Xbox-Kahlschlag eskaliert: Jetzt wackelt auch das Dishonored-Studio!
Die anhaltenden Umstrukturierungen bei Microsoft könnten offenbar noch weitreichendere Folgen für die Xbox-Sparte haben als bisher angenommen.
Von Christoph Miklos am 01.07.2026 - 14:51 Uhr - Quelle: theverge.com

Fakten

Hersteller

Microsoft

Release

4. April 1975

Produkt

Software

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Die anhaltenden Umstrukturierungen bei Microsoft könnten offenbar noch weitreichendere Folgen für die Xbox-Sparte haben als bisher angenommen. Nach Informationen von The Verge soll nun auch Arkane Lyon, das Studio hinter der beliebten Dishonored-Reihe und dem kommenden Marvel's Blade, auf dem Prüfstand stehen.
Dem Bericht zufolge verläuft die Entwicklung des Blade-Spiels nicht nach Plan. Das Projekt soll sowohl den vorgesehenen Zeitrahmen als auch das Budget deutlich überschreiten. Deshalb prüft Microsoft offenbar verschiedene Optionen – darunter sogar einen Verkauf des Studios. Eine endgültige Entscheidung soll allerdings noch nicht gefallen sein.
Doch nicht nur Arkane ist von den Sparmaßnahmen betroffen. Laut The Verge sollen auch innerhalb der Xbox-Organisation selbst mehr als 1.000 Arbeitsplätze wegfallen. Microsoft setzt damit seinen umfassenden Umbau der Gaming-Sparte fort, nachdem zuletzt bereits mehrere Studios von Entlassungen oder möglichen Schließungen betroffen waren.
Die Auswirkungen reichen offenbar sogar über die Xbox Game Studios hinaus. Wie Bloomberg berichtet, hat Microsoft die Finanzierung von Project Fantasy, dem neuen Fantasy-Rollenspiel von IO Interactive, eingestellt. Das Studio möchte die Entwicklung dennoch eigenständig fortsetzen und sucht nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Microsoft betont gegenüber Bloomberg hingegen, dass die Investitionen in das Gaming-Geschäft insgesamt nicht reduziert würden. Stattdessen wolle das Unternehmen seine Strategie anpassen und künftig gezielter in ausgewählte Projekte investieren.
Diese Neuausrichtung scheint jedoch bereits Folgen für den Xbox Game Pass zu haben. Mehrere Entwickler berichten laut Bloomberg, dass laufende Gespräche über eine Aufnahme ihrer Spiele in den Abo-Dienst derzeit pausiert oder komplett auf Eis gelegt wurden. Ob dies nur vorübergehend geschieht oder Teil einer langfristigen Strategie ist, bleibt bislang offen.
Damit verdichten sich die Hinweise, dass Microsoft seine Gaming-Sparte grundlegend neu ausrichtet. Welche Studios und Projekte letztlich von den Maßnahmen betroffen sein werden, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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