AOC Agon AG273QX - Test/Review
In unserem heutigen Bericht werfen wir einen kritischen Blick auf den AOC Agon AG273QX Gaming-Monitor mit VA-Panel, 165 Hertz und HDR 400 Support.
Von Christoph Miklos am 08.05.2020 - 04:30 Uhr

Fakten

Hersteller

AOC

Release

Anfang 2020

Produkt

Monitor

Preis

ab 475,99 Euro

Webseite

Media (8)

Einleitung & Datenblatt

Einleitung
In unserem heutigen Bericht werfen wir einen kritischen Blick auf den AOC Agon AG273QX Gaming-Monitor mit VA-Panel, 165 Hertz und HDR 400 Support. Wie gut sich der 27“ TFT in unserem Testcenter geschlagen hat, könnt ihr in unserem ausführlichen Artikel nachlesen! Über AOC
AOC International (Europe) B.V. mit Sitz in Amsterdam gehört zu Europas führenden Anbietern von Displayprodukten. Das Produktsortiment umfasst LCD-Displays und Monitor-TVs. AOC International (Europe) B.V. ist die europäische Tochtergesellschaft des global agierenden Displayspezialisten TPV mit Sitz in Taipeh, Taiwan. In Europa vertreibt das Unternehmen pro Jahr deutlich mehr als eine Million Bildschirme, weltweit sind es über 15 Millionen.
1967 wurde die Admiral Overseas Corporation in Taiwan gegründet. Mit der Einführung des Markennamens AOC im Jahr 1979 sowie der Eröffnung der ersten Produktionsanlage in China 1992 begann die rasante Erschließung des Weltmarkts. Heute ist AOC auf allen Kontinenten präsent und in vielen Märkten führend oder auf Spitzenplätzen zu finden.

Datenblatt
• Diagonale: 27"/68.6cm • Auflösung: 2560x1440, 16:9, 109dpi • Helligkeit: 400cd/m² • Kontrast: 3.000:1 (statisch), 50.000.000:1 (dynamisch) • Reaktionszeit: 4ms (GtG), 1ms (MPRT) • Blickwinkel: 178°/178° • Panel: VA, DisplayHDR 400 • Form: gerade • Beschichtung: matt (non-glare) • Hintergrundbeleuchtung: White-LED, flicker-free, Blaulichtfilter • Farbtiefe: 8bit (16.8 Mio. Farben) • FRC: unbekannt • Farbraum: 122% (sRGB), 90% (Adobe RGB), keine Angabe (DCI-P3), keine Angabe (REC 709) • Bildwiederholfrequenz: 165Hz • Variable Synchronisierung: Adaptive Sync, AMD FreeSync Premium Pro (48-144Hz via DisplayPort, 48-144Hz via HDMI, mit LFC-Support, mit HDR) • Signalfrequenz: 30-250kHz (horizontal), 48-165Hz (vertikal) • Anschlüsse: 2x HDMI 2.0, 2x DisplayPort 1.4 • USB-Hub Out: 4x USB-A 3.0 • USB-Hub In: 1x USB-B 3.0 • Audio: Lautsprecher (2x 5W), 1x Line-In, 1x Line-Out • Ergonomie: 110mm (Höhe), N/A (Pivot), ±30° (Drehung), +21.5°/-3.5° (Neigung) • Farbe: schwarz (Rahmen), schwarz (Leiste), silber (Standfuß) • VESA: 75x75 (belegt) • Leistungsaufnahme: keine Angabe (maximal), 42W (typisch), 42W (Energielabel), 0.5W (Standby) • Jahresverbrauch 61.32kWh • Stromversorgung: AC-In • Abmessungen (BxHxT): 623x433x218mm (mit Standfuß), keine Angabe (ohne Standfuß) • Gewicht: 7.80kg (mit Standfuß), 5.08kg (ohne Standfuß) • Besonderheiten: Steuerkreuz, Sicherheitsschloss (Kensington), Beleuchtung auf Rückseite (RGB), Kopfhörerhalter • Herstellergarantie: drei Jahre
Preis: 480 Euro (Stand: 08.05.2020)
Testplattform
• Mainboard: ASUS ROG Crosshair VIII Hero [WI-FI] • Prozessor: AMD Ryzen 9 3950X • Arbeitsspeicher: Ballistix Elite DIMM Kit 32GB, DDR4-3200 • Grafikkarte: AMD Radeon RX 5700 XT • Prozessorkühler: Alpenföhn Brocken 3 • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 • Festplatten: Toshiba RC500 500GB • Gehäuse: be quiet! Dark Base Pro 900 • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit • Peripherie: Razer DeathAdder Chroma, Razer BlackWidow Ultimate Chroma und Astro Gaming A40 Headset • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Sonstiges: diverse Computerspiele und Blu-ray Filme

