Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
PlayStation 4
Xbox One
PC
Xbox One X
PlayStation 4 Pro
Publisher
Electronic Arts
Entwickler
Hazelight
Release
23.03 2018
Genre
Action-Adventure
Typ
Vollversion
Pegi
12
Webseite
Preis
33,90 Euro
Media (13)
Galerie
Die beiden doch sehr unterschiedlichen Männer – Leo ist aufbrausend, Vincent ist berechnend – bemerken rasch, dass sie eine Gemeinsamkeit haben, den brennenden Hass auf den Ganoven Harvey. Der hat beide übertölpelt und somit dafür gesorgt, dass sie im Knast landen. Es kommt, wie es kommen muss: Schnell entsteht der Plan, aus dem Gefängnis zu entkommen und sich an dem verräterischen Verbrecher zu rächen. Wer sich jetzt denkt, dass dieser Plot auch direkt aus einem Hollywood-Film stammen könnte, irrt damit nicht einmal. A Way Out genießt es, möglichst viele Anspielungen auf bekannte Gangster- und Gefängnisstreifen zu machen. Als Spieler fallen uns zum Beispiel Paralellen zu Scarface oder Die Verurteilten auf! Kein Wunder also, dass sich A Way Out wie eine Art interaktiver Film spielt. Aber was machen wir als Spieler eigentlich dabei?
Das wirkliche Gameplay von A Way Out ist dann allerdings recht überschaubar: In unserer PC-Version hämmern wir meist möglichst schnell die Taste E, drücken zeitgleich mit unserem Mitspieler Maustasten oder bewegen uns mit WASD durch die Gefängnisgänge. Der Begriff Quick-Time-Event kommt in den Sinn, zurecht. An anderen Stellen müssen wir uns auch nur mit unserem Mitspieler auf den genauen Moment des Buttonsmashs einigen. Die Rätsel, in die sich das Ganze einfügt, sind eher unspektakulär und stellen wohl niemanden vor große Herausforderungen. Mit diesem recht flachen Gameplay schippert A Way Out so dahin, bevor man in der zweiten Hälfte des Spiels alles ein wenig auflockert. Beispielsweise mit einer Bootsfahrt, in der wir, mit Paddeln bewaffnet, hektisch über Stromschnellen navigieren müssen. Und sogar einen Shooter-Part hat man eingebaut – diesen leider eher umständlich und wenig stimmungsvoll. Man merkt dann eben, dass das Spiel dafür nicht wirklich gemacht wurde und wird auch aus der Atmosphäre gerissen. Die ist eigentlich recht dicht, aber hat eben Momente, an denen die Entwickler sie aus den Augen verloren haben.
Apropos Entscheidungen: Auch die serviert man uns in A Way Out, allerdings fühlt sich keine davon wirklich einschneidend an. Hier und da verändert sich der Verlauf einer Szene, am Ausgang des Geschehen schraubt man damit allerdings nicht. Die vielen Minispiele, in denen wir uns mit unserem Mitspieler messen können, sind aber recht spaßig! Und man lockt uns noch mit einem anderen, sehr überraschenden Konzept. Nur ein Spieler benötigt A Way Out, ein zweiter Spieler kann mit einem einfach herunterzuladenden Client einsteigen. So müssen nicht zwei Gamer in die Tasche greifen, um zusammen mit einem Freund eine coole Geschichte, aber ein eher durchschnittliches Spiel zu genießen, das nach rund sieben Stunden auch schon die Credits rollen lässt.
Lars meint: Wenig Gameplay, viel Atmosphäre und Koop-Action!
“Vermutlich hätte man weit weniger hohe Erwartungen gehabt, hätte man uns aus Richtung EA nicht eine Revolution in Sachen Koop-Gaming versprochen. Jetzt, nach dem Release, sieht man sie Sache etwas nüchterner: A Way Out hat seine atmosphärischen Momente, gerade dann, wenn man die Hommage an filmische Vorbilder erkennt. In Sachen Gameplay sollte man allerdings wirklich nicht zu viel erwarten, und das dämpft den Spielspaß dann doch etwas. Auch die kurze Spielzeit schlägt hier zu Buche. Trotzdem rettet der niedrige Preis und das koop-freundliche Geschäftsmodell den Eindruck.
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