Mit Marvel's Wolverine schlägt Insomniac Games deutlich härtere Töne an als mit der erfolgreichen Spider-Man-Reihe. Damit auch Spieler, die mit expliziter Gewaltdarstellung weniger anfangen können, das Abenteuer genießen können, integriert das Studio umfangreiche Optionen zur Anpassung der Gewaltdarstellung.
Wie Game Director Mike Daly nach der jüngsten State of Play bestätigte, verfügt das PS5-exklusive Actionspiel über einen optionalen Gore-Filter. Dieser reduziert nicht nur die Darstellung von Blut, sondern greift an mehreren Stellen des Spiels ein. Aktivierte Spieler sehen weder dynamische Bluteffekte noch abgetrennte Körperteile. Besonders drastische Szenen in Zwischensequenzen werden zudem durch Unschärfen oder angepasste Kameraperspektiven entschärft.
Die Entwickler betonen jedoch, dass der Filter ausschließlich die Optik verändert. Das Kampfsystem, das Treffer-Feedback sowie die Spielmechanik bleiben unverändert. Wer die volle Härte des ikonischen X-Men erleben möchte, kann sämtliche Gewaltdarstellungen weiterhin aktiv lassen.
Insomniac verfolgt damit einen flexiblen Ansatz: Einerseits richtet sich Marvel's Wolverine mit seiner USK-18-/PEGI-18-Ausrichtung klar an ein erwachsenes Publikum, andererseits erhalten empfindlichere Spieler oder Content-Creator die Möglichkeit, die besonders drastischen Effekte nach eigenen Vorlieben anzupassen.
Trotz der optionalen Einschränkungen bleibt Wolverine seinem Ruf treu. Im Standardmodus sorgen Logans Adamantium-Klauen für blutige Kämpfe, während sein Heilfaktor Verletzungen in Echtzeit sichtbar regeneriert. Der Gewaltfilter erweitert somit lediglich die Zugänglichkeit, ohne die eigentliche Spielerfahrung zu verändern.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.
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