Verarbeitung & Ausstattung

Verarbeitung
Unser Testmuster kommt in einem schlichten, aber stabilen Karton bei uns in der Redaktion an. Der 27-Zoll-Monitor misst mit Standfuß 623 x 433 x 218 mm (B x H x T) und bringt knapp acht Kilogramm (inklusive Standfuß) auf die Waage. Der schwarz-silberne Monitor wurde sehr wertig gefertigt und hinterlässt optisch gesehen einen guten Eindruck. Positiver Nebeneffekt der Lackierung: Der Monitor ist wenig bis gar nicht anfällig für feine Kratzer und Fingertapser. Für optische Akzente sorgt die anpassbare RGB-Ring-Beleuchtung an der Rückseite des Monitors. Der Standfuß aus Metall sorgt nicht nur für einen stabilen Stand am Tisch, sondern bietet auch eine Höhenverstellung (110 mm) und Swivel-Funktion (Bildschirm lässt sich um 30 Grad drehen). Ebenfalls mit von der Partie sind VESA-Löcher (75 x 75 mm). Nettes Gimmick: die praktische Headset-Halterung auf beiden Seiten. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.
Ausstattung
Der Monitor mit Non-Glare-Display (keine Spiegelung) besitzt folgende Anschlüsse: 2x HDMI 2.0, 2x DisplayPort 1.4, vier USB-3.0-Ports und einen Kopfhörer-Ausgang. Ebenfalls mit von der Partie: zwei Stereo-Lautsprecher mit je fünf Watt Gesamtleistung. Von der Tonqualität darf nicht zu viel erwartet werden. Sie ist nicht die Beste und so klingen die internen Lautsprecher auch nur quäkig - kein ausgewogenes Klangvolumen. Die Energie-Effizienz geht in Ordnung: So verbraucht der AOC-TFT im ausgeschalteten Zustand sowie im Standby weniger als 1 Watt. Im Betrieb schluckt das Gerät durchschnittlich 42 Watt. Wie viele andere Modelle von AOC wird auch der Agon AG273QX Edition mit cleveren Software-Lösungen wie Eco Mode und e-Saver ausgeliefert. Diese helfen durch Helligkeitsanpassungen und automatische Abschaltungen, den Stromverbrauch weiter zu verringern.

Bildqualität & Technik

Bildqualität
Hersteller AOC setzt beim Monitor auf ein VA-Panel, das ohne eine Krümmung daherkommt. Das WQHD-Display (2560x1440 Bildpunkte; 109 dpi; 16:9-Bildformat) erreicht dabei dank leistungsstarker LED-Backlights einen Helligkeitswert von 400 cd/m2. Der statische Kontrastwert von 3.000:1 kann sich ebenfalls sehen lassen. Wie es für VA-Geräte typisch ist, kann der Agon AG273QX mit einem sehr kontrastreichen Bild aufwarten. Weniger gut gefallen hingegen die Blickwinkel. Die sind zwar deutlich größer, als man es üblicherweise von TN-Geräten kennt, könnten aber gerne noch etwas größer ausfallen. Die Homogenität der Ausleuchtung gehört nicht zur Stärke des Agon Monitors. Es liegen 80 cd/m² zwischen dem hellsten und dunkelsten Sektor - das kann auch mit bloßem Auge so erkannt werden. Kurz gesagt: Für den spielenden Anwender reicht die Bildqualität mehr als aus - alle anderen (Multimedia)Anwender greifen lieber zu einem Produkt mit IPS-Panel. AMD FreeSync Premium Pro
Unser Testmuster kommt mit der AMD FreeSync Technologie daher (Bereich: 48 bis 144 Hz). Zur Erklärung: Ist FreeSync aktiv, kontrolliert die Grafikkarte den Monitor-Refreshzyklus. Das bedeutet, jedes Mal, wenn ein Bild fertig berechnet ist, sendet es die Grafikkarte zusammen mit einem Refresh-Kommando an ein entsprechend ausgerüstetes Display. Tearing wird durch die Synchronisation vermieden und es vergeht keine weitere Zeit zwischen fertigem Bild und dem nächsten Bildrefresh, was ansonsten theoretisch ebenfalls bis zu 15 ms dauern kann.
Display HDR 400
Unser Testmuster unterstützt HDR 400. High Dynamic Range (HDR) beschreibt einen erweiterten Dynamikumfang von Bildschirmen. Gegenüber der Standard Dynamic Range (SDR) werden höhere Kontraste erreicht, um helle Bildausschnitte realistischer darzustellen. Dafür braucht es angepasste Hardware, für die es verschiedene Methoden der Zertifizierung gibt.
Die kleinste Stufe erfordert eine kurzfristig erreichbare Helligkeit von 400 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) beziehungsweise Nits. Flächendeckend müssen 320 cd/m² drin sein - kaum mehr als die allermeisten aktuellen Monitore schaffen. Die minimale Helligkeit in der Display-Mitte muss bei 0,1, am Rand bei 0,4 cd/m² liegen. Display HDR 400 erfordert zwingend ein 8-Bit-Panel, 6 Bit mit Framerate Control (FRC) sind nicht erlaubt. Der Farbraum ITU-R BT.709, der visuell sRGB ähnelt, muss zu 95 Prozent abdeckt werden.

