Gelungener Remix

Passend zum zwanzigsten Geburtstag von Hochgeschwindigkeits-Igel Sonic präsentiert Entwickler und Publisher SEGA das neue Jump’n Run Spiel Sonic Generations. In dem Titel kombiniert SEGA das Beste aus 2D- und 3D-Welt.
Partybash
Eigentlich wollte der blaue Igel nur seine Geburtstagsparty im Kreise seiner besten Freunde genießen - als plötzlich ein geheimnisvolles Wesen auftaucht, das Raum und Zeit durcheinander bringt und unseren Held in eine Zwischenwelt verfrachtet. Der Igel muss sich also auf den Weg durch mehrere Areale machen, um die Ordnung wiederherzustellen. Allerdings ist er nicht alleine unterwegs, sondern rückt im Doppelpack aus - einerseits als klassischer 2D-Charakter, andererseits als junger und moderner 3D-Akteur.
Von einer zentralen Oberwelt aus werden die einzelnen Stages betreten, die allesamt in 2D und 3D vorhanden sind und auch in beiden Versionen absolviert werden müssen. Wer mit dem Retroigel unterwegs ist, bekommt im Grunde das geboten, was einst auf dem Mega Drive Begeisterung entfachte - nur mit deutlich besserer Grafik. Rasend schnell schießt Sonic durch die Welten, muss Hindernissen und Gegnern ausweichen oder sie rollend und mit Sprüngen erledigen, Extras wie Beschleunigungs- und Sprunghilfen nutzen und Ringe einsammeln. Wer neue Bestzeiten erreichen will, sollte den Level fast auswendig kennen, sonst werden Kontrahenten oder Gefahren in den Welten zur tödlichen Falle. Entscheidet man sich für die „moderne“ Variante des Igels, wechselt die Kamera in die Verfolgerperspektive. Auch hier sind knifflige Jump-and-Run-Passagen zu überwinden, Loopings im Sturm zu nehmen oder Gegner wie etwa Roboter zu besiegen. Zwischendurch wird auch mal wie auf Schienen oder mit einem Skateboard geschlittert, immer wieder der Boost aufgeladen, über eine Schlucht gesprungen oder doch kurz in die Seitenperspektive gewechselt. Bei Steuerung punkten beide Igel mit einer präzisen sowie flotten Umsetzung.
Kämpfe, Erfahrungen und Herausforderungen
Im Laufe des Spieles sorgen gelegentliche Bosskämpfe für etwas Abwechslung. Darüber hinaus motivieren freischaltbare Fähigkeiten zum Weiterspielen: Eingesammelte Punkte lassen sich in Upgrades umwandeln, so dass Sonic schneller und stärker wird oder bestimmte Formen annimmt. Der Wiederspielwert jeder einzelnen Welt ist hoch, weil es immer noch etwas aufzustöbern, eine bessere Wertung zu kassieren oder eine der zahlreichen Extraherausforderungen mit bestimmten Zeit- oder Sammelvorgaben zu absolvieren gibt.
Die insgesamt neun vorhandenen Levels orientieren sich stark an bekannte Sonic-Stages aus früheren Teilen. Wer den Igel schon länger begleitet, wird also viele bekannte Areale zu Gesicht bekommen.
Technik
Die hauseigene Graphic-Engine zaubert hübsche Effekte sowie stets flüssige FPS auf den Monitor. Darüber hinaus wissen Geschwindigkeitsgefühl und Detailgrad zu gefallen. Bei der Musik darf man sich über bekannte Original-Tracks freuen. Lediglich die nur mittelmäßige Synchronisation trübt den musikalischen Eindruck etwas.

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