Deutsche Qualität?

Das junge Entwicklerteam Black Lion Studios präsentiert mit Shadow Harvest einen wilden Mix aus Splinter Cell und Gears of War. Ob der Mischmasch gelungen ist, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!
Eigentlich gar nicht soooo blöd!
Die Idee hinter dem Spiel ist eigentlich gar nicht so verkehrt: Im Jahr 2025 schicken die USA gleich zwei Agenten nach Somalia, um dort den Präsidenten aus dem Weg zu räumen. Die beiden Spione wissen zunächst jedoch nichts voneinander, müssen sich dann aber zusammenraufen, um ihr Ziel zu erreichen. Und jetzt die große Überraschung (Sarkasmus-Alarm!): Ihr dürft beide Agenten spielen. Myra ist eine Art weiblicher Sam Fisher, geht eher lautlos vor, hat nur eine Armbrust als Waffe, kann sich tarnen und hat auch sonst einige Tricks auf Lager, um nicht entdeckt zu werden. Und dann gibt es noch Aron, den klassischen „Ballermann“. Der ist mit mehreren Maschinengewehren bewaffnet, hält mehr Treffer aus als sein weiblicher Konterpart und ist somit der Mann fürs Grobe. Zwischen den beiden Charakteren könnt ihr jederzeit mit der Tab-Taste hin- und herwechseln und so versuchen, die Missionsziele der 12 Levels zu erfüllen - hier kommt beinahe das Gefühl eines Koop-Spiels auf.
Schluss mit Lustig
Auf dem ersten Blick macht Shadow Harvest einen soliden Eindruck. Auf dem zweiten Blick merkt man aber, dass das Spiel weit entfernt von seinen Genre-Mitbewerbern ist. Selbst hartgesottene Zocker werden nur mit (sehr) viel Geduld das Ende der knapp achtstündigen Kampagne erleben. Zahlreiche Bugs (nicht sterbende Gegner, verschwindende Böden) und eine saublöde KI trüben den Spielspaß enorm. Da in der Spielwelt nur wenige Medipacks herumliegen und die Checkpoints in den Missionen extrem weit auseinander liegen, sorgt das für jede Menge Frust, denn das Spiel ist bockschwer. Bereits während der zweiten Mission war unser „bester Freund“ der „den letzten Spielstand laden“-Kasten. Addiert man zu diesen Frustmomenten jetzt noch das herrliche Frühlingswetter hinzu (25°C in Wien!), möchte man am liebsten ganz schnell auf „Deinstallation“ klicken.
Technik von gestern
Crytek (ebenfalls ein deutsches Entwicklerteam) demonstriert mit der CryEngine 3 eindrucksvoll, wie aktuelle Actiontitel auszusehen haben. Bei Shadow Harvest hingegen hat man den Eindruck, dass die Grafiker irgendwo im Jahr 2008 hängengeblieben sind. Steife Animationen, matschige Texturen und detailarme Charaktere bilden den traurigen „Höhepunkt“ dieses Vollpreistitels. Was wir aber noch viel schlimmer finden: Trotz Mageroptik sind die Hardwareanforderungen des Titels enorm hoch ausgefallen. Und: selbst beim Abmischen des Sounds sind den Programmierern einige Fehler unterlaufen.

1 Kommentar

Tester um 15.06.2011 - 12:06

Das ist mal das schlechteste Spiel, das ich seit langem gespielt habe. Habe nun nach der 5ten Mission aufgehört. Die Checkpoints sind so verdammt blöd ausgewählt, es gibt keine "Skip-Option". Man muss sich das ganze gequassel tausend Mal anhören, wenn man draufgegangen ist, was wie angesprochen nicht weniger oft passiert. Das Spiel ist sooo krass verbuggt. Wenn ich mich doch bloß früher informiert hätte, aber bei steam hats halt nur 12€ oder so gekostet statt 49€. Und da überlegt man nicht lange. Aber jetzt hab ich meinen Account mit so einem Scheißspiel verseucht ^^. Ich hoffe die machen wenigstens noch ein Update und das bitte bald. Grüße Tester

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