Praxis & Bedienung

Spieletauglichkeit
Der Input-Lag ist ein wesentlicher Aspekt für alle Spieler. So gibt dieser die Zeitdifferenz zwischen der Zuspielung des Signals und der eigentlichen Bildausgabe an. Der Input-Lag des Monitors lag, dank Overdrive-Technik, bei maximal vier Millisekunde (GtG). Demnach sind rasante Actiontitel kein Problem für unser Testmuster. Bedienung
Die Bedienung erfolgt mittels Steuerkreuz am unteren Rahmenrand. Positiv ist uns die übersichtliche und verständliche Menüstruktur des Monitors in Erinnerung geblieben.
Preis und Verfügbarkeit
Der AOC Agon AG273QX ist ab sofort für knapp 480 Euro (Stand: 08.05.2020) im Handel erhältlich. AOC gewährt eine Garantie von drei Jahren auf den Monitor.
Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:
• HDMI Kabel • Displayport Kabel • Audio Kabel • USB 3.0 Kabel • Power Schuko C5 Kabel

Fazit & Wertung

Christoph meint: Flotter Gaming-Monitor zum fairen Preis!

Preisbewusster Shooter-Zocker können mit dem neuen AOC Agon AG273QX definitiv liebäugeln: Der sauber verarbeitete Monitor bietet eine niedrige Reaktionszeit und die für Spieler sehr interessante hohe Hertz-Zahl (165). Dank AMD FreeSync Technologie gibt es auch kein nerviges Tearing mehr. Bei der Bildqualität überzeugt das verbaute VA-Panel (schöne Farben, ordentlicher Kontrast). Auch die Ergonomiefunktionen und der HDR-Support sprechen für unser Testmuster. Gravierende Mängel konnten wir nicht feststellen.

80%
Verarbeitung
9
Bildqualität
7
Reaktionszeit
9
Ausstattung
8
Bedienung
9
Preis
8
Richtig gut
  • saubere Verarbeitung
  • keine Staubeinschlüsse oder Pixelfehler
  • stabiler Standfuß
  • gute Bildqualität (Kontrast, klare Farben)
  • 165 Hz inkl. AMD FreeSync
  • HDR 400
  • 16:9-Bildformat und QHD-Auflösung (1440p)
  • ausreichend Anschlussmöglichkeiten
  • integrierte Stereo-Lautsprecher
  • vier USB 3.0 Ports
  • anpassbare RGB-Beleuchtung (Rückseite)
  • Höhenverstellung
  • Tilt-Funktion
  • VESA-Bohrungen
  • Headset-Halterung
  • einfache Bedienung (OSD)
  • fairer Preis
Verbesserungswürdig
  • Blickwinkel und Ausleuchtung könnten besser sein
  • Klangqualität der Stereo-Lautsprecher
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN <3), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne alte Star Trek Serien.

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