Ratchet and Clank: Nexus - Test/Review
Seit 2002 machen Ratchet und Clank die heimischen PlayStation-Systeme unsicher.
Von Dominik Vogel am 18.11.2013 - 06:19 Uhr

Fakten

Plattform

PlayStation 3

Publisher

Sony Computer Entertainment

Entwickler

Insomniac Games

Release

20.11 2013

Genre

Jump'n'Run

Typ

Vollversion

Pegi

7+

Webseite

Preis

ab 26,99 Euro

Media (40)

Oldskool-Jumper

Seit 2002 machen Ratchet und Clank die heimischen PlayStation-Systeme unsicher. Doch die letzten Teile der Serie konnten leider nicht mehr auf ganzer Länge überzeugen. Deshalb versucht Insomniac Games die zu verfallen scheinende Spieleserie im neuen Ableger mit dem Namen „Nexus“ wieder zurück auf Erfolgskurs zu bringen. Und ob ihnen das gelungen ist lest ihr natürlich wie immer in unserem Testbericht!
Die Geschichte
Ratchet und Clank: Nexus schließt mit der Future-Saga (Tools of Destruction, Quest for Booty und A Crack in Time) ab. Deshalb starten wir das Spiel direkt in einem interstellaren mobilen Gefängnis, das sich gerade auf dem Weg zur Vartax-Haftanstalt befindet. Dort sollen wir nämlich unsere Gefangene – und höchst kriminelle - Vendra abliefern. Auf unserer Reise treffen wir aber auf ihren – kein bisschen weniger gefährlichen – Bruder Neftin, der sich ein Ziel gesetzt hat: Uns überrumpeln und damit Vendra retten! Nachdem er unser Raumschiff mit schwerem Geschütz zerstört hat, bleibt uns nur noch eine Möglichkeit um zu überleben. Wir müssen uns in den Lagerraum ihres Schiffes schmuggeln und auf eine passende Gelegenheit warten beide wieder gefangen zu nehmen. Doch es kommt erneut anders als geplant, denn die ganze geladene Fracht – und damit auch unser Protagonist – wird über dem Planeten Yerek abgeworfen. Dass mit dem Planeten etwas ganz und gar nicht stimmt merken wir sofort, machen uns in dem außergewöhnlichen Terrain aber trotzdem sofort auf die Suche nach unseren Flüchtlingen. Doch unsere Reise wird schon bald eine sehr unvorhergesehene Wendung machen…
Gameplay
Was uns sehr gefällt ist, dass sich der Held auch im neuesten Ableger serientypisch einfach und flüssig spielt. Dafür wurde aber bei den vielen Features die Ratchet im Spielverlauf erlernt ordentlich abgespeckt – zumindest hinterlässt das Spiel bei dem nur sechs Stunden umfassenden Storymodus diesen Eindruck. Das ist aber eigentlich nicht weiter schlimm, da die Geschichte so intensiv und mit so viel durchdachtem Humor erzählt wird, dass sich jede Sekunde lohnt. Selbst im Herausforderungsmodus, den ihr freischaltet sobald ihr die Geschichte einmal durchgespielt habt, werden euch garantiert Witze auffallen, die ihr beim ersten Mal durchspielen überhört oder übersehen habt. Außerdem habt ihr wieder die Möglichkeit euer insgesamt 11 Waffen umfassendes Arsenal upzugraden. Diese könnt ihr jeweils auf maximal Stufe 3 bringen (im Herausforderungsmodus höher) wobei ihr – sobald ihr die nächste Stufe erreicht – eine größere Anzahl an Modifikationen freispielt.
Clank
Der liebevolle Roboter am Rücken sorgt auch im neuen Ableger dafür, dass Ratchet sicher via Heli-Upgrade über Schluchten fliegt oder durch die Jetpackerweiterung neue Höhen erreicht. Diesmal trifft ihn aber noch eine andere Rolle, denn der kleine Sidekick kann ab sofort an bestimmten Mauern und Wänden im Spiel in die so genannte „Unterwelt“. Dabei steuert ihr Clank durch ein Zweidimensionales kleines Szenario das es zum Ziel hat die Wand zu zerstören und versteckte Orte zu finden. Wenn ihr also durch die Galaxie reist, achtet doch immer wieder einmal darauf ob der Roboter nicht einen Eingang zur Unterwelt gefunden hat.
Grafik
Auch in diesem Jahr bleibt Insomniac Games dem abstrakt-überzeichneten Comicstil treu. Damit hebt sich die Serie stark von anderen Spielen des Genres ab und kann erneut überzeugen. Leider wirken die Level aber teilweise trotzdem etwas altbacken, was aber an den zweidimensionalen Texturen liegt die verwendet wurden. Auch bei der Anzahl an spielbaren Karten gibt es keine eindeutig positiven Worte. Insgesamt sind nur 5 Maps spielbar, die zwar alle durchwegs liebevoll und kreativ gestaltet sind, an manchen Ecken und Enden aber unübersichtlich und schroff wirken. Auch die Gegner sind zwar durchwegs stimmig designet, lassen sich aber ansehen, dass die Engine einmal generalüberholt werden sollte. Nichts desto trotz ist mit Ratchet und Clank: Nexus ein sehr farbenfrohes und grafisch stimmiges Spiel gelungen, das sowohl Spielspaß als auch Atmosphäre deutlich hebt!

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