Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
PC
Switch
Switch Lite
Publisher
Capcom
Entwickler
Capcom
Release
09.07 2021
Genre
Action-RPG
Typ
Vollversion
Pegi
7
Webseite
Preis
ab 57,70 Euro
Media (7)
Zumindest in einem Punkt haben sie Recht; Unser geschupptes Schutzmonster hat ordentlich Wumms und zerlegt die Jäger in Rekordzeit. Einem solchen Monster waren sie dann doch nicht gewachsen. Doch das ergraute Ungetüm schwingt sich kurz darauf in die Lüfte und verlässt unsere Insel... Ein schwarzer Tag für unser Dorf. Schlimmer noch: Dunkle Omen geschehen in den folgenden Tagen. Monster spielen verrückt, verhalten sich merkwürdig und greifen sogar andere Menschen oder Monster an. Statt langsam in das Leben als Rider eingewöhnt zu werden, müssen wir uns mitten hinein stürzen. Nur so können wir unser Dorf retten, herausfinden, was mit dem Wächter-Ratha geschah und dem Monster-Wahnsinn Einhalt gebieten, der auch auf dem Festland um sich greift. Echte Reiter braucht die Welt!
Wir selbst verfügen zwar nicht über coole Monster-Fähigkeiten, mischen aber trotzdem mit. In klassischer Monster Hunter-Manier schmieden wir uns Rüstungen und Waffen aus den Überresten gefallener Feinde und ziehen damit los. Jede der sechs Waffenarten verfügt über eigene Skills und Mechaniken. Der Bogen beispielsweise musst erst eine Runde lang aufgezogen werden, bevor er vernichtende Fähigkeiten einsetzen kann. Der Hammer hingegen gewinnt Ladungen mit jeder gewonnen Konfrontation, die den Weg zu mächtigeren Schlägen eröffnen. Aber bevor wir uns voll in den Kampf stürzen, reden wir über das Reisen! In unserem Dorf sind wir zu Fuß unterwegs. Hier warten Dialoge mit Dorfbewohnern, die Stallungen zum Monster-Verwalten und Nebenquests auf uns. Diese Nebenquests reichen mal von einfachen Dingen (Bring mir sechs Stück Fleisch) bis klassischen Jagd-Quests (Erledige X von dieser kleinen Bestie). Brechen wir dann ins Feld auf, wählen wir noch aus ob es tagsüber oder abends sein soll und los geht es! Auf der Karte schwingen wir uns dann aber auf den Rücken unseres primären Monster-Gefährten, den wir im Menü rasch festlegen können.
Bewegen wir uns durch das Gebiet, können wir überall Monstergruppen, Rohstoffe und Höhlen sehen. Rasen wir in eine Mosntergruppe, beginnen wir einen Kampf – schaffen wir das dann sogar noch, bevor sie uns sehen, spendiert man uns eine Überraschungsrunde mit freien Attacken. Die Rohstoffe auf der Karte verwenden wir um Ausrüstung oder benutzbare Objekte wie Tränke und Bomben herzustellen. Und falls ihr das Gefühl habt, ihr braucht mehr Monster, als euch während den Hauptmissionen zugeschoben werden, sind die Höhlen perfekt für euch. In diesen Mini-Dungeons warten Monster in ihren Nestern nur darauf, dass wir sie besiegen und ihre Eier rauben. Klingt fies, aber sind wir in Monster Hunter wirklich die guten...?
Das ist wichtig für die Standoffs. In jedem Zug, in dem ein Gegner eine offensive Fähigkeit ausführen will, sehen wir, wen er angreift. Auch feindliche Angriffe sind in dieses Schere-Stein-Papier-System eingeordnet. Um optimalen Schaden zu verursachen (und eigenen weitestgehend zu verhindern) müssen wir Angriffe mit dem passenden Typ kontern. Welches Monster welche Art von Attacke einsetzt, hängt ganz von seinem Typ ab. Die raptor-haften Velocidrome beispielsweise setzen auf Geschwindigkeitsangriffe, die wir also mit Technik-Angriffen kontern müssen. Unsere Monster wählen ihre eigenen Angriffe selbst, wieder entsprechend ihres Typs. Wir sollten also eine gesunde Mischung aus Monstern dabei haben, um für den passenden Gegner auch das passende Monster einwechseln zu können. Aber unsere Monster tun noch mehr für uns! Greifen wir mit dem gleichen, passend starken Angriffstyp wie unser Gefährte an, führen wir eine mächtigere Kombo-Attacke aus. Auf diesem Weg und indem wir Auseinandersetzungen gewinnen, erhöht sich unsere Bindung und wir können während dem Kampf aufsitzen, um noch mehr Feuerkraft (mit eigenen Skill-Vidoes) aufzufahren. Die ultimative Fähigkeit entfesseln wir, indem wir unseren Bindungsbalken aufheben bis auch unser NPC-Rider-Begleiter aufsitzen kann. Zwei Rider, zwei Monster, eine Attacke, die selbst die stärksten Monster in die Knie zwingen kann. Dazu werden die Kämpfe gelegentlich durch kurze Mini-Quick-Time-Events aufgelockert. Wichtiger ist jedoch, dass wir wieder einmal einzelne Körperteile unserer Feinde zerschmettern können, um sie zu schwächen. Schlagen wir zum Beispiel einem Pukei-Pukei den Schwanz ab, schwächen wir seine Giftangriffe erheblich! Fallen wir oder unser Monster mal im Kampf, verlieren wir eines von drei Herzen. Nach drei Herzen werden wir unzeremoniell zurück im Dorf abgeladen und dürfen es erneut versuchen. Aber gewinnen wir, sammeln wir Erfahrung und Materialien, um noch mächtigere Items zu schaffen! Außerdem steigen unserer Monster (und unser Charakter) auf, um neue Fähigkeiten und Genplätze zu erhalten.
Das trägt enorm dazu bei, dass Monster Hunter Stories 2 sehr einsteigerfreundlich ist. Ich gebe es gerne zu: Der erste Teil der Spin-off-Reihe ist komplett an mir vorbei gegangen. Ich hatte es einfach gar nicht auf dem Schirm. Trotzdem kam ich gut in Stories 2 rein. Zwar gibt es wiederkehrende Figuren aus dem ersten Teil, Vorwissen braucht man aber nicht. Viele Cutscenes weihen uns in vergangene Geschehnisse ein. Außerdem ist das Tutorial beeindruckend gut getimet. Monster Hunter-Spiele erschlagen Spieler immer mit unglaublich viel zu lernen, hier werden wir aber angenehm herangeführt.
Das rührt auch vom rundenbasierten Kampf im Gegensatz zum Reihen-üblichen Echtzeit-Gehacke. Jede Facette wird uns in einem Beispielkampf beigebracht, bevor wir es verinnerlicht haben. Gepaart mit dem etwas bunteren Look richtet sich Stories nicht nur an Hunter-Veteranen, sondern auch an jüngere Spielergruppen, die hier vieles zu entdecken und zu spielen haben. Stories etwas bunteres, zumeist weniger effektheischendes Design wirkt natürlich schlichter als zum Beispiel ein Monster Hunter Rise, zuweilen kann man auch Kanten an den manchen Modellen sehen – das tut dem Spielspaß aber wenig Abbruch. Ebenso kann man die vielen verwaschenen Background-Grafiken auf der Karte verkraften. Das ganze kommt auch dem Akkuverbrauch zu Gute! In unserem Test konnten wir länger Monster reiten als zuvor in Rise Monster jagen!
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