Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
PlayStation 5 Pro
Xbox Series S
Xbox Series X
PlayStation 5
PC
Publisher
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Release
09.07 2026
Genre
Action-Adventure
Typ
Vollversion
Pegi
18
Webseite
Preis
59,99 Euro
Media (8)
Galerie
Kenway ist eigentlich nur in der Karibik, um seiner Ex-Frau (und jedem anderen) zu beweisen, dass er nicht nur ein walisischer Taugenichts mit großen Träumen ist. Er ist zu Großem bestimmt… oder zumindest sehr davon überzeugt. Und die Freibeuterei ist ein großartiger Weg, Geld zu machen. Als Teil der losen Kapitänsgemeinschaft von Nassau, die eine eigene, königsfreie Piraten-Republik anstrebt, setzen wir auf der Jackdaw Segel und jagen britische und spanische Schiffe.
Unsere Einmischung in Assassinen-Templer-Angelegenheiten kommt eher zufällig zustande, als wir den Assassinen Walpole, der gerade dabei ist, zu den Templern überzulaufen, töten. Wir bemächtigen uns seiner schicken Robe, allen Habseligkeiten und einer Einladung zum spanischen Gouverneur von Havanna, der natürlich ein Templer ist. Auch wenn Kenway noch keine Ahnung davon hat, ein Treffen mit dem Gouverneur verspricht Geld! Und dann landen wir eben doch auf der Seite der Assassinen und ihrer geliebten Freiheit. Schließlich zieht uns das Meer an, das Rauschen des Windes, das Tosen der Wellen, das Donnern der Kanonen!
Dafür kommen Neuerungen dazu, die die Entwickler mitunter aus anderen Titeln mitgenommen haben, um unseren Karibikurlaub aufzuhübschen. Zum Beispiel neue Skills, wie den aus Odysee bekannten Spartaner-Kick, der es uns erlaubt, Gegner direkt über die Reeling zu befördern. Oder eine Mischung aus Paraden und Ausweichrollen, die es so im Original noch nicht gab. Das Kampfsystem wurde also eindeutig erweitert, wodurch es auch Veteranen nicht langweilig wird, wenn wir das zehntausendste Schiff entern.
Denn das tun wir noch immer mit großer Regelmäßigkeit. Wir erkennen feindliche Schiffe durch unser Fernrohr, visieren an, erledigen mit unseren rundum ausbaubaren Kanonen und anderen Schiffsteilen und kämpfen uns dann durch den Moralbalken unserer Feinde. Das Ergebnis? Ressourcen, um sowohl unser Schiff, als auch unsere eigene kleine Bucht der Karibik auszubauen, die uns im Laufe des Spiels immer mehr Boni gibt. Dadurch heuern wir beispielsweise Söldner und Kurtisanen, die uns in Häfen unterstützen, mal kostenlos an, mal verstärken wir insgesamt Wirkungen von verschiedenen In-Game-Unterstützungen.
Ein paar Haken gibt es dann doch. Ja, das Kampfsystem ist neu und frisch, aber manche Partien haken dann eben. Zum Beispiel ist das Anvisieren von Gegnern per Knopfdruck essentiell, um nicht wild durch die Gegend zu schlagen. Aber immer wieder kassieren wir dadurch Treffer in den Rücken, wenn ein verflixt flinker Gegner dann doch mal aus dem toten Winkel agiert.
Auch andere Details fallen auf… Wie Missionstrigger! Das Remake erlaubt es uns, Missionen öfter versteckt und heimlich zu lösen. Doof nur, wenn dann die Feinde irgendwann in tristes Vergessen verfallen. Losgehen oder gar lossegeln? Fehlanzeige! Dann starten wir mal das Spiel neu oder müssen uns einen früheren Spielstand raussuchen und die Mission gegebenenfalls ohne Schleichen, sondern mit Schwertgeklirre und Pistolen-Schüssen lösen.
Auch altbekannte Missionen stechen heraus, denn diese fallen im Vergleich zu neuen Erlebnissen vor allem durch “Fahre von A nach B” auf. Ich will damit nicht die Erweiterungen und neuen Missionen schlecht reden! Das, was wir bis dahin kannten, kann nur nicht immer mit dem mithalten, was man uns nun neu auftischt. Sogar manche deutschen Textpassagen fallen im Test immer wieder dadurch auf, dass das französische Original aufploppt. Edward Kenway will damit keineswegs der französischen Sprache mächtig werden, nur hier und da haben die Entwickler ihre heimatlichen Prompts aus den Augen verloren.
Lars meint: Gut gealtert, mit minimalen Macken erneuert!
“Nachdem vor kurzem noch das Gothic-Remake über unsere Bildschirme flimmerte, ist diesmal einer der stärksten Titel der Assassin's Creed-Reihe dran. Und beide Titel, so unterschiedlich sie auch sind, gehen im Remake erstaunlich ähnliche Wege: alte Stärken und Fan-Favoriten werden neu aufgelegt, ergänzt durch frische Verbesserungen. Allerdings ist eben bei beiden auch nicht alles Gold, was glänzt. So manche Neuerung wirkt eher künstlich angeschraubt, während zahlreiche Bugs immer mal wieder den Spielspaß trüben. Dabei kann ich über T-posende Gegner hinwegsehen, nicht triggernde Missionsziele, die mich dann zum Neustart oder dem Laden eines früheren Spielstandes zwingen, sind dann aber schon wesentlich ärgerlicher.
Das macht das Remake aber nicht zu einem schlechten Spiel. Wer es damals geliebt hat, wird es auch dieses Mal tun, plus Neuerungen. Jeder Jungpirat, der erst jetzt in den Genuss der Karibik kommt, kann getrost die Segel setzen!
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