Act of Aggression - Test/Review
Command&Conquer mal anders?
Von Dominik Figl am 14.09.2015 - 00:56 Uhr

Fakten

Plattform

PC

Publisher

Koch Media

Entwickler

Eugen Systems

Release

September 2015

Genre

Strategie

Typ

Vollversion

Pegi

16+

Webseite

Preis

44,99 Euro

Media (18)

C&C-like?

Command&Conquer mal anders? Act of Aggression verspricht, Command&Conquer: Generals wiederzubeleben und somit als RTS der alten Schule all jene wieder zu locken, die von Starcraft und dem Ende von Joseph D. Kucans Schauspielkarriere enttäuscht waren. Jetzt aber mal ehrlich, ist Act of Aggression wirklich das, was ihr euch alle wünscht?
Spielprinzip
Drei Fraktionen stehen uns zur Auswahl und die haben tatsächlich alle ihre Eigenheiten. Die US Army fährt mit geballter Power auf, während das Kartell eben etwas trickreichere, aber eben schwächere Einheiten zur Hand hat und die Chimera, die haben einfache eine Antwort auf alles und unglaublich vielseitige Einheiten. Soweit also schon mal so gut. Als Währung haben wir drei verschiedene Ressourcen. Geld generieren wir weitestgehend über Öl und Gebäude, die wir einnehmen – oder über Kriegsgefangene, die wir machen, Aluminium finden wir, genauso wie Öl, überall auf der Map und dann gibt es da noch speziellere Mineralien, die wir für Superwaffen brauchen, die sind eben eher selten. Interessant ist auch, dass wir die Ressourcen erstaunlich schnell verbrauchen und somit durchgehend zum weiteren Ausbauen unserer Basis und zum erschaffen neuer Vorposten gezwungen sind. Ein Punkt, der das Spiel überraschend schnelllebig wirken lässt.
Die Kampagne
Damit kommen wir dann auch zum weniger schnelllebigen Aspekt des Spiels, der Kampagne. Manche Szenen machen in einem Shooter einfach unglaublich viel Spaß. Durch von Feinden besetztes Gebiet laufen, Feinde, die um uns herum spawnen wegballern, dieses wunderbare Rücken an Rücken-Feeling, umzingelt von Feinden, fehlt eigentlich bloß noch Classic Rock und ab die Post! Aber in RTS? Wenn wir ehrlich sind, uns stört das. Wir hassen es, wenn Feinde irgendwo spawnen, wo wir sie sehen können, ja, eigentlich sollte jeder Mob-Spawn sowieso immer nachvollziehbar sein. Natürlich wissen wir, dass man für anständiges Storytelling manchmal das eine oder andere Opfer bringen muss, aber dann spawned man die Gegner doch außerhalb des Sichtfeldes und nicht direkt neben den Truppen, schießend und Vernichtung bringend.
Multiplayer
Tatsächlich und das konntet ihr euch nun vermutlich ja schon denken, ist der Multiplayer ja die wahre Stärke von Act of Aggression. Ob 1v1 oder 2v2 Ranked, oder einfach auf einer riesigen
Karte mit sieben anderen Personen im FFA, Act of Aggression macht im Multiplayer einfach deutlich mehr Spaß als alleine. Endlich kommen die Superwaffen zum Einsatz, wir können mit unseren Panzern Leute rushen und feindliche Einheiten kontern. Naja, kontern war ja grundsätzlich nie so ein Command&Conquer-Ding, aber zumindest können wir zwei, drei verschiedene Arten von Panzern spammen, um für alle Individualitäten gerüstet zu sein! Ist ja auch was. Wobei es natürlich wieder ein ganz eigenes Spielgefühl ist, wenn wir gerade anfangen unsere Basis aufzubauen und schon steht ein ballerndes Wunderfahrzeug direkt neben unseren Erntemaschinen und ballert und fröhlich die Einnahmequelle weg, aber dass wir schlecht sind, soll am Spiel nicht liegen – keine Sorge.
Die Negativpunkte
Und dann wären da noch all die Kleinigkeiten, die einem beim Spielen ins Gesicht springen. Beispielweise die dreckigen Save-Points. Hey, das Spiel hat Autosave und das ist verdammt gut so, es speichert nämlich an jedem wichtigen Punkt im Spiel. Negativ daran ist lediglich, dass es an jedem wichtigen Punkt im Spiel speichert und euer altes Spiel überschreibt. Plötzlich heißt es „Hey, Feinde greifen an, beschütz DAS DA!“ und ihr steht da mit euren fünf Soldaten und drei Panzern und werdet von fliegenden Units, von Scharen an Bodentruppen und Artillerie weggebombt, ohne Gnade und dürft mit einem Mal die 20 Minuten Mission neu starten, weil ihr nicht laden könnt. Danke auch. Als Nächstes kommen die Einheiten. Grundsätzlich sieht das Spiel gut aus, aber dann sind da die Charaktermodelle und verdammt, wenn wir unsere Bodentruppen nicht auseinander halten können, dann ist das einfach schlecht designed. Im Multiplayer fällt es uns dafür, aktuell, enorm schwer, mal ein Spiel zu finden. Wenn wir etwas finden, dann läuft das butterweich, abgesehen davon, dass Leute gelegentlich abhauen, doch auch hier gilt wieder: die Mentalität der Spieler ist nicht Schuld des Spiels. Trotzdem gab es, zumindest in der Woche in der wir es nun getestet haben, erstaunlich wenige, offene Spiele. Ärgerlich! Die Ranked-Spielsuche hat z.B. überhaupt nicht funktioniert. Allerdings kann man ja auch einfach offenen Ranglistenspielen beitreten.

Kommentar schreiben

Artikel auf einer Seite anzeigen