Alle Ergebnisse
Fakten
Plattform
PC
Publisher
AurumDust
Entwickler
AurumDust
Release
23.03 2018
Genre
Strategie
Typ
Vollversion
Pegi
16
Webseite
Preis
22,99 Euro
Media (14)
Denn wir schlüpfen in die Rolle von drei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als Hauptmann Thorn sind wir genau in jener Stadt, die als erstes von der Ernte heimgesucht wird und überleben das Auftauchen der Schnitter auf unerklärliche Weise. Fortan gilt nur noch eines für uns: Wir müssen unsere Tochter in Sicherheit bringen und eine Heilung finden, denn auch sie zeigt bereits erste Anzeichen der Ernte. Spielen wir hingegen Blance, übernehmen wir die Kontrolle über einen der legendären Helden aus alter Zeit. Als Umbra wurde er damals daran gehindert, sich mit seinen Kampfgefährten zu opfern. Sein Scheitern damals treibt ihn nun dazu an, die erneut heraufziehende Ernte aufzuhalten, mit Kräften und Wissen, die normale Menschen in den Schatten stellen. Schließlich steuern wir auch Lo Pheng, einen mysteriösen Krieger im Dienst eines uralten Ordens, der sich dem Kampf gegen die Schnitter mit Hingabe widmet. Also, dann mal ran ans Erntestoppen!
In Gesprächen erfahren wir mehr von der Welt und agieren mit unseren kleinen Kämpfertruppen, die wir mit jeder spielbaren Figur um uns scharen. Sagen wir das, was unsere Anhänger hören wollen, steigt deren Moral und damit auch ihre Werte im Kampf. Apropos Kampf – der findet auf einem schachbrettartigen Raster statt, auf dem sich unsere Recken und unsere Feinde abwechselnd bewegen. Hat sich jeder Kampfteilnehmer einmal bewegt, beginnt eine neue Runde.
Auch neu sind die Kampfkarten. Diese magischen Helfer sammeln wir wie in einem Sammelkartenspiel und dürfen uns vor jedem Kampf fünf davon aussuchen und mit in die Schlacht nehmen. Die Effekte dieser Karten reichen von Verstärkungen, Schwächungen und direktem Schaden. Leider liegt im Kampf aber auch eine der großen Schwachpunkte von Ash of Gods. Da beide Seiten eines Konflikts abwechselnd ziehen und wir unsere Kämpfer jede Runde nur einmal bewegen dürfen, kann zum Beispiel der letzte verbliebene Feind all seine Angriffe immer wieder auf einen unserer Streiter abladen – während wir erst weiter entfernte Untergebene bewegen müssen, bevor sich unser unfreiwilliger Boxsack endlich wehren darf.
Ebenso hätte man einige englischen Wörter in der deutschen Version ruhig fertig übersetzen können. Diese holprigen Dialogszenen, die ja doch sehr prägend für das Spiel sind, bereiten uns dann eben auch in der Spielwelt einige ungewöhnliche Probleme. Während andere Spiele mit einer zu flachen Hintergrundgeschichte zu kämpfen haben, erschlägt uns Ash of Gods von Anfang an mit Fremdwörtern, Lore-Fetzen und geschichtlichen Ereignissen. Es braucht wirklich seine Zeit, bis wir ein halbwegs sicheres Verständnis von dem haben, was eigentlich um uns herum geschieht. Auch hätte man uns das Kampfsystem eine Spur besser beibringen können. Klar, die anfänglichen Tutorials zeigen uns die Grundlagen, aber etwas mehr hätte es dann doch sein dürfen. Und schließlich steht da noch die wirklich verblüffende Ähnlichkeit mit Banner Saga im Raum. Ist das noch eine Hommage? Oder vielleicht doch ein Plagiat? Beide Spiele tragen eine fast identische Optik, in beiden spielen wir einen Vater, der energisch versucht seine Tochter vor dem Chaos in der Welt zu beschützen und selbst einige UI-Elemente wirken so vertraut, als wären wir nie von Banner Saga weggegangen.
Dafür bringt Ash of Gods allerdings noch einen Mehrspielermodus mit, in dem zwar noch einige Funktionen nachgeliefert werden müssen, der uns aber trotzdem schon jetzt erlaubt, gegen andere Spieler anzutreten! Außerdem wird all das von einem Soundtrack unterlegt, der auch einfach mal zum Verweilen einlädt.
Lars meint: Nicht nur für Banner Saga-Fans!
“Wer Ash of Gods nur als eine Kopie des großen Genre-Kollegen Banner Saga sieht, tut dem Spiel Unrecht. Ja, es wurde viel kopiert. Ja, einige neue Features fallen zu kurz. Und trotzdem merkt man dem Entwicklerteam ihre Mühe an, ein bekanntes Konzept durch neue Mechaniken aufzulockern. Wenn man dann eben noch über die erschlagend umfangreiche Spieltwelt und die doch hier und da holprigen Dialogpassagen hinwegsehen kann, hat man ein solides RPG mit gutem Flair, gefertigt von Indie-Hand. Und das zu einem wirklich angenehmen Preis!
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