Mehr als Wildlands 2.0?

Am 05. September startet die Beta und ein paar Wochen später erscheint die finale Verkaufsversion des kommenden Ghost Recon Titels aus dem Hause Ubisoft. Wir durften auf einem speziellen Hands-on-Event in Paris „Breakpoint“ genauer unter die Lupe nehmen und berichten nun über das Erlebte.
Ab auf die Insel
Im Vorgängerteil wurde Jagd auf die bösen Buben gemacht, doch im nächsten Ghost Recon Kapitel wird der Spieß einmal umgedreht: Auf der fiktiven Insel Auroa wird nämlich die Ghost-Einheit von den schwer bewaffneten „Wolves“ ordentlich unter Druck gesetzt. Es gibt aber noch eine weitere Änderung, die vor allem das Gameplay betrifft: Der Actiontitel ist nun deutlich taktischer und träger. Der eigene Charakter kann sich nicht mehr so flink durch die Gegen bewegen. Das liegt am grundlegenden Bewegungssystem, das in Breakpoint etwas komplexer ausfällt. Aktionen, wie zum Beispiel das Runterschlittern von steilen Abhängen erfordern Ausdauer. Ist diese aufgebraucht, kann es zu Verletzungen kommen. Diese schränken mitunter die Bewegungsfreiheit ein. Anstatt zu sprinten, humpelt man durch die Gegend. Armverletzungen führen dazu, dass man gewissen Waffen nur eingeschränkt nutzen kann. Aber keine Sorge, ein Medickit heilt sofort alle Wunden. Vorbereitung
Bevor man eine der zahlreichen Missionen in Angriff nimmt, sollte man im Feldlager etwas Zeit in die Planung und Vorbereitung investieren. Heißt im Klartext: Temporäre Verbesserungen aktivieren oder die Klassen sowie die Ausrüstung anpassen. Darüber hinaus lassen sich mittels Craftingsystem auch diverse Gegenstände herstellen. Schön ist auch die Tatsache, dass nun jede Klasse Zugriff auf das komplette Waffenarsenal hat. Egal ob Assault, Sharpshooter, Medic oder Panther. Nur die Spezialfähigkeiten sind exklusiv für die jeweilige Klasse. Eine weitere Sache die in Ghost Recon Breakpoint gefällt: Die unzähligen, taktischen Möglichkeiten in jeder Mission. Je nach persönlichen Spielstil kann man quasi komplett „stealth“ Aufmerksamkeit vermeiden oder in bester Rambo-Manier alle Gegner über den Haufen ballern. Wir empfehlen Option Eins. Leider konnten wir während unserer Anspielsession nicht die Lernfähigkeiten der eigenen KI-Kollegen überprüfen. Was man aber schon gesehen hat: Die Gegner agieren deutlich cleverer und scheuen nicht davor zurück, Verstärkung zu rufen.
Fokus auf die Story
Bereits bei der Ankündigung von Breakpoint hat Entwickler Ubisoft klar gemacht, dass die Geschichte des Titels ein zentraler Punkt ist. Daher hat man sich auch für ein bekanntes Gesicht beim Bösewicht entschieden: Jon Bernthal, der in Serien wie The Walking Dead und Punisher mitspielte, verkörperter einen übergelaufenen Ghost und ehemaligen Kollegen von Nomad. In umfangreichen Rückblenden wird das Verhältnis der beiden zueinander genauer beleuchtet, was die Story nicht mehr so belanglos erscheinen lässt. Ob die Geschichte langfristig zum Weiterspielen motiviert, wird man erst in der finalen Version sehen.

Unser Ersteindruck
Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint verbessert vieles was beim Vorgänger Wildlands bemängelt wurde. Des Weiteren bringt Breakpoint auch neue Features, die bestimmte Aspekte des Spiels noch weiter verbessern. Falls jetzt noch die schwerfällige Steuerung behoben wird, stehen die Chancen auf Erfolg sehr gut.

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