Beijing 2008 (PS 3) - Review
Gratulation an die Entwickler, denn 38 unterschiedliche Disziplinen habe ich noch nie in einem Spiel erlebt. Die verschiedenen Disziplinen bestehen aus Leichtathletik, Turnen, Wassersport, Schießen usw.
Von Gamezoom-Team am 19.07.2008 - 10:42 Uhr

Fakten

Plattform

PlayStation 3

Publisher

SEGA

Entwickler

SEGA

Release

Ende Juni 2008

Genre

Sportspiel

Typ

Vollversion

Webseite

Media (22)

Einleitung

Mit Beijing 2008 dürfen wir das offizielle Produkt zur heurigen Olympiade in Peking begrüßen. SEGA hat sich die Lizenz gesichert. Ob das Spiel wirklich so toll umgesetzt wurde, wie die Entwickler von SEGA versprochen haben, lest ihr am besten in unserem brandneuen Review.
Wie bei allen Sportspielen nehme ich natürlich auch bei Beijing 2008 erstmals die ganzen Modi unter die Lupe, bzw. welche Spielvarianten das Game überhaupt bietet. Ein äußerst wichtiger Aspekt in dem Spiel ist der Trainingsmodus. Wie in jedem anderem Sporttitel könnt ihr das Gameplay, die Steuerung und auch die ganzen Finessen erlernen. Der wohl wichtigste Modus in Beijing 2008 ist der Olympia-Modus. Dieser Modi ist sehr umfangreich ausgefallen, da er die komplette Olympiade inklusive Qualifikation, Eröffnungsfeier und Abschlussfeier beinhaltet. Eigentlich sollte dieser Modus eine Art Karrieremodus darstellen, dem ist aber nicht so, denn schon nach kurzer Spieldauer erscheint dieser als äußert öde. Habt ihr bei dem Turnier gut abgeschnitten, bekommt ihr Punkte spendiert, welche auf die verschiedensten Attribute eures Teams aufgeteilt werden können. So könnt ihr zum Beispiel auch die Ausdauer des Teams verbessern oder auch die Schnelligkeit. Leider mangelt es bei der Umsetzung, da ihr euch selten bis nie verbessern könnt und auch kaum Punkte spendiert bekommt.
38 Disziplinen in einem Spiel…
Gratulation an die Entwickler, denn 38 unterschiedliche Disziplinen habe ich noch nie in einem Spiel erlebt. Die verschiedenen Disziplinen bestehen aus Leichtathletik, Turnen, Wassersport, Schießen usw.
Bei der Leichtathletik könnt ihr euch bei diversen Hürdenläufen auf der Laufbahn beweißen. Besonders auf die Kondition wurde bei der Leichtathletik geachtet. Natürlich müsst ihr auch verschiedene Sprungvarianten und auch Hammer- bzw. Sperrwerfen in diesem Bereich ausüben.
Abwechslung zur normalen Leichtathletik bietet der Wassersport. In diesem könnt ihr diverse Disziplinen, wie zum Beispiel 100 Meter Brustschwimmen oder auch Turmspringen miterleben. Für ein wenig Spaß dienen die Medaillen, welche ihr euch in diesem Bereich erkämpfen könnt.
Beim Schießen könnt ihr die unterschiedlichsten Arten ausführen, darunter wären Bogenschießen oder auch das Schießen aus der Luftpistole.
Bei den sonstigen Disziplinen bietet Beijing 2008 die unterschiedlichsten Sportarten, welche im Gegensatz zu den anderen Disziplinen einen weniger hohen Stellenwert haben. Darunter wären zum Beispiel Radrennen, Tischtennis, Kajak oder auch Judo.

Steuerung und Grafik - K.O.

