AMD dominiert Österreich
Die Nachfrage nach Desktop-Prozessoren in Österreich hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben.
Von Christoph Miklos am 20.08.2025 - 18:03 Uhr - Quelle: Pressemitteilung

Fakten

Hersteller

AMD

Release

21.04 2005

Produkt

Prozessor

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Die Nachfrage nach Desktop-Prozessoren in Österreich hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben. Während Intel lange Zeit die bevorzugte Wahl vieler Nutzer:innen war, zeigt eine aktuelle Auswertung der Preisvergleichsplattform Geizhals.at, dass AMD Ryzen-Modelle aktuell rund 90 Prozent der Nutzeranfragen ausmachen. Vom Nischenanbieter zum Marktführer
Die Trendwende setzte 2022 mit der Markteinführung des Ryzen 5800X3D ein. Dank innovativer 3D-V-Cache-Technologie konnte AMD vor allem im Gaming-Bereich entscheidende Leistungsgewinne erzielen. Bereits ein Jahr später, mit dem Ryzen 7800X3D, wurde dieser Erfolgskurs fortgesetzt. Dieses Prozessormodell etablierte sich als bevorzugte Wahl für Gaming-PCs und den Einsatz von Videoschnittprogrammen.
Im Sommer 2025 zeigt sich nun auch in den Abrufzahlen auf Geizhals.at ein klares Bild: Die Nachfrage nach AMD-Prozessoren liegt deutlich über jener nach Intel-Modellen. Während Intel über Jahrzehnte bei vielen Nutzer:innen gesetzt war, verzeichnen die aktuellen Geizhals-Daten nur noch vergleichsweise wenige Suchanfragen nach den Desktop-CPUs des Herstellers. Damit dokumentiert die Auswertung eine der auffälligsten Nachfrageverschiebungen der vergangenen Jahre im österreichischen IT-Segment.
Preisentwicklung: Schnelle Anpassungen nach dem Marktstart
Neben den Veränderungen in der Nachfrage zeigt die aktuelle Auswertung von Geizhals.at auch deutliche Entwicklungen bei den Preisen:
• Einführungspreise: Die jüngsten Intel-Core-i9-Modelle starteten im Schnitt bei rund 660 Euro. AMDs Ryzen-7-Modelle der letzten drei Generationen lagen mit durchschnittlich 567 Euro deutlich darunter.
• Preisrückgänge: Besonders in den ersten zwei bis drei Monaten nach Veröffentlichung sanken die Preise bislang stark. Im Durchschnitt gaben die Preise von AMD zwischen zwei Modellgenerationen um rund 23 Prozent nach, bei Intel um rund 12 Prozent.
Technologische Entwicklung: Zwei Strategien im Wettbewerb
Mit der Ryzen-9000-Serie (Zen 5) setzt AMD seit 2024 auf eine Weiterentwicklung seiner Architektur. Der Ryzen 7 9800X3D, ausgestattet mit einer zweiten Generation der 3D-V-Cache-Technologie, gilt in vielen Tests als derzeit leistungsstärkster Gaming-Prozessor. Diese Modelle zielen auf Nutzergruppen, die höchste Performance bei Spielen und Content-Erstellung erwarten.
Intel hat mit der Core Ultra 200S-Serie („Arrow Lake“) im Herbst 2024 eine neue Generation vorgestellt. Die Prozessoren bringen Fortschritte bei Energieeffizienz und Produktiv-Workloads und verfügen über integrierte Neural Processing Units (NPUs), die für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz optimiert sind. Im Bereich der Gaming-Leistung kann Intel den Vorsprung von AMDs X3D-Modellen jedoch bislang nicht aufholen.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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