Zurück im Dienst

Vier Jahre nach Splinter Cell: Double Agent dürfen wir in Splinter Cell: Conviction wieder in die digitale Haut von Ex-Third Echelon Agenten Sam Fisher schlüpfen. Die lange Entwicklungszeit nutzte das Team von Ubisoft Montreal für zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen. Ob sich die lange Wartezeit für Fans und Actionspieler gelohnt hat, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!
Sam is back!
Die auf elf Kapitel und rund acht Stunden Spielzeit ausgelegte Solokampagne setzt direkt nach Splinter Cell: Double Agent ein, zu einem Zeitpunkt, als Mr. Fisher nur noch ein Schatten seiner selbst ist: sichtbar gealtert, graue Haare und ein Dreitagebart. Kein Wunder: Erst musste er den Tod seiner Frau beklagen, dann die schicksalhaften Verluste seiner Kollegen, vor allem das Ableben seines Freundes Irvine Lambert. Und dann stirbt bei einem Verkehrsunfall auch noch Tochter Sarah. Im Rückblenden-Stil á la „Lost“ erzählt Sams Freund und ehemaliger Kollege Vic Coste, was der Ex-Agent erlebt hat. Zur Erklärung: Ihr spielt Fishers Vergangenheit nach, bis die Ereignisse gegen Ende des Spiels ins Jetzt übergehen.
Fisher kehrt seinem Arbeitgeber Third Echelon den Rücken und unternimmt Untersuchungen auf eigene Faust. Schnell findet Fisher heraus, dass der Tod seiner
Tochter kein Unfall, sondern ein Mordkomplott war. Im Verlauf des Spiels reist ihr in die Stadt Valletta auf der Insel Malta, kehrt in die USA zurück, wo ihr unter anderem an markanten Orten wie dem Washington Monument oder dem Lincoln Memorial operiert, düstere Geheimlabore durchforstet, das Third Echelon-Hauptquartier aufmischt und sogar bis ins Weiße Haus vordringt. Dabei trefft ihr auf viele alte Bekannte aus den Vorgängern, wie Anna „Grim“ Grimsdóttir. Ebenfalls mit von der Partie ist Thomas Reed, der neue Third Echelon Chef und Gegenspieler von Sam. Mehr wollen wir euch von der -bis zum Ende- spannenden Story nicht verraten.
Der Startschuss
Bereits zu Beginn von Splinter Cell: Conviction überschlagen sich die Ereignisse. Sam, gerade auf Malta in einem Café, wird von seiner alten Kollegin „Grim“ angerufen und vor unbekannten Angreifern gewarnt. Sekunden später bricht Panik aus. Es fallen Schüsse. Auf den ersten Blick spielt sich Conviction wie ein
typisches Splinter Cell: Ihr steuert Sam aus der Schulterperspektive, huscht geschmeidig von Deckung zu Deckung, klettert an Rohren oder Fenstervorsprüngen entlang und schaltet Feinde entweder mit gezielten Schüssen aus der schallgedämpften Waffe oder durch einen lautlosen Genickbruch aus. Das alles wirkt nun aber weit dynamischer, temporeicher und direkter als in den Vorgängern, was vor allem an Sams neuer Fertigkeit „Markieren und Ausschalten“ liegt. Wenn ihr einen Gegner im Nahkampf ausschaltet, dürft ihr anschließend eine bestimmte Anzahl feindlicher Wachen (abhängig von der jeweiligen Waffe und deren Upgrades) markieren und per Tastendruck automatisch ins virtuelle Nirwana schicken. Das sieht nicht nur spektakulär aus, sondern sorgt auch für einen exzellenten Spielfluss.

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