Invincible VS - Test/Review
Das Genre der sogenannten „Fighting-Games“ wird seit vielen Jahren von den beiden Größen „Street Fighter“ „Tekken“ und „Mortal Kombat“ dominiert.
Von Christoph Miklos am 22.05.2026 - 03:56 Uhr

Fakten

Plattformen

PlayStation 5 Pro

Xbox Series S

Xbox Series X

PlayStation 5

PC

Publisher

Skybound Games

Entwickler

Quarter Up

Release

30.04 2026

Genre

Beat'em up

Typ

Vollversion

Pegi

16

Webseite

Preis

49,99 Euro

Media (10)

Konkurrenz für Street Fighter und Mortal Kombat?


Das Genre der sogenannten „Fighting-Games“ wird seit vielen Jahren von den beiden Größen „Street Fighter“ „Tekken“ und „Mortal Kombat“ dominiert. Mit Invincible VS wird ein neuer Herausforderer in den digitalen Ring geschickt.

So hart wie die Vorlage


Invincible VS basiert auf der gleichnamigen Animationsserie von Amazon sowie den Comics von Robert Kirkman, Cory Walker und Ryan Ottley. Im Mittelpunkt steht der junge Superheld Invincible, der die außergewöhnlichen Kräfte seines Vaters Omni-Man geerbt hat und seinen eigenen Weg als Held finden muss. Fans der Vorlage wissen allerdings: Im Gegensatz zu klassischen Superheldengeschichten à la Marvel oder DC setzt Invincible auf kompromisslose Brutalität. Kämpfe eskalieren regelmäßig in wahre Blutbäder und erinnern eher an die Härte von Mortal Kombat als an traditionelle Comic-Abenteuer. Schon der Einstieg macht deutlich, dass die Geschichte keine Gefangenen macht und direkt mit voller Wucht ins Chaos startet.

Auch was für Einsteiger


Das Kampfsystem ist das Herzstück jedes Fighting Games – und genau hier liefert Invincible VS ab. Die Steuerung reagiert präzise, Eingaben fühlen sich sauber an und zahlreiche Komfortfunktionen erleichtern sowohl Neulingen als auch erfahrenen Spielern den Einstieg. Gekämpft wird in 3-gegen-3-Teams, was unweigerlich Erinnerungen an Dragon Ball FighterZ oder Marvel vs. Capcom weckt. Im Vergleich wirkt Invincible VS jedoch bodenständiger und weniger überladen. Gleichzeitig sorgen Assist-Angriffe der Teammitglieder für dynamische Kombo-Erweiterungen und zusätzliche taktische Möglichkeiten. Wer direkt loslegen möchte, sollte dennoch zuerst den Trainingsmodus besuchen. Dort erklärt das Spiel Schritt für Schritt Bewegungen, Spezialattacken und Kombos. Die Steuerung bleibt anfangs bewusst zugänglich, entwickelt mit der Zeit aber genug Tiefe, um auch erfahrene Prügelspiel-Fans langfristig zu fordern. Drei Angriffsstärken bilden die Grundlage des Kampfsystems, ergänzt durch Spezial- und Ultimate-Attacken, die Energie aus der Leiste verbrauchen.

Auch Story wird geboten


Auch beim Umfang setzt Invincible VS auf bewährte Fighting-Game-Elemente. Im Arcade-Modus kämpfen sich Spieler durch mehrere Gegnerreihen, bevor kurze Charakterepisoden in stilisierten Zwischensequenzen freigeschaltet werden. Dazu kommen Online-Ranglisten und weitere bekannte Mehrspieler-Optionen – insgesamt ein solides Paket ohne große Experimente. Wesentlich mehr Aufwand steckt allerdings im Story-Modus. Statt einfacher Standbilder präsentiert das Spiel eine cineastisch inszenierte Kampagne, die klar an Reihen wie Mortal Kombat oder Injustice: Gods Among Us erinnert. Verschiedene Perspektiven und wechselnde spielbare Figuren sorgen für Abwechslung, während die Handlung den Fokus auf Invincibles Weg zum Helden und die eskalierende Auseinandersetzung mit Omni-Man legt.

Viel Gewalt und gute Technik


Im Vergleich zu anderen Fighting Games setzt Invincible VS vor allem bei der Gewaltdarstellung auf maximale Härte und erinnert damit stark an Mortal Kombat. Mit fortschreitendem Kampf hinterlassen Treffer sichtbare Spuren: Figuren sind zunehmend mit Blut bedeckt, ihre Kostüme werden beschädigt und manche Spezialattacken enden in extrem brutalen Finishern. Trotz der drastischen Inszenierung bleibt das Spiel damit der Vorlage treu. Schon die Auftaktepisode der Animationsserie macht deutlich, wie gnadenlos und kompromisslos die Welt von „Invincible“ funktioniert – allen voran durch Omni-Mans erschütternde Machtdemonstration. Technisch hinterlässt Invincible VS einen starken Eindruck. Die Kämpfe laufen flüssig, Animationen wirken sauber umgesetzt und selbst in hektischen Gefechten mit mehreren Effekten bleibt das Geschehen jederzeit übersichtlich. Besonders die schnellen Übergänge zwischen Kombos, Spezial- und Ultimate-Attacken sorgen für ein dynamisches Spielgefühl ohne störende Unterbrechungen. Optisch orientiert sich das Spiel klar am Stil der Animationsserie. Kräftige Farben, markante Comic-Schattierungen und detailreiche Charaktermodelle transportieren den Look der Vorlage überzeugend in ein Fighting Game.

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