Remake mit Schwächen

Als 1993 Secret of Mana von Entwickler Squaresoft herauskam, wurde es schnell eines der beliebtesten Super Nintendo-Spiele aller Zeiten. Es ist noch heute für viele eines der besten RPGs und gilt als gelungene Mischung zwischen Action-Rollenspielen wie The Legend Of Zelda und traditionellen Storybrocken wie Final Fantasy. Dazu lieferte es noch einen, für solche Spiele sehr unüblichen, Multiplayer-Coop-Modus für bis zu drei Spieler, der die rund 20-stündige Kampagne zu einer ganz besonderen Erfahrung machte. Jetzt das Remake des Klassikers, das bei Fans für viel Vorfreude auf ein rundes, aufgepepptes Nostalgiewunder sorgte. Hach, wenn es doch nur so einfach wäre..
Zwischen generischer Story und tollen Charakteren
An der Geschichte hat sich glücklicherweise nichts geändert. Sie erzählt immer noch das Abenteuer des Jungen Randi, der aus Versehen das mystische Mana-Schwert aus einem Stein zieht und dadurch das Gleichgewicht der Mächte durcheinanderbringt. Er wird von seinem Dorf verstoßen und muss plötzlich eine schier unmögliche Aufgabe lösen: Nur wenn er und seine zwei Begleiter Primm und Popoi die magischen Mana-Samen finden, kann das böse Imperium, das eine riesige Kampffestung wiederbeleben will, gestoppt werden! Zugegebenermaßen ziemlich simpel und sehr generisch – die Stärke von Secret of Mana ist aber auch nicht unbedingt seine Story, sondern seine charmanten und interessanten Charaktere. Denn gemeinsam erlebt das Dreiergespann viele lustige, emotionale und auch manchmal ganz schön peinliche Momente. Auch gleich geblieben: Jederzeit kann zwischen Randi, Primm und Popoi hin- und hergewechselt werden. Ein Pluspunkt des Remakes sind die neu eingefügten Szenen in Gasthäusern, in denen sich die Gruppe in süßen und witzigen Dialogen verliert. Außerdem wurden die wirklich schlechten deutschen Übersetzungen des Originals deutlich verbessert, was die Qualität der Gespräche sehr steigert. Das gefällt!

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