Etwas besser?

Mit Zelda Skyward Sword HD bekommt der Wii-Klassiker auf der Nintendo Switch eine zweite Chance. Ob das wirklich gelungen ist, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!
Gespaltene Meinung
Das 2011 veröffentlichte Zelda Skyward Sword für die Nintendo Wii konnte viele Fans nur bedingt überzeugen. Vor allem der starke Fokus auf die Bewegungssteuerung sorgte für viel Unmut innerhalb der Community. In der HD-Neuauflage probieren es die Entwickler mit einer „klassischen“ Knopfsteuerung, die sich aber leider als große Schwachstelle des Titels herausstellt. Bevor wir jedoch genauer auf die Bedienung eingehen, werfen wir einen Blick auf die zahlreichen Quality-of-Life-Verbesserungen:
• Dialoge können vorgespult werden • Zwischensequenzen können abgebrochen werden • Tutorials können übersprungen werden • automatisches Speichersystem • Phai kann nur noch manuell herbeigerufen werden • Beschreibungen von Items erscheinen nur noch einmalig Auf der technischen Seite bietet die HD-Neuauflage stets butterweiche 60 Bilder pro Sekunde. Darüber hinaus haben sämtliche Charaktermodelle mehr Schärfe und Details erhalten, was jedoch zu einem gruseligen Uncanny Valley-Effekt führt. Schade: Die Umgebungsgrafik bleibt trotz Update recht matschig.
Zwei Steuerungen
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, haben die Entwickler von Nintendo neben der Motion Control Steuerung auch eine neue Knopfsteuerung implementiert. Und so funktioniert sie: Im Handheldmodus schwingt man das Schwert von Link mit dem rechten Analogstick. Zieht man den Stick von rechts nach links, greift Link seine Feinde mit einem rechten Seitwärtshieb an. Zieht man von oben nach unten, dann erfolgt ein Abwärtshieb. In der Theorie also ein ganz einfaches Prinzip. In der Praxis spielen sich Kämpfe dadurch jedoch furchtbar frickelig, weil die Analogsticks nur sehr widerspenstig auf die Befehle reagieren. Die Bewegungssteuerung macht da schon einen besseren Eindruck: Mit dem Joy-Con in der rechten Hand schwingt man das Schwert in die jeweilige Richtung. Der linke Joy-Con dient zum Blocken per Schild. Das erfordert zwar ein wenig Eingewöhnungszeit, geht aber fix ins Blut über.
Story und Umfang
An der langweiligen Handlung, die etliche Jahre vor den anderen Zelda-Titeln spielt, wurde nichts verändert. Wir sparen uns daher diesen schnarchigen Abschnitt. Immerhin: Die großartigen Dungeons lassen die maue Story schnell im Hintergrund verschwinden. Die verspielten und cleveren Rätsel im Tempel des Himmelsblicks und Co. haben für etliche Aha-Momente gesorgt. Auch die kreativen Items sind ein kleines Highlight im Spiel. Schade nur, dass Skyward Sword HD außerhalb der Dungeons spielerisch nur wenig zu bieten hat und sich sein Alter hier besonders stark anmerken lässt. Mit 30 bis 50 Spielstunden bietet das Abenteuer zwar einen ordentlichen Umfang, aber auch nur, weil man gut zehn Stunden mit uninspirierten Sammelquests verschwendet.
Zelda Skyward Sword HD ist ab sofort für 44,95 Euro im Handel erhältlich.

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