Mit schweren Waffen schaffen wir Todeskorridore in schmalen Gassen oder liefern uns dynamische Feldschlachten im offenen Gelände. Immer dran denken: Panzer sind teuer und können keine Kommandopunkte einnehmen, also müssen wir eine solide Unterstützung durch flexible Infanterie bereitstellen. Die Kampagne der Deutschen läuft so, wie wir es aus den vorherigen Titeln kennen: Von Mission zu Mission wird uns eine Geschichte erzählt, mal überfallen wir feindliche Versorgungslinien, mal belagern wir befeste Stellungen. Dabei wird uns zwischen den Missionen aus Sicht von einheimischen Freiwilligen der Verlauf und das Toben des Krieges geschildert. In den Missionen selbst spricht uns dann immer ein übermäßig deutscher Rommel ins Ohr, befiehlt und dies und das zu tun und unterstreicht dabei immer wieder, wie großartig die Wehrmacht und Deutschland ist, als wäre er ein kleiner Propaganda-Aufsteller mit eigener Panzerdivision. Für die Allierten-Kampagne geht Relic allerdings ganz neue Wege: Man stöbert in die Gefilde von Strategie-Partner (und auch von Sega-gepublishten) Total War. Italien öffnet sich uns als Kampagnenkarte, auf der italienische Städte einnehmbare Ziele darstellen. Häfen, Städte und Flughäfen bieten uns jeweils unterschiedliche Fähigkeiten. Außerdem haben wir Armee-Divisionen, die wir über die Karte bewegen, mit denen wir feindliche Armeen angreifen und schließlich hoffentlich Städte einnehmen.
Neue Armeen rekrutieren wir an Häfen, während wir mit Flughäfen Luftunterstützung und Aufklärung für die Kampagnenkarte sicherstellen. Begegnen wir einer feindlichen Streitmacht oder greifen eine Stadt an, findet das wie gewohnt auf der Schlachtfeldkarte statt, mit verschiedenen Boni, die wir vorher einstellen und Starteinheiten, die von unserem Armee-Typ abhängen. Also Leute, auf, das Ziel ist Roma!
Aber leider liegen in den gescripteten Events der Kampagnen auch einige Probleme, zum Beispiel die KI. Oder, eher gesagt, das Fehlen einer KI. Mehr als einmal war es unser Ziel, feindliche Panzer auszuschalten, um die Schlacht zu gewinnen. Diese standen an festen Orten auf der Karte. Wenn wir von vorne auf sie zugefahren sind, alles wunderbar. Sind wir aber von der Seite gekommen, abseits des Schusswinkels des Panzers, hat er einfach nicht reagiert. Drei wehrlose Missionsziele habe ich so in einer Mission erledigt, erst kurz vor der Zerstörung bewegten sich die Panzer, scheinbar um zum nächsten Reparatursquad zu gelangen, aber da war es bereits zu spät.
Bessere Arbeit hat man dafür beim Ton gemacht. Neben der üblichen, heroischen Musik, die natürlich in keinem WW2-Spiel fehlen darf, gelegentlich unterbrochen von einem melancholischen Lied, steht das Donnern der Geschütze im Vordergrund. Und donnern tut es! Von den Gewehren über die MGs bis hin zu den zahlreichen Panzern, Geschützstellungen und Artillerie, hier könnt ihr euch auf ein wahres Feuerwerk aus Explosionen und großartigen Sounds freuen, die die Gefahr, in der eure Soldaten zu jederzeit sind, gut unterstreicht. Dafür ziehen wir Punkte ab für die Alliierten-Kampagne, nicht nur wegen der Tutorials. Viel mehr... Warum hat es die gebraucht? Das minimalistische Total War (ich muss den Vergleich endlich sein lassen) wirkt behäbig, unausgereift und nimmt deutlich die Spannung aus den sonst gut erzählten Schlachten der Company of Heroes-Reihe, die uns Gefecht für Gefecht durch die wichtigsten Stationen des historischen Krieges führen. Jetzt ist es mehr ein Do it yourself-Feldzug, dem die erzählerische Tiefe trotz der Berater fehlt, die man uns mit übermäßiger Charakterisierung zur Seite stellt.
Und zu guter Letzt: Kern des Spiels ist das Deckungs-System für die Infanterie. Das läuft zu 90% sehr erfolgreich, aber dann kommen wir an Stellen, die zum Haare raufen sind. Ich kann verstehen, dass Kommandopunkte keine Deckung geben, Fairness und so. Aber warum gibt der eine Heuwagen auf dem Feld Deckung, der andere, identische Heuwagen aber nicht? Warum gibt ein bestimmter Felsvorhang Deckung, aber ein anderer, genauso hoher keine? Das gleiche gilt auch für Steine und kleine Mauern. Checkt also doppelt, wo ihr eure Soldaten hinschickt! Aber der Multiplayer ist up and running und zumindest müsst ihr euch hier nicht über die KI aufregen. Höchsten über die echte Intelligenz eurer Mitspieler!
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