Schlechte Steuerung
Wenig vom Hocker gehauen hat mich die angebliche innovative Steuerung, welche miserabel ausgefallen ist. Die Entwickler meinten im Vorfeld, dass sich in Puncto Steuerung viel bei Beijing 2008 getan hat, dem ist aber nicht so, denn selten erlebte ich eine so komplizierte und unausgereifte Steuerung. Das gleichzeitige betätigen von zwei Tasten um eine Beschleunigung raus zuholen ist fast unmöglich, aber dennoch zu schaffen. Der Frustfaktor steigt auf alle Fälle gewaltig. Euch werden schon nach wenigen Spielminuten die Finger und das Handgelenk schmerzen. Enttäuscht hat mich auch die Sixaxxis-Steuerung, welche auf der PS 3 in einem wilden Hin- und Herbewegen endet. Negativer Höhepunkt ist auf alle Fälle das Kajak-fahren, denn allein das Kajak zu manövrieren und lenken erscheint als unmöglich.
Nette Präsentation, aber veraltete Grafik
Natürlich bietet Beijing 2008 mit dem kompletten Lizenzpaket eine angemessene Präsentation, welche nett zum Ansehen ist. Unter anderem wurde das nationale Stadion von China in das Spiel eingebunden, wie auch das Laoshan-Velodrom und das Shijingshan-Schießgelände. Die Spielstätten sind schick gestaltet und sehen auch toll aus, aber bei der Umgebung hätten sich die Entwickler mehr Mühe geben müssen. Von einem Publikum ist wenig zu sehen und wenn, dann stehen diese nur starr da und bewegen sich kaum. Die Animationen der jeweiligen Athleten ist geglückt, da diese real aussehen und auch die Bewegungsabläufe passend in das Spiel eingebunden wurden. Die Darstellung der Sportler selber ist den Entwicklern von SEGA aber kaum geglückt. Beijing 2008 zeichnet sich auch durch lange Ladezeiten und häufige Frameeinbrüche aus.
Optisch kann der neue Sporttitel von SEGA kaum mit der Konkurrenz mithalten, da das Spiel optisch für eine Next-Generation Konsole einfach viel zu wenig zu bieten hat.
Mieser Sound
Wie schon zuerst beschrieben, bietet das Publikum kaum Abwechslung und auch von einer Geräuschekulisse ist in diesem Spiel kaum etwas zu hören. Es gibt weder Fangesänge, noch sonstige Aktivitäten von Fans, die eigentlich Sportveranstaltungen ausmachen. Somit fehlt auch beim Sound komplett die Atmosphäre.
Die Hintergrundmusik, wie auch die ständig unpassenden Kommentare der Kommentatoren, trüben den Spielspaß zusätzlich. Der Stadionsprecher präsentiert die unterschiedlichen Disziplinen, wie auch die Athleten, total gelangweilt. Die Lokalisierung macht in Beijing 2008 auch so seine Schwierigkeiten. Wie kann es sein, dass das Spiel in englischer Sprache abläuft, wenn wir aber im Vorfeld auf deutsche Sprache eingestellt haben?
Onlinemodus in Beijing 2008
Das neue offizielle Spiel von SEGA zur Olympiade bietet auch einen Onlinemodus. Dieser macht im Vergleich zum Einzelspielermodus deutlich mehr Spaß. In den Bestenlisten könnt ihr euch zum Beispiel mit Online-Usern sportlich duellieren und diesen zeigen, wer den wahren Sieger der Olympischen Spiele darstellt. Bis zu vier Spieler können ihre Wettkämpfe vor einem TV-Gerät bestreiten.

Video

Video

Wertung

Beijing 2008 – ein Sporttitel von dem ihr besser die Finger lassen solltet!

SEGA präsentierte uns Anfang Juli den offiziellen Titel zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Im Vorfeld meinten die Entwickler mit Beijing 2008 einen großartigen Titel auf den Markt zu bringen, aber dem ist nicht so. Das Spiel kann eigentlich kaum überzeugen, bietet zahlreiche Frustmomente und auch die Steuerung ist kaum innovativ und sehr mühsam ausgefallen. Auch die Optik des Spieles lässt stark zu wünschen übrig.
Genauso der Sound, der kaum positive Aspekte aufweist. Durch den miesen Sound und der total veralteten Grafik leidet auch die Atmosphäre sehr darunter.

50%
Grafik
6
Sound
4
Bedienung
4
Spielspaß
5
Atmosphäre
5
Multiplayer
6
Preis/Umfang
4
Richtig gut
  • offizielle Olympia-Lizenz
  • mehrere Bedienungsvarianten
  • 38 Disziplinen
Verbesserungswürdig
  • kaum innovatives Gameplay
  • kein einstellbarer Schwierigkeitsgrad
  • lange Ladezeiten
  • mieser Sound
  • schlechte Lokalisierung
Anforderungen
Getestet für
-PlayStation 3
Gamezoom-Team Gamezoom Team

Kommentar schreiben