Quantum Theory - Test/Review
Bereits in den ersten paar Spielminuten war klar: Hierbei handelt es sich um eine ganz freche und darüber hinaus verdammt schlechte Gears of War-Kopie.
Von Christoph Miklos am 15.10.2010 - 03:10 Uhr

Fakten

Plattformen

Xbox 360

PlayStation 3

Publisher

Tecmo

Entwickler

Tecmo

Release

24.09 2010

Genre

Action

Typ

Vollversion

Pegi

16+

Webseite

Media (60)

Schlecht geklaut

Bereits in den ersten paar Spielminuten war klar: Hierbei handelt es sich um eine ganz freche und darüber hinaus verdammt schlechte Gears of War-Kopie. Willkommen in der hässlichen SiFi-Welt von Quantum Theory aus dem japanischen Hause Tecmo.
Kennen wir schon
Die belanglose SiFi-Geschichte befördert uns in eine nicht allzu weit entfernte Zukunft, in der eine fiese Alienrasse namens Diablose die Menschheit bedroht. Mysteriöse Türme wachsen in den Himmel und entpuppen sich als Brutnester der feindlichen Horden. Außerdem rekrutieren sie menschliche Mitstreiter, indem diese gegen ihren Willen zu Sklaven mutieren. Diesem Elend kann selbstverständlich nur ein Mensch ein Ende bereiten: Syd. Ein überzüchteter Muskelprotz, der versucht, seine gedankliche und körperliche Behäbigkeit mit gezwungen coolen Sprüchen zu übertünchen. ERWISCHT! Schon zwei geklaute Elemente aus GoW gefunden. Zum Notieren: 1) doofer Muskelprotz-Held und 2) übertriebene Alien-SiFi-Welt-geht-unter-Bla-Bla-Story. Weiter geht’s!
Auch nichts Neues
Auch das Gameplay erinnert schwer an das große Vorbild von Microsoft: Wir laufen herum, gehen in Deckung und ballern aus dieser auf dutzende, natürlich strohdumme Gegner. Es geht aber noch schlimmer, denn das Anvisieren mit der Waffe ist ein Graus. Die Ausrichtung der dicken, aber generischen Wummen geschieht viel zu träge, ihr müsst ohne jedwede Autoziel-Mechanismen auskommen. Gerade bei Konsolen-Shootern macht sich der Verzicht auf diese Zielhilfe höchst negativ bemerkbar. Aus diesem Grunde eiert das Fadenkreuz von einer Seite zur anderen, nur selten bekommt man die Feinde wirklich vor die Linse. Dass die Schießprügel noch gehörig verreißen, sie eine übermäßige Streuung und außerdem nur eine geringe Präzision aufweisen, verbessert die vertrackte Situation nicht. Darüber hinaus nervt das manuelle Aufheben von Munition. Dass die Akustik der futuristischen Waffen völlig schwachbrüstig aus den Boxen schallt, dürfte kaum noch jemanden verwundern. Um noch ein paar Kritikpunkte zu nennen: Syd bleibt ständig an Ecken hängen (sehr zur Freude der gegnerischen Einheiten), immer wieder kam es vor, dass wir nicht aus der Deckung herausschießen konnten (warum auch immer) und auch die Nahkampfattacken wurden nicht immer korrekt ausgeführt.

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