Skull and Bones - Mit sieben Jahren Verspätung kommt ein neuer Titel von Ubisoft
Auf dieses Spiel warten Gamer bereits seit Jahren.
Von Christoph Miklos am 30.03.2024 - 08:19 Uhr - Quelle: E-Mail

Fakten

Hersteller

Gamezoom.net

Release

Anfang 2000

Produkt

Gaming-Zubehör

Webseite

Auf dieses Spiel warten Gamer bereits seit Jahren. Der neueste Titel von Ubisoft kommt nämlich mit sieben Jahren Verspätung auf den Markt und ist der erste AAAA-Titel aus dem Haus des französischen Publishers. Aber worum geht es bei dem Game, das aktuell einschlägt wie eine Bombe? Und was erwartet Zocker, die sich den neuen Titel holen wollen?
Ubisoft - Europas Star der Gamingindustrie
Das französische Unternehmen Ubisoft zählt zu den wichtigsten Marken der Industrie und ist in Europa der marktführenden Publisher der Branche. Zu den bekanntesten Titeln zählt Assassin's Creed, Far Cry und Just Dance. Mit insgesamt 21.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 2 Milliarden Euro steht Ubisoft in Europa an erster Stelle der Videospielkonzerne und hat auch weltweit bedeutende Marktanteile.
Der Konzern ist dadurch auch mitverantwortlich für das große Interesse an Gaming in Europa. Mehr als die Hälfte aller deutschen Haushalte hat Gaming-Equipment, noch mehr von ihnen zocken über das Handy. Während bis vor einigen Jahren ausschließlich Games wie Candy Crush und Clash of Clans oder Online Spielautomaten spielen im Vordergrund beim Zocken auf dem Handy stand, sind mittlerweile auch immer mehr Konsolenspiele für das Gaming am Smartphone verfügbar. Eine Entwicklung, die auch durch Publisher wie Ubisoft möglich wurde, die ihre Reichweite durch die Erweiterung deutlich vergrößern konnte.
Schiffbruch bei Skull and Bones
Zurück zum neuen Spiel, in das ein riesiges Entwicklungsbudget geflossen ist. Der erste Quadruple-A-Titel ist ein Shared World MMO im Setting einer Piratenwelt. Die weltweit beliebten Kämpfe zu Schiff, die bereits aus Assassin's Creed Black Flag bekannt sind, kommen damit zurück auf den Bildschirm.
Vor dem Spielstart muss der Charakter entwickelt werden. Der Editor dafür lässt einige Wünsche offen, aber dafür geht es nach einer kurzen Einleitung auch schon los. Das Storytelling ist nicht besonders einfallsreich und auch die Charaktere werden eher klischeehaft und mit wenig Tiefe vorgestellt. Die Zwischensequenzen gehören daher nicht unbedingt zum Highlight der Produktion. Gespielt werden kann alleine oder im Team mit bis zu drei Personen. Natürlich trifft man im Laufe des Games auf andere Spieler, Interaktion mit ihnen im Online-Modus ist allerdings nicht möglich.
Freispielen - Let's go!
Größte Motivation des Spiels ist das Erkämpfen von Schiffen, Waffen, Kleidung oder anderen Ausrüstungsgegenständen. Außerdem steigt man mit vollbrachter Leistung im Rang. Das alles funktioniert über ein klassisches Quest-System: Der Gamer bekommt in seiner Rolle einen Auftrag, bringt diesen zum Auftragsort, muss auf dem Weg einige Gegner ausschalten und erhält im Anschluss eine Belohnung in Form von neuen Tools oder Ingame-Währung. Der Hauptmittelpunkt des Spiels liegt auf dem Wasser, je weiter man sich vom Hafen weg in das Land bewegt, desto weniger passiert.
Feuer los!
Skull and Bones verfügt über ein relativ einfaches Kampfsystem, das in weiten Teilen an Assassin's Creed Black Flagerinnert. Mithilfe des Tastendrucks werden gegnerische Schiffe anvisiert, dann muss die Kanone ausgerichtet werden und abgefeuert werden. Im Laufe des Spiels wird diese Aufgabe immer komplexer, da Geschwindigkeit und Spezialmunition ein zielgenaues Treffen erschweren. Sucht man sich ein zu starkes Schiff als Gegner aus, wird man selbst zum Opfer und verliert wertvolle Credits. Das macht den Titel von Ubisoft durchaus fordernd.
Der neue Ubisoft-Titel wartet außerdem mit zwei außergewöhnlichen Features auf, die das Gameplay maßgeblich beeinflussen. Auf hoher See herrscht starker Wind; segelt man gegen ihn erschöpft die Crew und das Schiff verliert an Tempo. Neben dem Wind, der das Spiel beeinflusst, zählen auch Stürme zu den wichtigen Features. Sie beeinflussen den Wellengang und erschweren damit die Sicht auf andere Boote in der Umgebung. Auch der Wechsel zwischen Third-Person, First-Person, Krähen-Perspektive und der Aussicht aus dem Fernrohr ist ein spannendes Feature im Spiel.
Entertainmentfaktor des Spiels
Die ersten Stunden beim Zocken des Titels sind absolut fesselnd. Gamer können sich besonders beim Spiel mit Freunden über dynamische Kämpfe auf hoher See freuen. Die verschiedenen Schiffe und großen Auseinandersetzungen machen den Multiplayer-Modus besonders beliebt. Einige der Koop-Missionen können sogar alleine kaum bewältigt werden, wodurch das Spielen mit anderen zum absoluten Muss wird. Die Belohnungsspirale von Skull and Bones motiviert immer weiterzukämpfen, besonders weil es relativ einfach ist, Fortschritte zu erzielen. Erst etwa bei der Hälfte des Spiels wird das Weiterkommen tendenziell schwieriger.
Kritik am Spiel gibt es besonders beim Thema Endgame, denn hat man erst einmal alle Haupt- und Nebenquests gemeistert und ist im Besitz des besten Schiffs, bleibt nicht mehr viel Spannung übrig. Jetzt ist das einzige Ziel, neue Währungen zu erzeugen und auf der Rangliste weiter nach oben zu klettern. Viele Gamer wünschen sich an dieser Stelle mehr spannungsreichen Inhalt und laut Ubisoft wird daran bereits gearbeitet.
Technische Features hinter dem Spiel
Mit Blick auf die technischen Aspekte herrscht die allgemeine Meinung, dass Skull and Bones es nicht über die AA-Liga hinausschafft. Optisch wird rasch klar, dass die Entwicklung des Spiels bereits vor einigen Jahren festgeschrieben wurde. Seit diesem Zeitpunkt haben sich das Gaming und die grafischen Möglichkeiten aber stark weiterentwickelt und das sieht man auch. Von einem Titel zum vollen Preis erwarten sich viele Gamer da deutlich mehr. Die Sprachausgabe dagegen ist angenehm und das Game ist neben der Xbox Series X/S auch für PlayStation 5 und Windows-PC erhältlich. Die PC-Version ist außerdem im Spieleabo Ubisoft+ Premium gratis verfügbar.
Insgesamt ein packendes Spiel, das es sich zu spielen lohnt. An der ein oder anderen Stelle merkt man allerdings die lange Entwicklungszeit, da bieten andere Spiele bereits mehr aktuelle Features.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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